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       28. Februar 2014

Das Leibovitz-Prinzip

Starfotografin Annie Leibovitz im SUMO-Format

Als Benedikt Taschen der berühmtesten Porträtfotografin unserer Zeit vorschlug, ein Buch ihrer Bilder im SUMO-Format herauszubringen, nahm sie diese die Herausforderung begeistert an. Die Arbeit an diesem Projekt dauerte mehrere Jahre und erwies sich schließlich als Offenbarung. Leibovitz hatte eine Auswahl aus einem Werk zu treffen, das mittlerweile vier Jahrzehnte umspannt. Der Bogen reicht von ihren frühen Reportagen für den Rolling Stone, dessen Cheffotografin sie in den 70ern war und für den sie auf intime Tuchfühlung mit den Porträtierten ging, über die aufwendig inszenierten Porträt- und Coverfotos für Magazine wie Vanity Fair und Vogue.

Der gewichtige Band präsentiert so berühmte Aufnahmen wie die der innigen Umarmung zwischen John und Yoko neben seltenen oder noch nie zuvor gezeigten Bildern. Einige ihrer gefeierten Gruppenporträts offenbaren erst im Extremformat ihre wahre Brillanz. Leibovitz’ Fotografien sind intim und ikonisch zugleich, stilistisch variabel und tragen doch alle unverkennbar ihre Handschrift. Oft wird sie, vor allem von jüngeren Kollegen, imitiert, einen echten Leibovitz erkennt man aber sofort.

Den zeitlichen Rahmen der Sammlung geben bereits die ersten beiden symbolträchtigen Bilder vor: jener Schwarzweiß-Aufnahme, auf der Richard Nixons Hubschrauber 1974 auf Nimmerwiedersehen vom Rasen des Weißen Hauses abhebt, und dem farbenprächtigen Porträt von Queen Elizabeth II., aufgenommen 2007 im Buckingham Palace. Dazwischen entfaltet sich ein Werk, das einem Familienalbum der Mächtigen und Prominenten unserer Epoche gleicht, mit glamourös in Szene gesetzten Schauspielern, Tänzern, Musikern, bildenden Künstlern, Schriftstellern, Sportlern und Wirtschaftsbossen. Ein Begleitband enthält Essays von Annie Leibovitz, Graydon Carter, Paul Roth und Hans Ulrich Obrist, sowie kurze Erläuterungen zu jeder der über 250 Fotografien.

Die Collector’s Edition gibt es in vier verschiedenen Cover-Varianten:

    Whoopi Goldberg, Berkeley, California, 1984
    Keith Haring, New York City, 1986
    David Byrne, Los Angeles, 1986
    Patti Smith, New Orleans, Louisiana, 1978

Limitiert auf insgesamt 10.000 signierte und nummerierte Exemplare, mit einem von Marc Newson entworfenen Buchständer sowie einem umfassenden Begleitbuch. Erhältlich als Art Edition (Nr. 1 bis 1.000) mit einem von Annie Leibovitz signierten Fine Art Print und einem Satz aller vier Schutzumschläge sowie als Collector’s Edition (Nr. 1.001 bis 10.000).

Die Fotografin:
Annie Leibovitz ist seit 40 Jahren als Fotografin aktiv. Sie war Cheffotografin für Rolling Stone und gehörte zu den ersten Fotografen der wiederbelebten Vanity Fair. Neben ihrer redaktionellen Tätigkeit bei Vanity Fair und später auch Vogue schuf sie mehrere preisgekrönte Anzeigenkampagnen. Leibovitz wurde von der Library of Congress, Washington, D.C., als Living Legend ausgezeichnet.

Die Autoren:
Steve Martin ist ein berühmter Komiker, Schauspieler, Schriftsteller und Musiker. 2010 veröffentlichte er den Roman An Object of Beauty.

Graydon Carter ist seit 1992 Herausgeber von Vanity Fair.

Hans Ulrich Obrist ist Co-Direktor für Ausstellungen und Programme sowie Direktor für Internationale Projekte an der Serpentine Gallery, London.

Paul Roth ist Direktor des Ryerson Image Center in Toronto.

Annie Leibovitz
Steve Martin, Graydon Carter, Hans Ulrich Obrist, Paul Roth
Hardcover (mit 6 Ausklappern), Textband und Buchständer, gestaltet von Marc Newson, 50 x 69 cm, 476 Seiten, € 2000



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