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01.09.2021

Schlechte Versorgung von Migräne Patient:Innen -

Digitale Gesundheitsanwendungen schaffen Abhilfe

Erstaunliche 15% der Weltbevölkerung leidet unter Migräne. An diese Zahlen schließt eine große Dunkelziffer an, denn aufgrund der Komplexität der Erkrankung erhalten Betroffene von Kopfschmerzkrankheiten oft keine richtige Diagnose und damit auch keine effektive Behandlung. Um mehr Aufmerksamkeit für Betroffene herzustellen, haben Selbsthilfegruppen, Schmerzforscher:innen und Ärzt:innen die Kopfschmerztage ins Leben gerufen - der Weltkopfschmerztag findet am 5. September, der europäische Kopfschmerztag am 12. September statt.

Die Kopfschmerztage rücken die bestehenden Probleme bei der Diagnose, Behandlung und Versorgung von Patient:innen mit Migräne- und Kopfschmerzerkrankungen ins Rampenlicht. Um ihre Symptome zu lindern, greifen Betroffene nach jedem Strohhalm, der Hilfe verspricht. Leider scheitert das Gesundheitssystem oft daran, Menschen mit Migräne gut zu versorgen. Hausärzt:innen fehlt häufig Zeit, Kopfschmerz- und Schmerzspezialist:innen sind selten und Plätze in Schmerzkliniken sind erst nach langem Warten verfügbar.

Seit ein paar Jahren kommt ein weiteres Problem hinzu: Der zunehmende Ärztemangel, besonders in ländlichen Regionen. Bereits 2018 hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KVB) gewarnt: „Derzeit fehlen in Praxen und Krankenhäusern schon insgesamt 10.000 Ärzte in Deutschland. Das entspricht einem kompletten Studienjahrgang." Bis 2030 soll die Hälfte aller deutschen Hausärzt:innen in Rente gehen. Kleine Budgets, viele Überstunden und Notdienste machen einen Praxissitz auf dem Land nicht attraktiv. Chronisch Kranke wie Migräne-Betroffene verlieren so die regelmäßige Betreuung, die sie brauchen. In solchen Fällen können digitale Interventionen Abhilfe schaffen.

Seit diesem Jahr leisten digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) erstmals einen Beitrag dazu, die medizinische Versorgung von Migräne-Patient:innen zu verbessern. Die Medizin-App M-sense Migräne ist bisher die einzige DiGA gegen Migräne. Sie wurde vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geprüft und ist seit Beginn des Jahres als “App auf Rezept” erhältlich. Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen können die App budgetneutral auf Rezept verschreiben und ärztliche Leistungen abrechnen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen 100% der Kosten.

“Neben den neuen Medikamenten gegen Migräne, die zum Glück auch weltweit zugelassen wurden, kann nun in Deutschland sogar eine digitale Therapie von Ärzt:innen verschrieben werden. Die Versorgungslage verbessert sich endlich!” sagt Markus Dahlem, Migräneforscher und CEO des Migräne-Startups Newsenselab.

Die digitale Therapie der DiGA bietet Hilfe zur Selbsthilfe: Betroffene identifizieren ihre individuellen Trigger, überwachen Häufigkeit und Stärke ihrer Migräne-Attacken, und notieren ihre Symptome. Sie nutzen Behavior Change Techniques und personalisierte Wissenslektionen, um ihren Lebensstil an die Erkrankung anzupassen. Klinische Studien haben bewiesen, dass aktive Verhaltensänderungen wie Entspannungsübungen und Ausdauersport die Häufigkeit und Intensität der wiederkehrenden Migräne-Attacken reduzieren. M-sense Migräne ist für ihre Nutzer:innen ein täglicher Begleiter zwischen den Arztbesuchen und für Ärzt:innen eine große Unterstützung in der Behandlung.

“M-Sense hilft meinen Patient:innen, ihre Migräne wortwörtlich „besser in Griff“ zu bekommen: das einfache und niederschwellige Handling der App führt zu einer guten Nutzung und mit den gewonnen Informationen erhalten die Nutzer:innen die Möglichkeit, ihr Leiden selbstständig und nachhaltiger anzupacken,” erklärt Wolfram von Pannwitz, Arzt in der Neurologie Berlin.

Denn ersetzen kann und will die DiGA die ärztliche Behandlung nicht - vielmehr unterstützt sie das Zusammenspiel zwischen Patient:in und Ärzt:in. So wertet die App automatisch einzelne Attacken aus, unterscheidet zwischen Migräne mit oder ohne Aura, menstrueller Migräne oder Spannungskopfschmerzen, und hilft bei Diagnosefindung und Therapie. Zudem bietet sie einen klaren Überblick über Medikamenteneinnahme und -wirksamkeit, und berechnet den individuellen Schwellenwert der Nutzer:innen, um einen Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz zu vermeiden.

Eine digitale Gesundheitsanwendung überbrückt die Lücken in der Versorgung von Patient:innen durch die Unterstützung in der Umsetzung der mit den Ärzt:innen besprochenen Behandlung und durch die Erweiterung der Standardbehandlung um nicht-medikamentöse Therapiemethoden. Für Betroffene einer chronischen Krankheit wie Migräne ist diese permanente, motivierende Therapiebegleitung und ein grundlegendes Verständnis der Zusammenhänge von Lebensstil und Erkrankung extrem hilfreich. Schließlich begleitet Migräne die meisten Betroffenen ihr Leben lang.



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