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       31. Mai 2015

Stuttgart bekommt seinen künstlerischen Wasen zurück

Was der Cannstatter Wasen für die Volksfreunde ist, war die "Galerie am Jakobsbrunnen" für die Kulturlandschaft in Deutschland. Ohne geht es einfach nicht. Deshalb bekommen Bad Cannstatt, Deutschland und die Welt jetzt ihre Kunststätte zurück.

Am 1. Juni eröffnet sie unter dem neuen Namen „Galerie Wiedmann“, als Begegnungsstätte für Kunstschaffende, Kunstsammler und Kunstinteressierte. Möglich machen das unter anderem die Initiative Kulturnetz Bad Cannstatt in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum5 und Martin Wiedmann, dem Sohn des früheren Inhabers Willy Wiedmann.

In den sechziger Jahren rettete dieser das alte Bauernhaus aus dem 16. Jahrhundert in jahrelanger Eigenarbeit vor dem Zerfall und verwandelte es in eine Landmarke Bad Cannstatts. Das Ergebnis war so beeindruckend, dass die Kulisse sogar als Hintergrund für verschiedene Werbekampagnen diente.

Damals war die „Galerie am Jakobsbrunnen“ in vielen Dingen Vorreiter. Hier wurde Salvador Dalí zum ersten Mal dem Stuttgarter Publikum vorgestellt. Als erste in Europa gab sie dem Schwarzafrikaner Nkoane Harry Moyaga die Möglichkeit, seine Werke während der Apartheid auszustellen.

Außerdem war sie Geburtshaus der längsten gemalten Bibel der Welt: Der „Wiedmann Bibel“. Aufgrund seines fortgeschrittenen Alters konnte Willy Wiedmann die Galerie allerdings irgendwann nicht mehr weiterführen und musste sie letztendlich schließen. Dadurch ging nicht nur Bad Cannstatt, sondern auch Deutschland ein wichtiges Stück Kulturgut verloren. Bis Wiedmann 2013 im Alter von 84 Jahren starb, lebte er noch weiter in dem Haus.

Anlässlich des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Stuttgart werden ab dem 1. Juni hier zunächst Werke von Willy Wiedmann gezeigt. Er war nicht nur der ehemalige Eigentümer der Galerie, sondern auch der Urheber der längsten gemalten Bibel der Welt, der „Wiedmann Bibel“ und Erfinder der „Polykonmalerei“. Das Multitalent war ebenso vielfältig wie originell. Unter anderem als Willy Wiedmann, Emilio Gräsli, Theodor Abtsfeld, George Yugone Allan Doe und Eugen von Engelsbogen malte er 30.000 Bilder. Jedes Pseudonym hatte einen anderen Stil. Die Thematik ähnelte sich jedoch. Willy Wiedmann hatte sich stets kritisch mit den Menschen, der Welt, dem Universum und unserem Umgang mit dem uns Anvertrauten auseinandergesetzt.

Öffnungszeiten: Während des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2.-7.Juni täglich von 11 - 19 Uhr. Ab 8.Juni mittwochs 10:00-18:00 Uhr, freitags 15:00-18:00 Uhr und samstags 11:00-16:00 Uhr. www.galeriewiedmann.de



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