Die zehn schönsten Radstrecken in Deutschland

… ausgewählt von den Urlaubspiraten

Mit dem Fahrrad die Heimat erkun­den: eine her­vor­ra­gende Kom­bi­na­tion für alle, die in ihrem Urlaub gerne aktiv sind und keine weit­en Flüge auf sich nehmen wollen. Egal ob sportlich oder entspan­nt, Rad­fahren zählt zu den beliebtesten Freizeitbeschäf­ti­gun­gen.

In ein­er aktuellen Umfrage unter 2.014 Nutzern des Reise­por­tals Urlaubspiraten.de sagten 44 Prozent der Freizeit­sportler, dass sie im Urlaub am lieb­sten auf dem Fahrrad unter­wegs sind. Gele­gen­heit­en dazu bietet Deutsch­land reich­lich: Kreuz und quer ziehen sich die Fahrrad­wege durch die Bun­desre­pub­lik und führen an den schön­sten Sehenswürdigkeit­en des Lan­des vor­bei. Für alle, die jet­zt Lust bekom­men haben, selb­st in die Ped­ale zu treten, haben die Reise­ex­perten der Urlaub­spi­rat­en die zehn schön­sten Fahrradrouten in Deutsch­land zusam­mengestellt.

Tipp 1: Der Elber­ad­weg

Die Elbe ist ein­er der bekan­ntesten und läng­sten Flüsse in Deutsch­land. Wer sich für den Elber­ad­weg entschei­det, kann sich auf eine Strecke von 860 Kilo­me­tern ein­stellen. Selb­stver­ständlich muss nie­mand die gesamte Strecke mit dem Rad fahren. Für alle, die es den­noch pro­bieren wollen, begin­nt der Weg in Schö­na in Sach­sen und endet in Cux­haven in Nieder­sach­sen. Die Route führt unter anderem an den UNESCO-Wel­terbestät­ten Dessau, Wit­ten­berg und Dres­den vor­bei sowie an kleinen wie großen Hans­es­tädten. Land­schaftlich beson­ders beein­druck­end sind die Säch­sis­che Schweiz und das Wat­ten­meer. Der Schwierigkeits­grad der Fahrradroute wird ins­ge­samt als leicht eingestuft.

Tipp 2: Der Mosel­rad­weg

Die Mosel­re­gion ist das älteste Weinan­bauge­bi­et Deutsch­lands und kann die steil­sten Wein­berge Europas aufweisen. Wer auf dem Mosel­rad­weg fährt, muss diese Hänge aber zum Glück nicht bezwin­gen. Die als leicht eingestufte Strecke ist rund 250 Kilo­me­ter lang und führt von Perl bis Koblenz. Die Route führt durch zahlre­iche kleine Winze­rortschaften, die mit Wein­verkos­tun­gen und defti­gen Mahlzeit­en auf hun­grige Rad­fahrer warten. Sehr empfehlenswert ist ein Abstech­er zu den imposan­ten Bur­gen Met­ter­nich und Eltz, die eben­falls auf der Strecke liegen.

Tipp 3: Der Donau­rad­weg

Der Donau­rad­weg gehört zu den beliebtesten Fer­n­rad­we­gen Europas. Rund 2.850 Kilo­me­ter fließt die Donau von ihrem Ursprung in Donaueschin­gen bis zu ihrer Mün­dung in das Schwarze Meer – und durch­fließt dabei zehn Staat­en. Inner­halb Deutsch­lands führt die Rad­strecke auf 600 Kilo­me­tern von Donaueschin­gen in Baden-Würt­tem­berg bis ins bay­erische Pas­sau und wird als leicht eingestuft. Durch das flache Ter­rain ist der Weg sehr fam­i­lien­fre­undlich. Faszinierende Naturschaus­piele lassen sich während ein­er Radreise ent­lang der Donau haut­nah miter­leben: Sei es im Natur­park Obere Donau oder am Blau­topf bei Blaubeuren mit seinem unglaublich blauen Wass­er. Wer möchte, kann von Pas­sau aus direkt weit­er nach Wien fahren und in der Haupt­stadt Öster­re­ichs ein paar erhol­same Tage ver­brin­gen.

Tipp 4: Der Main­rad­weg

Der knapp 600 Kilo­me­ter lange Main-Rad­weg begin­nt an den Quellen des Weißen und des Roten Mains in der Nähe Kulm­bachs in Ober­franken. In Mainz mün­det der Fluss in den Rhein. Auf der Route liegen sehenswerte Städte wie das unter­fränkische Aschaf­fen­burg, die alte Bischof­sstadt Würzburg, die Bier­stadt Bam­berg und die Heimat der Wag­n­er-Fest­spiele Bayreuth. Auch land­schaftlich bietet der Main­rad­weg viel Abwech­slung, denn seine Strecke führt unter anderem durch die roman­tis­che Fränkische Schweiz, das ursprüngliche Fichtel­ge­birge, den idyl­lis­chen Franken­wald und das Fränkische Wein­land.

Tipp 5: Der Berlin-Use­dom-Rad­weg

Von der Haupt­stadt an die Küste: Auf dem Berlin-Use­dom Rad­weg ist das möglich. Mit ein­er Länge von 350 Kilo­me­tern ist er zwar recht über­schaubar, dafür wird sein Schwierigkeits­grad als mit­telschw­er eingestuft. Der Weg führt durch weite Wiesen, aus­gedehnte Waldge­bi­ete und durch zahlre­iche his­torische Orte mit alten Kirchen. Erhol­ung bieten die glasklaren Seen der Meck­len­bur­gis­chen Seen­plat­te und die Kaiser­bäder Her­ings­dorf, Ahlbeck und Bansin. Ein weit­eres High­light ist das Stet­tin­er Haff mit seinen Fis­cherdör­fern und Sand­strän­den.

Tipp 6: Der Iron Cur­tain Trail

Der Iron Cur­tain Trail, auch Eis­ern­er-Vorhang-Route, ist ein europäis­ch­er Rad­fer­n­weg. Er führt über cir­ca 7.650 Kilo­me­ter von der Bar­entssee in Nor­we­gen bis an das Schwarze Meer in Bul­gar­ien. Die Strecke führt dabei durch 20 Län­der und passiert 14 Wel­terbestät­ten der UNESCO. Auf dem deutschen Teil der Strecke ver­läuft die Route zunächst ent­lang der Ost­seeküste bis kurz vor Travemünde und fol­gt dann auf 1.129 Kilo­me­tern dem nationalen Rad­weg „Grünes Band Deutsch­land” bis zur Gren­ze nach Tschechien. Ent­lang des ehe­ma­li­gen „Eis­er­nen Vorhangs“ ist nicht nur eine Kette von beson­deren Naturschutzräu­men ent­standen, son­dern auch ein lebendi­ges Mah­n­mal zur Teilung Europas und Deutsch­lands.

Tipp 7: Der Bodensee-Königsee-Rad­weg

Der Bodensee-Königssee-Rad­weg verbindet die Städte Lin­dau am Bodensee und Bercht­es­gaden. Der wohl schön­ste Rad­weg Bay­erns führt auf rund 420 Kilo­me­tern quer durch das hügelige Voralpen­land und bietet ständig neue reizvolle Blicke auf Alpen, idyl­lis­che Seen und Wälder. Die Strecke führt vor­bei an den bekan­nten Orten Füssen, Ober­am­mer­gau, Mur­nau am Staffelsee, Kochel am See, Bad Tölz, Bad Heil­brunn und Bad Reichen­hall. Wegen sein­er hügeli­gen Abschnitte wird der Bodensee-Königssee-Rad­weg als schw­er eingestuft und ist für eher erfahrene Radler und E‑Biker zu empfehlen.

Tipp 8: Die Deutsche Fußball-Route durch Nor­drhein-West­falen

Nicht nur für Fußball-Fans bietet die deutsche Fußball-Route eine span­nende Abwech­slung. Sie verbindet auf ein­er Länge von 825 Kilo­me­tern 15 Städte, deren Tra­di­tionsvere­ine nationale und inter­na­tionale Bekan­ntheit erlangt haben. Sie führt von Aachen über das Rhein­land, den Nieder­rhein, das Ruhrge­bi­et und das Mün­ster­land nach Biele­feld. Neben bekan­nten Sta­di­en und Fußball-Kult­stät­ten führt die Route unter anderem vor­bei am Köl­ner Dom, der Zeche Zol­lvere­in in Essen und der Wup­per­taler Schwe­be­bahn. Damit bietet die Strecke neben abwech­slungsre­ichen Land­schaften auch ein span­nen­des Kul­tur­pro­gramm.

Tipp 9: Der Kocher-Jagst-Rad­weg

Der Kocher-Jagst-Rad­weg ist ein rund 333 Kilo­me­ter langer Rad­weg, der an den Flüssen Kocher und Jagst in Baden-Würt­tem­berg ent­langführt. Die bei­den Flüsse sind dabei jew­eils nur wenige Kilo­me­ter voneinan­der ent­fer­nt. Die Strecke gilt als mit­telschw­er und führt von Aalen bis nach Bad Friedrichshall. Zu den Sehenswürdigkeit­en ent­lang der Route zählen der Gren­zwall Limes und etliche Bur­gen und Schlöss­er, die sich auf der Ostalb sowie im Hohen­lo­her Land besichti­gen lassen. Wer Entspan­nung sucht, find­et diese in den zahlre­ichen Sole­quellen und Ther­men, die eben­falls ent­lang der Strecke gele­gen sind.

Tipp 10: Der Weser-Harz-Hei­de-Weg

Der Weser-Harz-Hei­de-Rad­weg zeigt die große Vielfalt Nieder­sach­sens. Auf rund 400 Kilo­me­tern Gesamt­strecke führt er von der Weser durch den Harz und die Hei­de bis nach Lüneb­urg. Im Harz haben Radler einige län­gere Stei­gun­gen zu bewälti­gen, weshalb diese Tour zu den anspruchsvoll­sten Rad­we­gen in Deutsch­land zählt. Auf­grund der früheren Lage als „Zonen­randge­bi­et” führt die Strecke durch eher wenig besiedelte Regio­nen in Nieder­sach­sen und bietet damit viel unberührte Natur.

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