Truly Naked

Coming of Age-Drama | Kinostart Juni 2026

Alec (Caolán O’Gorman), ein san­ft­mütiger und intro­vertiert­er Teenag­er, hat das Leben stets durch die Brille der Pornofilm­pro­duk­tion betra­chtet, die er gemein­sam mit seinem Vater Dylan (Andrew Howard) von zu Hause aus betreibt. Er dreht und schnei­det die Filme, in denen sein Vater die Haup­trol­le spielt. Als die bei­den auf­grund ihrer prekären finanziellen Lage von Lon­don in eine ver­schlafene Küsten­stadt ziehen, hofft Alec auf einen Neuan­fang und ver­sucht, Fre­unde zu find­en, ohne seinen unkon­ven­tionellen Leben­sall­t­ag preiszugeben.

Alles ändert sich, als er bei einem Schul­pro­jekt die unab­hängige Nina (Safiya Benad­di) ken­nen­lernt, die ihm einen neuen Blick­winkel auf die Welt ver­mit­telt. Je enger das Band zwis­chen ihnen wird, desto mehr erfährt Alec eine Nähe und Ver­let­zlichkeit, die es vor der Kam­era nicht gibt – und begreift allmäh­lich, was es eigentlich bedeutet, wirk­lich nackt zu sein und gese­hen zu wer­den.

 

 

Was mit ein­er schulis­chen Pro­jek­tar­beit begin­nt, entwick­elt sich zu ein­er zarten und herz­er­wär­menden Erzäh­lung über die Ent­deck­ung echter Intim­ität in ein­er Zeit der ubiq­ui­tären Ver­füg­barkeit pornografis­ch­er Bilder. Das mutige Lang­filmde­büt der in den Nieder­lan­den aufgewach­se­nen Regis­seurin und Drehbuchau­torin Muriel d’Ansembourg feierte seine Pre­miere auf der 76. Berli­nale in der Sek­tion Per­spec­tives. Die bei­den New­com­er Caolán O’Gorman und Safiya Benad­di liefern beachtliche Dar­bi­etun­gen an der Seite von Andrew Howard („Tenet“) als Dylan und Erotik­darstel­lerin Alessa Sav­age als dessen Dreh­part­ner­in Lizzie.

 

Video: Isabel­la Films / Prime Time BVBA / Ciné­ma Defac­to / cape­light pic­tures
Artikelfo­to: Myrthe Moster­man