Was tun wir. Bilder in Zeiten zerfallender Gewißheiten

Ausstellung vom 29. August bis 8. November 2026  im Kunsthaus Dresden

Die in anderthalb Jahren gemein­samer Entwick­lungsar­beit ent­standene Ausstel­lung “Was tun wir. Bilder in Zeit­en zer­fal­l­en­der Gewißheit­en” zeigt vom 29. August bis 8. Novem­ber 2026 im Kun­sthaus Dres­den neue Werk­se­rien von 25 Mit­gliedern des renom­mierten Fotograf*innen-Kollektivs Ostkreuz in Kom­bi­na­tion mit aus­gewählten his­torischen Arbeit­en, die unmit­tel­bar vor und nach der Wende ent­standen sind.

Welche Ver­ant­wor­tung tra­gen Fotograf*innen heute, mit welchen Bildern kön­nen radikale gesellschaftliche Trans­for­ma­tio­nen, (geo)politische Machtver­schiebun­gen und fortschre­i­t­ende ökol­o­gis­che Verän­derun­gen sicht­bar gemacht wer­den?

Die aktuellen Fotografien wie auch für den Ort entwick­el­ten Instal­la­tio­nen und Video­pro­jek­tio­nen stellen Fra­gen nach der Rolle zeit­genös­sis­ch­er Fotografie in unser­er Gesellschaft in Zeit­en, in denen sich Pro­duk­tions­be­din­gun­gen unaufhalt­bar verän­dern und an den Fun­da­menten jen­er Fotografie rüt­teln, die OSTKREUZ nach dem Fall der Mauer bekan­nt gemacht haben: Teil­nehmende Beobach­tun­gen des Zeit­geschehens, die eine Brücke zwis­chen doku­men­tarisch­er Verpflich­tung und kün­st­lerischem Aus­druck schla­gen, und ein dis­tanziert­er Blick auf die Macht. Und doch waren es ger­ade diese Werk­se­rien, die inmit­ten der radikalen his­torischen Umbrüche der 1990er Jahre Empathie und Ein­sicht­en in Entwick­lung­sprozesse und Lebenswel­ten ermöglicht­en.

In Zeit­en zer­fal­l­en­der Gewis­sheit­en zeigt die Ausstel­lung “Was tun wir” in der his­torischen Dres­d­ner robot­ron-Kan­tine – noch vor der anste­hen­den Sanierung des Gebäudes – Erfahrung­shor­i­zonte und Bilder von Ende und Neuan­fang, Krieg, aber auch von Sol­i­dar­ität und Zusam­men­halt, wie auch von grundle­gen­den Umbrüchen von Lebens­be­din­gun­gen und den unglaublichen Kraftanstren­gun­gen sowie der wieder­holten Suche nach Heimat und Iden­ti­fika­tion, die es benötigt, um eine pos­i­tive Entwick­lung zu bewirken, die manch­mal im Nichts anfängt.

Gefördert durch die Kul­turs­tiftung des Freis­taates Sach­sen, Euro­pean Cul­tur­al Foun­da­tion und das Stadt­bezirk­samt Alt­stadt. Mit weit­erem Der Dank für Unter­stützung geht an Hah­nemüh­le und die Kul­turs­tiftung Schloss Wiepers­dorf. Mit Arbeit­en von Sibylle Berge­mann, Jörg Brügge­mann, Emile Ducke, Tama­ra Eck­hardt, Espen Eich­höfer, Sibylle Fendt, Johan­na Maria Fritz, Lea Greub, Annette Hauschild, Har­ald Hauswald, Hein­rich Holt­greve, Elliott Kreyen­berg, Tobias Kruse, Ute Mahler, Wern­er Mahler, Daw­in Meck­el, Thomas Mey­er, Jordis Anto­nia Schlöss­er, Ina Schoe­nen­burg, Anne Schön­hart­ing / Linn Schröder, Stephanie Steinkopf, Hein­rich Völkel, Mau­rice Weiss, Sebas­t­ian Wells & Lud­wig Schirmer, Paula Win­kler

 


Was tun wir. Bilder in Zeit­en zer­fal­l­en­der Gewißheit­en
Eine Ausstel­lung zur Rolle zeit­genös­sis­ch­er Fotografie
in Zusam­me­nar­beit mit den Fotograf*innen der Agen­tur OSTKREUZ
vom 29. August bis 8. Novem­ber 2026 in der robot­ron-Kan­tine Dres­den.
Kun­sthaus Dres­den / robot­ron-Kan­tine
Städtis­che Galerie für Gegen­wart­skun­st
Lingn­er­allee 3, 01069 Dres­den
www.kunsthausdresden.de



Foto: Lud­wig Schirmer, aus der Serie „Ein Dorf“, Kirmes-Tanz Mitte der 1950er Jahre in Berka an der Wip­per,  © Nach­lass Lud­wig Schirmer