Sophie testet Muskeltraining für Astronauten

ESA-Astronautin Sophie Adenot testet Sysem EasyMotion‑2 im All

Sophie Ade­not, wurde 1982 in Frankre­ich geboren und ist eine erfahrene Hub­schrauber­pi­lotin der franzö­sis­chen Luft­waffe und Luft­fahrtin­ge­nieurin. Seit Novem­ber 2022 gehört sie dem Europäis­chen Astro­naut­enko­rps an. Ihre Grun­daus­bil­dung schloss sie im April 2024 ab; einen Monat später wurde sie für ihre erste ISS-Mis­sion aus­gewählt. Nun set­zt sie EasyMotion‑2 im Rah­men ihrer Mis­sion auf der ISS ein. Ziel des Ver­such­es ist es, Mit­tel und Wege zu find­en, dem Muskelschwund im Wel­traum zu begeg­nen.

ESA-Astro­nautin Sophie Ade­not führt während ihrer Mis­sion das wis­senschaftliche Exper­i­ment „EasyMotion‑2“ auf der Inter­na­tionalen Raum­sta­tion (ISS) durch. Damit ist Easy­Mo­tion­Skin bere­its zum zweit­en Mal Teil ein­er Langzeit­mis­sion zur ISS. Denn im Weltall führt die fehlende Schw­erkraft zu einem schnellen Abbau von Muskel­masse und Muskelkraft, beson­ders in den Beinen und im Rumpf. Alle Astro­naut­en müssen dage­gen ankämpfen. Mit der EMS (Elek­trische Muskel­stim­u­la­tion oder Elek­tromyos­tim­u­la­tion) wird elek­trische Impulse über Elek­tro­den auf der Haut an die Musku­latur weit­ergeleit­et, um diese von außen zu Kon­trak­tio­nen anzure­gen.

Bewährte Technologie – auf der Erde und im All

Easy­Mo­tion­Skin kam bere­its während der ESA-Mis­sion „Cos­mic Kiss“ (2021–2022) erfol­gre­ich mit dem Astro­naut­en Matthias Mau­r­er auf der ISS zum Ein­satz. Das Sys­tem soll Astro­nautin­nen und Astro­naut­en dabei unter­stützen, Muskel- und Knochen­ab­bau ent­ge­gen­zuwirken, die in der Schw­erelosigkeit auftreten. Das Exper­i­ment der Deutschen Raum­fahrta­gen­tur im DLR wird unter der wis­senschaftlichen Leitung von Pro­fes­sor Blot­tner vom Zen­trum für Wel­traummedi­zin und Extreme Umwel­ten der Char­ité – Uni­ver­sitätsmedi­zin Berlin durchge­führt und vom Europäis­chen Astro­naut­en­zen­trum (EAC) der ESA unter­stützt.

Das Train­ing mit elek­trisch­er Muskel­stim­u­la­tion (EMS) ergänzt das tägliche Train­ing­spro­gramm im All und liefert zugle­ich Dat­en für die Weit­er­en­twick­lung mod­ern­er Trainings‑, Ther­a­pie- und Präven­tion­skonzepte auf der Erde – von der Wel­traummedi­zin über Reha­bil­i­ta­tion bis hin zur Präven­tion alters­be­d­ingter Verän­derun­gen.

Julia Weis, LEO & Sub­or­bital Util­i­sa­tion Team Leader bei der ESA: „Es ist bemerkenswert zu sehen, welche bedeu­ten­den Fortschritte die Entwick­lung­steams seit der ersten Mis­sion bei der Opti­mierung des Anzugkonzepts für den Ein­satz auf der Raum­sta­tion erzielt haben. Ich freue mich sehr, dass wir EasyMotion‑2 nun gemein­sam mit Sophie Ade­not weit­er­führen kön­nen.

Vom Start-up zum Weltraumpionier

In nur weni­gen Jahren hat sich Easy­Mo­tion­Skin von einem visionären Start-up, gegrün­det von Prof. Dr. Dirk Fritsche, zu einem Unternehmen entwick­elt, das als Teil der milon group die EMS-Tech­nolo­gie inter­na­tion­al mit­prägt. Heute ste­ht Easy­Mo­tion­Skin für eine wis­senschaftlich erprobte Tech­nolo­gie, die ihre Leis­tungs­fähigkeit unter den beson­deren Bedin­gun­gen im Wel­traum unter Beweis stellt und zugle­ich für Train­ing, Präven­tion und gesund­heitliche Anwen­dun­gen auf der Erde entwick­elt und einge­set­zt wird.

Chris­t­ian Jäger, Unternehmer und Investor: „Von Seefeld bis ins All – unsere Tech­nolo­gie zeigt ihre Stärke dort, wo höch­ste Anforderun­gen gel­ten. Easy­Mo­tion­Skin soll Men­schen dabei unter­stützen, effizient zu trainieren, ihre kör­per­liche Leis­tungs­fähigkeit zu erhal­ten und etwas für ihre Gesund­heit und ihr Wohlbefind­en zu tun. Die Erken­nt­nisse aus dem Ein­satz unter Extrem­be­din­gun­gen kön­nen dazu beitra­gen, die Tech­nolo­gie weit­erzuen­twick­eln und damit auch vie­len Men­schen auf der Erde zugutekom­men.

 

Foto: ESA/NASA