AKI INOMATA „MIT-WERDEN“

30. April – 1. November 2026 | Kunstmuseum Bonn

Das Kun­st­mu­se­um Bonn zeigt vom 30. April bis 1. Novem­ber 2026 Werke der japanis­chen Kün­st­lerin AKI INOMATA.  INOMATA (*1983 Tokio, lebt und arbeit­et in Tokio) ver­ste­ht ihre Werke als Brücke des Mit-Wer­dens zwis­chen Men­schen und anderen Lebe­we­sen. Dazu kooperiert sie mit ver­schiede­nen nicht-men­schlichen Organ­is­men.

Nach Ausstel­lun­gen im MoMA, New York, dem Musée d’arts de Nantes und dem Nation­al Muse­um of Mod­ern Art, Kyoto, wer­den INOMATAS Arbeit­en nun erst­mals in einem Muse­um in Deutsch­land präsen­tiert. Dafür wird die Kün­st­lerin mit drei Werk­se­rien aus den ver­gan­genen Jahren einen Samm­lungsraum des Kun­st­mu­se­ums bespie­len:

In ihrer 2009 begonnenen Serie Why Not Hand Over a “Shel­ter” to Her­mit Crabs? bietet die Kün­st­lerin Ein­siedlerkreb­sen 3D-gedruck­te Sch­neck­en­häuser an, auf deren Ober­seite sie Gebäude ver­schieden­ster Städte ergänzt. Sie erin­nert uns mit dieser Serie nicht nur an die Verbindung und das Mit-Wer­den von Men­sch, Tier und Tech­nolo­gie, son­dern stellt auch Fra­gen nach Umweltverän­derun­gen, der Bedeu­tung von Heimat und Nation­al­ität sowie den Fol­gen von Vertrei­bung und Flucht.

Für die Videoar­beit Think Evo­lu­tion #1: Kiku-ishi (Ammonite) (2016–2017) rekon­stru­ierte INOMATA, basierend auf Fos­silien, die Schale eines Ammoniten. Diese Tiere star­ben etwa zeit­gle­ich mit den Dinosauri­ern aus und sind eng mit heuti­gen Tin­ten­fis­chen ver­wandt. Durch die filmisch fest­ge­hal­tene Begeg­nung eines Krak­en mit der 3D-gedruck­ten Nach­bil­dung der Ammoniten­schale ini­ti­iert INOMATA einen Dia­log, der Mil­lio­nen Jahre evo­lu­tionär­er Entwick­lung überspan­nt und gle­ichzeit­ig hochak­tuelle tech­nol­o­gis­che Ver­fahren ein­bezieht.

Für Mem­o­ry of Cur­ren­cy (2021–2025) macht sich die Kün­st­lerin die Schutzreak­tion von Per­laustern zunutze. Fremd­kör­p­er in ihrem Inneren umschließen diese mit Perl­mutt, wodurch Perlen entste­hen. Muscheln und Perlen wur­den an vie­len Orten der Welt als frühe Währungs­form genutzt. INOMATA set­zt in die Muscheln Kon­ter­feis von Per­so­n­en ein, die auf Geld­scheinen weltweit abge­bildet sind oder waren. Die Muschel umschließt diese und erin­nert so an die para­doxe Verbindung von Ware­naus­tausch, Geld und Natur.

Gefördert durch die metis Stiftung zur Förderung der Natur­wis­senschaften und der bilden­den Kün­ste und MAHO KUBOTA GALLERY. Kura­tor der Ausstel­lung ist Tiz­ian Holzbach.

 


KUNSTMUSEUM BONN
Hel­mut-Kohl-Allee 2
D ‑53113 Bonn
T +49 (0)2 28–77 6209  F ‑6206
www.kunstmuseum-bonn.de


 

Bild­nach­weis: AKI INOMATA, Why not hand over a shel­ter to her­mit crabs, 2014–15