Die Welt braucht Wissenschaft — und die Wissenschaft braucht Frauen

Deutscher L’Oréal UNESCO Förderpreis “For Women in Science” 2026 | Vier Wissenschaftlerinnen für exzellente Forschung ausgezeichnet

“Die Welt braucht Wis­senschaft — und die Wis­senschaft braucht Frauen.” Mit dieser Botschaft haben L’Oréal, die Deutsche UNESCO-Kom­mis­sion und das Deutsche Hum­boldt-Net­zw­erk am 16. Sep­tem­ber 2026 vier her­aus­ra­gende Nach­wuchs­forscherin­nen mit dem L’Oréal UNESCO “For Women in Science”-Förderpreis aus­geze­ich­net. Rund 150 Gäste aus Kul­tur, Wis­senschaft, Poli­tik, Wirtschaft und Gesellschaft fol­gten der Ein­ladung in das Schaus­piel­haus D´Haus in Düs­sel­dorf. Durch den Abend führte TV-Mod­er­a­torin Ara­bel­la Kies­bauer.

“For Women in Sci­ence” ist Teil eines renom­mierten glob­alen Pro­gramms, das 1998 von der L’Oréal Stiftung und der UNESCO ins Leben gerufen wurde und seit 2007 auch in Deutsch­land etabliert ist. Weltweit sind bere­its mehr als 4.700 Wis­senschaft­lerin­nen mit dem Preis aus­geze­ich­net wor­den, unter ihnen auch sieben spätere Nobel­preisträgerin­nen. wie Katal­in Karikó (COVID-Impf­stoffe) oder Emmanuelle Char­p­en­tier, (CRISPR “Genscheren”-Technologie). Im Juni 2025 wurde die Quan­ten­physik­erin Prof. Dr. Clau­dia Felser als dritte Deutsche mit dem weltweit­en Preis aus­geze­ich­net.

Die Preisträgerinnen 2026 im Überblick

Den mit jew­eils 25.000 Euro dotierten Förder­preis, der in Deutsch­land bere­its an mehr als 50 Nach­wuchs-Wis­senschaft­lerin­nen ver­liehen wurde, erhiel­ten in diesem Jahr:

  • Dr. Buse Aktas (Max-Planck-Insti­tut für Intel­li­gente Sys­teme, Stuttgart)
  • Dr. Dorit Brix­ius (Tech­nis­che Uni­ver­sität Dres­den)
  • Dr. Man­si Singh (Katholis­che Uni­ver­sität Eich­stätt-Ingol­stadt)
  • Dr. Anna Zie­le­niews­ka (Tech­nis­che Uni­ver­sität München, TUM Cam­pus Straub­ing)

Neben zahlre­ichen Gästen aus Wis­senschaft, Wirtschaft und Medi­en besucht­en in diesem Jahr unter anderem Mod­edesign­er Gui­do Maria Kretschmer, Kar­riere-Men­torin und “Machtgebiete”-Autorin Christi­na Son­theim-Lev­en sowie Zukun­fts­forscherin Prof. Anabel Ternès von Hat­tburg das Event.

Exzellenz und Chancengleichheit in der Wissenschaft stärken

Im europäis­chen Ver­gle­ich ist der Frauenan­teil in der Wis­senschaft hierzu­lande weit­er ein­er der niedrig­sten und liegt, laut Zahlen des Sta­tis­tis­chen Bun­de­samtes, bei unter 30 Prozent. An diesem Ver­hält­nis der Geschlechter hat sich im ver­gan­genen Jahrzehnt zwar viel verbessert, die Sit­u­a­tion kann jedoch nicht so bleiben. Das “For Women in Science”-Programm set­zt genau hier an, indem es Nach­wuchs­forscherin­nen in der Wis­senschaft an ein­er Schlüs­sel­stelle der Kar­riere unter­stützt, ihre Sicht­barkeit steigert und auf fortbeste­hende struk­turelle Ungle­ich­heit­en hin­weist. Durch finanzielle Förderung und inter­na­tionales Net­zw­erk erhal­ten die Preisträgerin­nen die Möglichkeit, ihre Forschung voranzutreiben und zugle­ich zu Vor­bildern für die näch­ste Gen­er­a­tion von Wis­senschaft­lerin­nen zu wer­den.

Jean-Christophe Letel­li­er, CEO L’Oréal DACH erk­lärt: “Wis­senschaft ist seit der Grün­dung von L’Oréal im Jahr 1909 fest in unser­er DNA ver­ankert. Wir sind stolz darauf, auch in diesem Jahr wieder her­aus­ra­gende Nach­wuchs­forscherin­nen mit dem ‘For Women in Science’-Förderpreis auszuze­ich­nen und diese Tra­di­tion an unserem deutschen Heimat­stan­dort in Düs­sel­dorf fortzuführen. Die diesjähri­gen Preisträgerin­nen bere­ich­ern die natur­wis­senschaftliche Forschung maßge­blich und sind wichtige Vor­bilder für die näch­ste Gen­er­a­tion. Wir sind überzeugt: Starke weib­liche Vor­bilder sind unverzicht­bar für eine zukun­fts­fähige Wis­senschaft.”

L’Oréal investiert als weltweit führen­des Kos­metikun­ternehmen jährlich 1.3 Mil­liarde Euro in die Forschung und beschäftigt in seinen Laboren weltweit rund 4.000 Mitar­bei­t­ende, mehr als 60 Prozent Frauen. “Frauen wer­den weltweit benachteiligt, auch in den Arbeits­feldern der UNESCO, in Bil­dung, Wis­senschaft, Kul­tur und Kom­mu­nika­tion” ergänzt Prof. Dr. Maria Böh­mer, Präsi­dentin der Deutschen UNESCO-Kom­mis­sion. “Die UNESCO arbeit­et inten­siv an ihrer Gle­ich­stel­lung, an Chan­cen­gerechtigkeit und am Abbau von Hür­den. Ger­ade in Deutsch­land führt die Fam­i­lien­grün­dung zu oft zum Abbruch vielver­sprechen­der Kar­ri­eren in der Forschung. Die vier diesjähri­gen Preisträgerin­nen von ‘For Women in Sci­ence’ haben viel gemein­sam: Sie sind zum Beispiel alle nach Deutsch­land für die Forschung gekom­men und sie sind Müt­ter. Wir unter­stützen sie dabei, dass sie ihr exzel­lentes wis­senschaftlich­es Poten­zial erfüllen.”

Prof. Dr. Elke Bogn­er, Vor­sitzende des Deutschen Hum­boldt-Net­zw­erk, fügt an: “Chan­cen­gle­ich­heit und Diver­sität in der Wis­senschaft sind uner­lässlich für wis­senschaftlichen Fortschritt. ‘For Women in Sci­ence’ set­zt ein wichtiges Zeichen gegen die Unter­repräsen­ta­tion von Frauen in der Forschung und trägt dazu bei, struk­turelle Hür­den abzubauen. Auf­grund der wirtschaftlichen Sit­u­a­tion ist das Wis­senschaftssys­tem mit seinen Förder­land­schaften von erhe­blichen Einsparun­gen betrof­fen, so dass eine Unter­stützung von Wis­senschaft­lerin­nen umso wichtiger ist. Das Deutsche Hum­boldt-Net­zw­erk ist der akademis­che Part­ner und nimmt in dieser Funk­tion die Auswahl der exzel­len­ten Nach­wuch­swis­senschaft­lerin­nen vor, die auch dieses Jahr wieder durch her­vor­ra­gende Forschung glänzen. Das Deutsche Hum­boldt-Net­zw­erk unter­stützt diese Mis­sion mit voller Überzeu­gung, denn nur eine vielfältige Wis­senschaft­s­land­schaft kann unsere glob­alen Her­aus­forderun­gen erfol­gre­ich meis­tern.”

“Wir Frauen müssen uns gegen­seit­ig den Rück­en stärken, sicht­bar­er wer­den auf unseren Kar­ri­erewe­gen und wir müssen kämpfen — am besten gemein­sam. Der Weg vor uns ist weit­er­hin lang: Es gibt immer noch zu wenig Frauen in der Forschung, und je höher es hin­aufge­ht, desto weniger wer­den es. Umso mehr grat­uliere ich den diesjähri­gen ‘For Women in Science’-Preisträgerinnen von ganzem Herzen zu dieser wichti­gen Ausze­ich­nung”, so Schirmher­rin Dorothee Bär, Bun­desmin­is­terin für Forschung, Tech­nolo­gie und Raum­fahrt der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land.

Über L’Oréal

Seit mehr als 115 Jahren ist L’Oréal ein weltweit führende Anbi­eter von Schön­heit­spro­duk­ten. Mit mehr als 90.000 Mitarbeiter:innen, ein­er aus­ge­wo­ge­nen geografis­chen Präsenz und Verkäufen über alle Ver­trieb­skanäle (E‑Commerce, Massen­markt, Kaufhäuser, Apotheken, Par­füme­rien, Friseur­sa­lons, Marken- und Reiseeinzel­han­del) hin­weg, hat die Gruppe im Jahr 2023 einen Umsatz von 41,18 Mil­liar­den Euro erwirtschaftet. Mit 20 Forschungszen­tren in 11 Län­dern weltweit und einem engagierten Forschungs- und Inno­va­tion­steam von über 4.000 Wissenschaftler:innen und 6.400 dig­i­tal­en Tal­en­ten arbeit­et L’Oréal daran, die Zukun­ft der Schön­heit aktiv mitzugestal­ten. In Deutsch­land ist L’Oréal Kos­metik­mark­t­führer. Die Gruppe ist hierzu­lande an vier Stan­dorten vertreten, darunter mit ein­er Fab­rik in Karl­sruhe. In Deutsch­land, Öster­re­ich und der Schweiz beschäftigt L’Oréal rund 3.000 Mitarbeiter:innen.

Über die Deutsche UNESCO-Kommission

Die UNESCO ist die UN-Organ­i­sa­tion für Bil­dung, Wis­senschaft und Kul­tur mit 194 Mit­glied­staat­en und Sitz in Paris. Die UNESCO set­zt sich nicht nur für die Bewahrung von beson­ders wertvollem Kul­turerbe ein, son­dern sie ist die glob­ale führende Organ­i­sa­tion bei der Förderung chan­cen­gerechter und hochw­er­tiger Bil­dung, von Presse­frei­heit und der Erforschung der plan­etaren Ressourcen. Seit Jahrzehn­ten engagiert sich die UNESCO als über­greifende Pri­or­ität für Chan­cen­gerechtigkeit und Gle­ich­stel­lung, da struk­turelle Benachteili­gun­gen für Frauen bere­its beim Zugang zu frühkindlich­er Bil­dung begin­nen.

Die Deutsche UNESCO-Kom­mis­sion ist für Deutsch­land die Schnittstelle zwis­chen Regierung, Zivilge­sellschaft und UNESCO in allen Arbeits­bere­ichen der UNESCO. Sie stellt sich­er, dass UNESCO-Völk­er­recht und UNESCO-Pro­gramme hierzu­lande best­mögliche Wirkung ent­fal­ten, und trägt dazu bei, dass die Inter­essen der Bun­desre­pub­lik erfol­gre­ich in der UNESCO einge­bracht wer­den.

 

Foto: L’ORÉAL Aus­tria, Ger­many, Switzer­land /L’Oréal