Diese sieben Sex-Geheimnisse behalten Liierte für sich

Studie

Der Sex mit der Ex war eigentlich bess­er, Solo-Sex manch­mal auch – und dann ist da noch die Sorge, dass der:die Partner:in vielle­icht sex­uell etwas nach­holen möchte. Sex­u­al­ität ist für Beziehun­gen sehr wichtig und zugle­ich ein sen­si­bles The­ma. Die bevölkerungsrepräsen­ta­tive ElitePart­ner-Studie 2024 hat knapp 4.000 Liierte dazu befragt und offen­bart über­raschende Beken­nt­nisse.

 

1. Nur jede:r Zweite hat aktuell den besten Sex

Die Vorgänger:innen  waren bess­er: Ger­ade ein­mal 48 Prozent der liierten Frauen und 51 Prozent der liierten Män­ner geben an, dass sie mit ihrem:r aktuellen Partner:in den besten Sex ihres Lebens haben. Jün­gere sind eher überzeugt von ihren aktuellen (Sex-)Partner:innen. Immer­hin 61 Prozent der Liierten zwis­chen 18 und 29 Jahren geben ihren Lieb­sten Best­noten im Bett. Mit zunehmen­dem Alter – und damit mehr Zeit für Erfahrun­gen – wird der Spitzen­platz zöger­lich­er beset­zt. Nur noch 42 Prozent der 60- bis 69-Jähri­gen sehen ihre:n aktuelle:n Partner:in sex­uell auf Platz 1.

 

2. Doppelt so viele Frauen wie Männer haben schon Lust vorgetäuscht

Dass es im Bett nicht immer per­fekt läuft, ist nor­mal – schließlich kön­nen Stress, Sor­gen oder gesund­heitliche Prob­leme dazwis­chenkom­men. Doch offen­bar sind Paare dies­bezüglich nicht immer ehrlich zueinan­der. 4 von 10 Frauen geben zu, dass sie in ihrer aktuellen Beziehung schon mehr Lust und Lei­den­schaft beim Sex vorgegeben haben, als sie eigentlich ver­spürten (40 Prozent). Män­ner tun das sel­tener – doch auch 21 Prozent von ihnen geste­hen, den Grad ihrer Erre­gung schon mal beschönigt zu haben.

 

3. Jede:r Vierte bevorzugt (manchmal) Solo-Sex

Vor­spiel, Stel­lungswech­sel, Kuscheln: Das volle Pro­gramm kann manch­mal anstren­gend sein – und ein Höhep­unkt ist nicht garantiert. Jede vierte Frau (25 Prozent) und jed­er vierte Mann (24 Prozent) haben deshalb manch­mal ein­fach mehr Lust auf Selb­st­be­friedi­gung als auf Sex mit dem:r Partner:in. Vor allem jün­gere Män­ner wählen gerne mal den effizien­ten Weg der Befriedi­gung (18–29 Jahre: 30 Prozent, 30–39 Jahre: 31 Prozent). Doch auch ihrem weib­lichen Pen­dant geht es so: 27 Prozent der Frauen zwis­chen 18 und 49 bevorzu­gen hin und wieder Solo-Sex.

 

4. Jeder vierte Mann hätte gern mehr sexuelle Erfahrung

4 von 10 Befragten sprechen offen über ihre sex­uellen Erfahrun­gen vor der aktuellen Beziehung (39 Prozent). Immer­hin. Was sie dabei häu­fig nicht ver­rat­en: Dass sie gerne mehr vorzuweisen hät­ten. Denn tat­säch­lich bedauert jed­er vierte Mann (24 Prozent), zu wenig ver­schiedene sex­uelle Erfahrun­gen im Leben gemacht zu haben. Bei den Frauen sind es mit 15 Prozent etwas weniger. Vor allem Män­ner unter 40 plagt der Gedanke, dass sie sich mehr hät­ten aus­pro­bieren sollen (18–29 Jahre: 31 Prozent, 30–39 Jahre: 29 Prozent).

 

5. Jede fünfte Frau und jeder zehnte Mann hätten lieber weniger Sex

Manchen Liierten ist es ein­fach zu viel: Sie wür­den, wenn es nur nach ihnen gin­ge, lieber sel­tener mit ihren Partner:innen ins Bett gehen. Frauen geht es etwas häu­figer so, hier ist sog­ar jed­er fün­ften das aktuelle Sex-Pen­sum zu hoch (19 Prozent). Doch auch 10 Prozent der Män­ner ist es zu viel Sex. Inter­es­sant: Vor allem in der Anfangsphase der Beziehung befind­en sich Män­ner im Sex-Stress. Jed­er vierte Mann, der zwis­chen 3 Monate und 1 Jahr in ein­er Beziehung ist, hätte lieber weniger davon (25 Prozent). Frauen wird es eher ab ein­er Beziehungs­dauer von 3 Jahren zu viel, ab diesem Zeit­punkt wäre jede fün­fte Frau auch mit weniger Sex zufrieden.

 

6. „Zu viele“ oder „zu wenige“ Sex-Partner:innen

Das Klis­chee, dass es Män­ner störe, wenn Frauen zu viele Sex-Partner:innen vor ihnen gehabt hät­ten, bestätigt sich heute zum Glück nicht mehr. Nur noch 12 Prozent der Män­ner geben zu, ins­ge­heim irri­tiert zu sein, dass ihr:e Partner:in bere­its viele sex­uelle Erfahrun­gen gesam­melt hat (Frauen: 8 Prozent). Vielmehr sorgt sog­ar das Gegen­teil, wenig sex­uelle Erfahrung, für Unsicher­heit: 16 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Män­ner sor­gen sich, dass ihr:e Partner:in sex­uell noch etwas nach­holen will – und wom­öglich nicht davor zurückschreckt, fremdzuge­hen oder die Beziehung zu been­den.

 

7. Lust-Verlust bei zu viel Nähe: für jede:n Siebte:n ein Problem

Home­of­fice, Pärchen­abend, Serien­marathon – wenn die Liebe groß und das Nähebedürf­nis noch größer ist, verdirbt das manch einem:r ins­ge­heim die Lust. Jede siebte Frau und jed­er siebte Mann (14 Prozent) geben zu, dass sie die Lust auf Sex mit ihrem:r Partner:in ver­lieren, wenn sie zu viel Zeit miteinan­der ver­brin­gen. Vor allem für Män­ner unter 30 (25 Prozent) und in ihren 30ern (22 Prozent) ist zu viel Nähe ein Lustkiller. Bei Frauen ist das Phänomen im Alter zwis­chen 30 und 39 am stärk­sten aus­geprägt (19 Prozent).

 

“Guter Sex ist eine partnerschaftliche Angelegenheit, die gemeinsam besprochen werden sollte”

„Sexuelle Lust und Erre­gung sind wichtige men­schliche Bedürfnisse, gle­ichzeit­ig sind sie hochsen­si­bel und irri­tier­bar“, ord­net Diplom-Psy­cholo­gin und ElitePart­ner-Exper­tin Lisa Fis­chbach (Foto) die Ergeb­nisse ein. „Stress, Erwartungs­druck, Angst vor Zurück­weisung sind wahre Sexkiller. Zudem unter­schei­den sich Men­schen erhe­blich in ihrer Libido und ihren Empfind­un­gen, was sie als befriedi­gend erleben. Deshalb ist es auch wichtig, sich sex­uell selb­st zu ent­deck­en und das in der Beziehung auszuleben. Denn Lust zu unter­drück­en, Höhep­unk­te vorzutäuschen oder lustvolle Fan­tasie nur im Kopf zu erfüllen, erzeu­gen eine Schräglage, die auf Dauer ein­er Part­ner­schaft schadet. Guter Sex ist eine part­ner­schaftliche Angele­gen­heit, die gemein­sam besprochen wer­den sollte.

 

Foto: ElitePart­ner