Lustvoll von hinten

Sieben Tipps für anales Liebesspiel

Anal­sex ist schmutzig und schmerzhaft? Nein, das muss er nicht sein und sollte er auch nicht! Aber noch immer sind viele Vorurteile mit analen Prak­tiken ver­bun­den — allerd­ings zu unrecht. Denn ganz unab­hängig vom Geschlecht ist der Anus ein lustvolles Organ.

Andern­falls wären anale Sex­prak­tiken in deutschen Schlafz­im­mern wohl kaum so beliebt: Jede:r Zweite (51,1 %) hat eine Vor­liebe für Anal­sex, jede:r Vierte (28,5 %) schätzt soge­nan­ntes Rim­ming, die orale Stim­u­la­tion des Anus, und jede:r Dreizehnte (7,7 %) ist ein Fan von Strap-on-Sex.

Diese Zahlen sind das Ergeb­nis ein­er Analyse, die die Erotik-Com­mu­ni­ty JOY­club ( www.joyclub.de) mit mehr als fünf Mil­lio­nen Mit­gliedern im Mai 2024 durchge­führt hat. Aus­gew­ertet wur­den dafür die Dat­en aller Mit­glieder in Deutsch­land, die min­destens eine Vor­liebe in ihrem Pro­fil angegeben haben. Da kann sich ein genauer­er Blick auf die ver­schiede­nen Spielarten rund um die anale Lust dur­chaus lohnen. Sieben hil­fre­iche Exper­tin­nen-Tipps für all diejeni­gen, die neugierig gewor­den sind:

 

1. Zeit für Kommunikation

Anal­sex braucht eine gute Vor­bere­itung — und das gilt für mehr als nur den Anus. Denn auch ein men­tal entspan­nter Zus­tand ist für angenehme Erfahrun­gen wichtig. Dafür hil­ft es, miteinan­der über Wün­sche wie auch Äng­ste zu sprechen. Oder auch zu über­legen, welch­es Set­ting es braucht, um sich auf ein anales Erleb­nis einzu­lassen.

 

2. Kontakt zum eigenen Anus

Das Schöne ist, alle Men­schen haben einen Anus — und damit die Chance, sich in ver­schiedene Posi­tio­nen hineinzu­ver­set­zen. Die Selb­st­berührung hil­ft zunächst, den eige­nen Anus zu erkun­den, ein Gespür für ihn zu bekom­men und mögliche Hem­mungen abzubauen. Beim Berühren von außen ist wahrnehm­bar, wie sich der Anus mit der Atmung bewegt.

 

3. Sauberes anales Spielen

Bei analen Spie­len wird der End­darm pen­etri­ert. Dieser ist die meiste Zeit rel­a­tiv sauber — Kot find­et sich nor­maler­weise nur, wenn sich der Stuhl­gang ankündigt. Für ein sich­er sauberes Erleb­nis kann eine Anal­spülung, also das Reini­gen des End­darms mit ein wenig Wass­er, hil­fre­ich sein. Entsprechende Hil­f­s­mit­tel von Anal­dusche bis Duschauf­satz gibt es in Apotheken, Droge­rien oder Sexshops.

 

4. Gleitgel, Gleitgel, Gleitgel

Anders als die Vagi­na kann sich der Anus nicht selb­st befeucht­en. Deshalb ist es wichtig, Gleit­gel zu ver­wen­den. Egal, ob für den Ein­satz von kleineren Toys oder Fin­gern oder für das Ein­führen von Penis oder Dil­do. Empfehlenswert ist Gleit­gel auf Silikon­ba­sis, da es sehr langsam einzieht und zusam­men mit Kon­domen ver­wen­det wer­den kann. Auf betäubende Mit­tel sollte verzichtet wer­den, um spüren zu kön­nen, was angenehm ist und was nicht mehr, und entsprechend darauf reagieren zu kön­nen — sei es verän­dern oder stop­pen.

 

5. Penetration: Vom Kleinen zum Großen

Der Anus sollte langsam an die Pen­e­tra­tion herange­führt wer­den, damit er sich entspan­nen kann. Per Atmung kann die aufnehmende Per­son das Ein­führen bewusst unter­stützen, um zunächst einen Fin­ger, dann mehrere oder ein kleineres Sex­toy und dann ein größeres aufzunehmen. Dabei ist Kom­mu­nika­tion essen­ziell — auch ein aktives Nach­fra­gen kann helfen, um mögliche Unsicher­heit­en zu über­winden. Spürt die aufnehmende Per­son Schmerzen, sollte das beachtet wer­den.

 

6. Kontrolle als aufnehmende Person

Ger­ade für den Anfang emp­fiehlt es sich, dass die aufnehmende Per­son über die Tiefe und die Geschwindigkeit beim Ein­führen entschei­det. Dabei hil­ft nicht nur die Atmung, auch bietet sich dafür die Reit­er­po­si­tion an. Hier kann sich die aufnehmende Per­son langsam auf Penis oder Strap-on set­zen und behält somit die Kon­trolle.

 

7. Aftercare bis zum Schluss

Wenn Penis, Fin­ger, Dil­do oder auch Plug her­aus­ge­zo­gen wer­den sollen, kann hier­bei die aufnehmende Per­son eben­falls mit ihrer Atmung unter­stützen. Die Fähigkeit­en, die der Kör­p­er beim Stuhl­gang hat, nützen auch, um ein lustvolles Miteinan­der bewusst zu been­den und das aufgenommene Objekt mit jedem Atemzug Stück für Stück nach draußen zu befördern.

Judith Langer, Sex­olo­gin und Kom­mu­nika­tion­s­man­agerin bei JOY­club, kom­men­tiert die Tipps: “Es mag vielle­icht komisch klin­gen, sich zunächst selb­st anal zu berühren, doch das hil­ft ein Gefühl für das Zusam­men­spiel von Atmung und Anus zu bekom­men, um mit und nicht gegen den eige­nen Kör­p­er zu arbeit­en. Ein­mal mehr, weil der Anus nicht nur ein lustvolles, son­dern auch gieriges Organ sein kann.

Anal! Mas­sage, Sex, Peg­ging: Im eigen­pro­duzierten JOY­club-Sex-Edu­ca­tion-Kurs führen Mareen Scholl und Gabi Gold offen in die Lust an vielfältiger analer Berührung ein. Anschaulich umge­set­zt wer­den die Tipps und Tricks von den Darstel­len­den Pauli­ta Pap­pel und Jason Steel. Kosten­los auf JOY­club strea­men.

Der Joy­club  ist eine sex­pos­i­tive Online-Com­mu­ni­ty für Men­schen, die lustvoll leben wollen mit über 5 Mil­lio­nen Mit­gliedern. Frau find­et dort Gle­ich­gesin­nte, inspiri­erende Inhalte und wertvolles Wis­sen.

 

Foto: JOY­club / Jana Nowak