Japan Unplugged

Reisen auf dem umfangreichen ANA-Inlandsnetz mit mehr als 40 Zielen

Unser Beitrag gemein­sam mit der All Nip­pon Air­ways (ANA) gibt faszinierende Ein­blicke in Japans Kul­tur abseits bekan­nter Klis­chees. Ent­deckt ungewöhn­liche Orte und über­raschende Geschicht­en, die im Main­stream sel­ten Beach­tung find­en. Wir haben für Euch Japan aus neuen, authen­tis­chen Per­spek­tiv­en und einen Blick auf das Land jen­seits der üblichen Reisetipps und Pop­kul­tur.

 

Wo das Meer leuchtet – Die Kerama-Inseln und ihr magisches Blau

Es gibt Blautöne, für die es keine Worte gibt. Und dann gibt es das Kera­ma Blue. Wer ein­mal vor den Kera­ma-Inseln im Wass­er getrieben ist, ver­ste­ht sofort, warum dieses Türkis einen eige­nen Namen ver­di­ent: Es ist kein gewöhn­lich­es Meeres­blau, son­dern ein leuch­t­en­des, fast unwirk­lich­es Azur, so klar, dass man meint, in flüs­sigem Glas zu schweben. Die Kera­ma-Inseln – eine Insel­gruppe rund 40 Kilo­me­ter west­lich von Oki­nawa – gehören zu den absoluten Geheimtipps Japans. Abseits der großen Touris­ten­ströme haben sich hier Natur und Stille bewahrt, was ander­swo längst ver­loren gegan­gen ist. Keine Hoteltürme, keine über­füll­ten Strände – nur Koral­lengärten von atem­ber­auben­der Vielfalt, die sich wenige Meter unter der Wasser­ober­fläche erstreck­en, als hätte jemand den Regen­wald ins Meer ver­set­zt. Für Tauch­er und Schnorch­ler ist das Kera­ma-Archipel schlicht Pflicht. Zwis­chen Staghorn-Korallen und leuch­t­end orange­far­be­nen Weichko­rallen gleit­en hier Meer­ess­child­kröten mit ein­er Gelassen­heit dahin, die ansteck­end wirkt. Sie lassen sich kaum stören – und wer ihnen begeg­net, ver­gisst die Zeit. (Foto: Unsplash)

 

Nokonoshima und die Zeitreise in Japans Showa-Ära

Manch­mal braucht es keine großen Sehenswürdigkeit­en, um einen Ort unvergesslich zu machen. Manch­mal reicht ein Blu­men­feld, das sich bis zum Hor­i­zont erstreckt, und eine Straße, auf der die Zeit ste­henge­blieben zu sein scheint. Nokonoshi­ma (Foto) liegt nur eine kurze Fährfahrt von der pulsieren­den Stadt Fukuo­ka ent­fer­nt – und doch kön­nte die Welt hier kaum anders sein. Die kleine Insel in der Bucht von Haka­ta empfängt ihre Gäste je nach Jahreszeit mit Feldern aus Kos­meen, Son­nen­blu­men oder Raps in sat­tem Gelb, die sich san­ft im Seewind wiegen. Wer in der richti­gen Sai­son kommt, erlebt ein Far­ben­spiel, das die Fotografen-Seele jubeln und alle anderen ein­fach innehal­ten lässt.

Doch Nokonoshi­ma hat noch eine zweite Geschichte zu erzählen – eine, die tiefer geht. Die soge­nan­nte Erin­nerungsstraße im Insel­park ist eine nos­tal­gis­che Reise in Japans Showa-Ära, jene Jahrzehnte des Auf­bruchs und Wan­dels, die das Land von den 1920ern bis in die späten 1980er geprägt haben. Alte Laden­schilder, vergilbte Wer­be­plakate, Haushalts­geräte und All­t­ags­ge­gen­stände aus längst ver­gan­genen Zeit­en sind hier liebevoll arrang­iert – kein ster­iles Muse­um, son­dern eine warme, fast famil­iäre Zeitkapsel. Wer Japan ken­nt und liebt, find­et hier Schicht­en, die sich erst beim genauen Hin­schauen enthüllen. Nokonoshi­ma ist kein Ort für Eile. Es ist ein Ort, an dem man schlen­dert, staunt – und am Ende mit dem Gefühl geht, etwas Echt­es gese­hen zu haben.

 

Über den Wolken – Die Unkai Terrace im Herzen Hokkaidos

Es gibt Momente, in denen die Natur die Regie übern­immt und der Men­sch ein­fach nur staunen darf. Die Unkai Ter­race im Hoshi­no Resorts Toma­mu liefert mit etwas Glück einen solchen Moment – und er begin­nt lange vor dem Son­nenauf­gang. Noch im Halb­dunkel des frühen Mor­gens set­zt sich die Gondel in Bewe­gung, schwebt hin­auf durch die Stille der Berg­wälder Hokkai­dos – und dann öffnet sich die Plat­tform und gibt den Blick frei auf etwas, das man kaum für möglich hält: Unter einem liegt kein Tal, keine Land­schaft, son­dern ein end­los­es weißes Meer. Das Unkai, wörtlich „Wolken­meer”, bre­it­et sich aus wie ein schlafend­er Ozean, der die Welt da unten still und san­ft ver­schluckt hat. Die Gipfel der umliegen­den Berge ragen wie Inseln aus dem Weiß – und man selb­st ste­ht mit­ten­drin, über allem. Das Phänomen ist lau­nisch, flüchtig und ger­ade deshalb so kost­bar. Nicht jed­er Mor­gen schenkt ein Wolken­meer; wer es erlebt, weiß, dass er Glück hat­te. Fotografen reisen eigens für diese eine Auf­nahme an – und kom­men immer wieder, weil kein Unkai dem anderen gle­icht. Die Unkai Ter­race ist mehr als eine Aus­sicht­splat­tform. Sie ist eine Erin­nerung daran, dass die schön­sten Dinge im Reisen oft früh begin­nen, etwas Geduld ver­lan­gen – und dann alle Erwartun­gen übertr­e­f­fen.

 

Tempel im Fels – Yamadera und der Aufstieg zu sich selbst

Es gibt Wege, die man nicht ein­fach geht. Man bestre­it­et sie. Der Auf­stieg zum Ris­shaku-ji-Tem­pel – bess­er bekan­nt als Yamadera, der „Bergtem­pel” – ist so ein Weg: über tausend Ste­in­stufen, die sich durch einen alten, moos­be­deck­ten Wald in die Höhe schrauben, vor­bei an ver­wit­terten Stein­later­nen und kleinen Schrein­pavil­lons, die sich wie zufäl­lig zwis­chen die Felsen geschmiegt haben. Yamadera liegt in den Bergen der Präfek­tur Yam­a­ga­ta, weitab vom großen Touris­ten­strom, und das spürt man. Schon kurz nach den ersten Stufen verän­dert sich die Atmo­sphäre: Das Geräusch der Welt bleibt unten, der Wald übern­immt. Das Licht fällt anders, gebrochen und gedämpft. Manche nen­nen diesen Ort mys­tisch – und wer ein­mal in der Stille zwis­chen den alten Zed­ern­bäu­men ges­tanden hat, ver­ste­ht warum. Der Tem­pel wurde im 9. Jahrhun­dert gegrün­det und trägt die Jahrhun­derte sicht­bar in sich: in den ver­wit­terten Holzbalken, den aus­ge­trete­nen Stufen, dem Geruch von Weihrauch, der den Auf­stieg begleit­et. Oben angekom­men öffnet sich das Tal in sein­er ganzen Weite. Je nach Jahreszeit liegt es in zartem Kirschblüten­rosa, in sat­tem Som­mer­grün oder in herb­stlichem Kupfer und Gold – ein Panora­ma, das den Atem nimmt und die Mühe der Stufen in einem Augen­blick aufwiegt. Yamadera ist eine Erfahrung – kör­per­lich, spir­ituell und visuell zugle­ich. Wer ein­mal oben ste­ht, möchte nicht mehr schnell wieder hin­unter.

Und was ist son­st noch so zu ent­deck­en gibt …

 

Das Magazin als Gesamtkunstwerk – Japans e‑Mooks und die Lust am Besonderen

Wer in Japan einen Kiosk betritt, wird früher oder später stutzen: Neben gewöhn­lichen Heften stapeln sich Zeitschriften in ungewöhn­lich volu­minösen Ver­pack­un­gen, aus denen kleine Taschen ragen, Lam­p­en her­auss­chauen oder Acces­soires lugen, die verblüf­fend hochw­er­tig wirken. Diese Mag­a­zine heißen e‑Mooks – eine japanis­che Wortschöp­fung aus „e” wie exk­lu­siv und „Mook”, dem Begriff für die hybride Form zwis­chen Mag­a­zin und Buch. Der Star ist dabei nicht das Heft, son­dern das Beipro­dukt. Die Beila­gen entste­hen oft in Koop­er­a­tion mit namhaften Marken und sind exk­lu­siv für den jew­eili­gen e‑Mook entwick­elt. Die Aufla­gen sind begren­zt, beliebte Aus­gaben ver­schwinden inner­halb von Stun­den. Für Reisende sind e‑Mooks damit eines der faszinierend­sten Sou­venirs Japans – authen­tisch, kur­zlebig und außer­halb des Lan­des schlicht nicht zu bekom­men.

 

Reisen richtig planen

Wer nach Japan reisen möchte, kann mit der richti­gen Pla­nung viel Geld sparen und gle­ichzeit­ig mehr vom Land ent­deck­en:

  • Beson­ders gün­stig sind Flugtick­ets generell in den Monat­en Mai, Juni, Novem­ber, Jan­u­ar und Feb­ru­ar, da die Nach­frage in diesen Zeiträu­men niedriger ist. Auch bei den Wochen­t­a­gen lässt sich sparen: Flüge am Dien­stag, Mittwoch oder Don­ner­stag sind meist deut­lich gün­stiger als an den Woch­enen­den.
  • Ein weit­er­er Vorteil für Japan-Reisende ist das her­vor­ra­gend aus­ge­baute Net­zw­erk an Inlands­flü­gen. ANA (All Nip­pon Air­ways) bietet attrak­tive Kom­bi-Tick­ets an, mit denen nicht nur Tokio, son­dern auch zahlre­iche regionale Städte wie Hiroshi­ma, Fukuo­ka, Sap­poro oder Oki­nawa bequem erre­icht wer­den kön­nen. Oft kostet ein Tick­et von Deutsch­land nach Tokio genau­so viel wie ein Tick­et von Deutsch­land nach Hiroshi­ma via Tokio – meist sog­ar auch wenn ein Zwis­chenaufen­thalt in Tokio oder Osa­ka von mehr als 24 Stun­den einge­plant wird. In den meis­ten Fällen wird also der Inlands­flug bei ANA sog­ar kosten­los oder zu einem stark vergün­stigten Preis ange­boten, wenn er zusam­men mit dem inter­na­tionalen Tick­et gebucht wird, gegebe­nen­falls fall­en allerd­ings ger­ingfügige Steuern und Gebühren an.
  • Wer frühzeit­ig bucht und bei den Reise­dat­en flex­i­bel ist, prof­i­tiert zusät­zlich von attrak­tiv­en Rabat­ten. So lassen sich nicht nur die Flugkosten senken, son­dern auch ver­schiedene Regio­nen Japans kom­fort­a­bel und preiswert ent­deck­en. Mit ein wenig Pla­nung wird die Reise nach Japan so noch abwech­slungsre­ich­er und gün­stiger. Buchungsin­for­ma­tion find­et Ihr unter www.ana.co.jp/de/de/

 

Foto: Wikipedia