Jeder siebte Mann träumt von einer Affäre am Arbeitsplatz

Fir­men­feiern sind eine schöne Abwech­selung vom Arbeit­sall­t­ag – und dabei kann es schon mal heiß herge­hen. Die bevölkerungs-repräsen­ta­tive ElitePart­ner-Studie 2024  zeigt, dass jede vierte Frau und mehr als jed­er dritte Mann einem Flirt am Arbeit­splatz gegenüber aufgeschlossen sind. Vor allem Män­ner reizt der Gedanke an eine Affäre im Job. Und nicht nur das, sie set­zen diese Fan­tasie auch häu­figer in die Tat um. Manch­mal kom­men zudem Gefüh­le ins Spiel: Jede:r Achte war schon in jeman­den aus dem Arbeit­sum­feld ver­liebt.

 

6 von 10 trennen Berufliches und Privates strikt – ein Drittel findet Flirts im Job ok

Ein Sekt-Date mit dem:der attrak­tiv­en Kolleg:in oder ein kribbel­nder Flirt auf der Fir­men­feier? Das kommt für die meis­ten nicht in Frage. 60 Prozent der Men­schen in Deutsch­land tren­nen laut eigen­er Aus­sage Beru­flich­es und Pri­vates strikt. Vor allem liierte Frauen (66 Prozent) zeigen sich hier sehr kon­se­quent, Sin­gle-Män­ner im Ver­gle­ich am wenig­sten (53 Prozent). Ein Drit­tel der Befragten find­et allerd­ings, dass gegen einen kleinen Flirt am Arbeit­splatz nichts einzuwen­den ist, vor allem Män­ner (37 Prozent) sind demge­genüber offen (Frauen: 26 Prozent). Ins­beson­dere wenn sie selb­st solo sind, lassen Män­ner im Job nichts anbren­nen, 4 von 10 sind dann offen für Schäk­ereien (41 Prozent; Sin­gle-Frauen: 31 Prozent). Doch es zeigt sich: Zwis­chen Kopier­raum und Kaf­feep­ause nehmen es auch diejeni­gen Män­ner, die eigentlich vergeben sind, nicht so genau: 35 Prozent der liierten Män­ner sehen einen Flirt im Job als vol­lkom­men in Ord­nung an (liierte Frauen: 23 Prozent).

 

Frivole Fantasie: 15 Prozent der Männer fänden eine Affäre am Arbeitsplatz spannend

Aber was wäre, wenn es nicht bei einem Flirt bliebe? Und man nach der Fir­men­feier noch den Kol­le­gen oder sog­ar die Chefin mit nach Hause nähme? Dieses Gedanken­spiel treibt offen­bar so einige um – ins­beson­dere Män­ner. 15 Prozent der Män­ner fän­den eine Affäre am Arbeit­splatz span­nend. Alles Sin­gles? Mit­nicht­en! Zwar träu­men mit 18 Prozent deut­lich mehr Sin­gle-Män­ner vom Techtelmech­tel im Job, doch auch 13 Prozent der liierten Män­ner geben zu, dass sie eine Affäre am Arbeit­splatz reizvoll fän­den. Frauen haben darauf eher sel­ten Lust, egal ob sie solo (5 Prozent) oder vergeben (4 Prozent) sind.

 

Verliebt in den Chef? Bei jedem:r Achten waren schon Gefühle im Spiel

Manch­mal entste­hen auch echte Gefüh­le: 12 Prozent der Befragten waren schon ein­mal in eine:n Kolleg:in oder Vorgesetzte:n ver­liebt. Vor allem Frauen in ihren 40ern (12 Prozent) und Män­ner in ihren 50ern (16 Prozent) haben Herzk­lopfen im Job bere­its erlebt. Nicht sel­ten beruht das auf Gegen­seit­igkeit: 12 Prozent der Befragten geben an, schon ein­mal eine Beziehung am Arbeit­splatz gefun­den zu haben. Glück­licher­weise ist das in Deutsch­land – anders als in den USA – in der Regel nicht ver­boten, sodass nur 2 Prozent auf­grund ein­er Beziehung oder eines Flirts bere­its die Abteilung oder den Arbeit­splatz gewech­selt haben.

 

Wenn die Ex im Nachbarteam anfängt: für 7 Prozent ein Kündigungsgrund

Schwieriger wird es, wenn die Ver­flosse­nen der Ver­gan­gen­heit plöt­zlich im Arbeit­skon­text wieder auf­tauchen: Immer­hin 6 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Män­ner wür­den ihren Job kündi­gen, wenn ein:e Ex-Partner:in im sel­ben Unternehmen anfängt. Vor allem Jün­gere kön­nten damit nicht umge­hen: 11 Prozent der unter-40-Jähri­gen sehen es als Kündi­gungs­grund, wenn sie dem:der Ex täglich in der Fir­ma begeg­nen müssten. Dass Befragte auf­grund von Liebeskum­mer oder Beziehungsstre­it nicht zur Arbeit gehen, ist inzwis­chen hinge­gen sel­tener: Nur noch 5 Prozent geben das zu. 2019 waren es mit 16 Prozent deut­lich mehr. Möglicher­weise eröffnet das Home­of­fice hier Raum für Rück­zug. Oder es liegt daran, dass viele inzwis­chen ihre Kolleg:innen als Rat­gebende schätzen. Denn immer­hin 11 Prozent der Frauen und 8 Prozent der Män­ner sprechen mit ihren Kolleg:innen auch über Beziehung­sprob­leme. Vor allem für junge Frauen unter 30 scheint es im Team wichtige Unter­stützung zu geben, hier tauschen sich sog­ar 18 Prozent über Prob­leme in ihrer Part­ner­schaft aus.

 

Verlieben lässt sich kaum kontrollieren, doch der Verliebtheit nachzugehen, ist eine Entscheidung

Wir ver­brin­gen einen sehr großen Teil unseres Lebens im beru­flichen Umfeld, begeg­nen im Arbeit­sall­t­ag vie­len Men­schen, mit denen wir bei inhaltlichen The­men zahlre­iche Schnittmenge haben“, ord­net Diplom-Psy­cholo­gin und ElitePart­ner-Exper­tin Lisa Fis­chbach (Foto) ein. „Leicht lässt sich über fach­liche Inhalte anknüpfen und das Gespräch in ein­er gemein­samen Mit­tagspause ver­tiefen. Die Schwelle zum Pri­vat­en ist also niedriger und es entste­ht schneller ein per­sön­lich­er Kon­takt. Anziehung zwis­chen Kolleg:innen ist dann oft eine Folge. Entschei­dend ist der Umgang mit den aufk­om­menden Gefühlen: Ver­lieben passiert oft sehr plöt­zlich und lässt sich kaum kon­trol­lieren. Der Ver­liebtheit nachzuge­hen ist hinge­gen eine Entschei­dung, die man bewusst steuern kann. Ger­ade Liierte soll­ten über die per­sön­lichen und beru­flichen Kon­se­quen­zen eines Flirts oder ein­er Affäre nach­denken.

 

Foto: Elite Part­ner