Kosmetikmarkt setzt auf mehr Premium

Prestige Beauty bleibt begehrlich: VKE (Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse) sieht Wachstum durch Innovation, Markenstärke und neue digitale Chancen

Die Mit­gliederver­samm­lung und VKE-Tre­ff 2026 zeigen: Trotz wirtschaftlich­er Unsicher­heit bietet der Selek­tive Beau­ty-Markt vielfältige Chan­cen durch Social Com­merce, kün­stliche Intel­li­genz und verän­derte Kon­sumbedürfnisse. Die deutsche Pres­tige-Beau­ty-Branche zeigt sich trotz wirtschaftlich­er Unsicher­heit wider­stands­fähig und wand­lungs­fähig. Während viele Kon­sumgüterkat­e­gorien unter Druck ste­hen, prof­i­tieren Pres­tige-Marken von Inno­va­tion­skraft, emo­tionaler Marken­bindung und neuen dig­i­tal­en Wach­s­tumsmöglichkeit­en.

Auf sein­er Mit­gliederver­samm­lung am 8. Sep­tem­ber 2026 und dem anschließen­den VKE-Tre­ff 2026 stellte der VKE-Kos­metikver­band die Chan­cen der Selek­tiv­en Beau­ty­branche in den Mit­telpunkt. Die Ver­anstal­tung stand unter dem Leit­mo­tiv “Shap­ing the Future of Beau­ty”.

Die aktuellen Mark­t­dat­en zeigten ein dif­feren­ziertes und zugle­ich ermuti­gen­des Bild, so der Ver­band: Laut Cir­cana verze­ich­nete der deutsche Pres­tige-Beau­ty-Gesamt­markt im Zeitraum Jan­u­ar bis August 2026 gegenüber dem Vor­jahreszeitraum ein wert­mäßiges Wach­s­tum von +0,8% — gle­ichzeit­ig entwick­elte sich die Zahl der verkauften Pro­duk­te eben­falls pos­i­tiv. Das entspreche einem Umsatzwach­s­tum auf 2,448 Mil­liar­den Euro (Sell-Out). Beson­ders dynamisch entwick­el­ten sich die Kat­e­gorien Haarpflege, Skin­care und Make-up. Das Duft­seg­ment zeigte sich hinge­gen leicht rück­läu­fig.

“Pres­tige Beau­ty wächst heute nicht trotz des anspruchsvollen Mark­tum­felds, son­dern ger­ade durch Inno­va­tion, Marken­stärke und neue dig­i­tale Zugänge zu den Kon­sumentin­nen und Kon­sumenten. Wer echt­en Mehrw­ert schafft und diesen überzeu­gend ver­mit­telt, find­et auch in einem her­aus­fordern­den Umfeld Wach­s­tum­schan­cen”, sagt Markus Gre­fer, Präsi­dent des VKE-Kos­metikver­ban­des.

Konsumenten suchen Wert, nicht einfach den niedrigsten Preis

Ein wesentlich­es Sig­nal der aktuellen Mark­ten­twick­lung sei die stärkere Ori­en­tierung am wahrgenomme­nen Wert eines Pro­duk­tes. Ein gutes Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis ist nach ein­er aktuellen Cir­cana-Befra­gung der wichtig­ste Kauf­grund in den Kat­e­gorien Duft, Pflege und Make-up. Gle­ichzeit­ig bleibe die Zahlungs­bere­itschaft für Pres­tige-Pro­duk­te hoch, wenn diese durch Qual­ität, Wirk­samkeit, Inno­va­tion, Erleb­nis oder einen klar erkennbaren Nutzen überzeu­gen.

Die Ergeb­nisse zeigten deut­lich: Nicht der niedrig­ste Preis entschei­de über den Erfolg, son­dern der wahrgenommene Mehrw­ert eines Pro­duk­tes. Qual­ität, Kreativ­ität, Ser­vice und Erleb­nis wür­den zunehmend zu den entschei­den­den Kaufkri­te­rien. Die Mit­glieder des VKE erwarten deshalb eine fort­ge­set­zte selek­tive Pre­mi­u­misierung des Mark­tes. Inno­va­tio­nen und die damit ver­bun­de­nen Mehrw­erte müssten kün­ftig jedoch noch klar­er und ver­ständlich­er kom­mu­niziert wer­den, so der Ver­band.

Diese Entwick­lung eröffne ger­ade etablierten Pres­tige-Marken neue Chan­cen. Sie ver­fügten über Erfahrung, Inno­va­tion­skraft und hohe emo­tionale Rel­e­vanz. Entschei­dend werde sein, ihren beson­deren Wert an allen Kon­tak­t­punk­ten erleb­bar zu machen — im sta­tionären Han­del eben­so wie im E‑Commerce, in sozialen Net­zw­erken und kün­ftig ver­stärkt auch in KI-basierten Such- und Empfehlungssys­te­men.

“Pres­tige entste­ht nicht allein durch den Preis. Pres­tige entste­ht durch die glaub­würdi­ge Verbindung von Qual­ität, Kreativ­ität, Wirk­samkeit, Ser­vice und Erleb­nis. Unsere Branche ver­fügt daher über beste Voraus­set­zun­gen, auch unter verän­derten Mark­tbe­din­gun­gen nach­haltig zu wach­sen”, so Markus Gre­fer.

Online, Social Commerce und KI schaffen neue Wachstumschancen

Beson­ders große Poten­ziale sehen die Mit­glied­sun­ternehmen in dig­i­tal­en Ver­triebs- und Kom­mu­nika­tion­skanälen. 92 Prozent erwarten für 2026 steigende Online-Verkäufe. Zu den wichtig­sten Wach­s­tum­streibern zählten Social Com­merce, der Ein­satz kün­stlich­er Intel­li­genz zur Verbesserung des Einkauf­ser­leb­niss­es sowie die Erschließung neuer Dis­tri­b­u­tions- und Ver­trieb­skanäle.

Vor allem bei der Gen­er­a­tion Z und jün­geren Mil­len­ni­als verän­dere sich die Cus­tomer Jour­ney grundle­gend. Soziale Medi­en, Influ­encer, Com­mu­ni­ty-Plat­tfor­men und KI-gestützte Anwen­dun­gen gewin­nen bei Pro­duk­t­suche, Pro­duk­tauswahl und Kaufentschei­dung zunehmend an Bedeu­tung. Neue Pro­duk­te wer­den immer häu­figer über dig­i­tale Inhalte ent­deckt, online bew­ertet und anschließend kanalüber­greifend gekauft.

Kün­stliche Intel­li­genz verän­dere die Beau­ty-Branche dabei ent­lang der gesamten Cus­tomer Jour­ney — von Pro­duk­tempfehlun­gen über per­son­al­isierte Beratung bis hin zu neuen Such- und Inspi­ra­tions­möglichkeit­en. Sicht­barkeit entste­ht heute neben der physis­chen und dig­i­tal­en Verkaufs­fläche eben­so in Suchergeb­nis­sen, Bew­er­tun­gen, Empfehlun­gen und algo­rith­misch ges­teuerten Umfeldern.

Für Marken bedeute dies nicht weniger, son­dern mehr Möglichkeit­en, langfristige Beziehun­gen zu Kon­sumentin­nen und Kon­sumenten aufzubauen. Voraus­set­zung bleiben rel­e­vante Inhalte, kon­sis­tente Marken­führung und ein klares Ver­ständ­nis dafür, wofür eine Marke ste­he und welchen konkreten Mehrw­ert sie biete.

Originalität wird zum strategischen Wettbewerbsvorteil

Mit der zunehmenden Frag­men­tierung des Mark­tes wachse zugle­ich die Bedeu­tung von Orig­i­nal­ität und Dif­feren­zierung. Der VKE set­ze sich daher weit­er­hin für fairen Wet­tbe­werb, den Schutz geisti­gen Eigen­tums sowie die Anerken­nung kreativ­er und wirtschaftlich­er Leis­tun­gen ein. Die Ver­bandsini­tia­tive “Ich bin keine Kopie” / #undu­pable habe die Diskus­sion über den Wert von Orig­i­nal­ität erfol­gre­ich in Medi­en, Han­del und Öffentlichkeit getra­gen. Mit rund 39,8 Mil­lio­nen Brut­tokon­tak­ten entwick­elte sich die Kam­pagne zu ein­er der sicht­barsten Branchenini­tia­tiv­en des Jahres und bilde die Grund­lage für weit­ere Aktivierun­gen gemein­sam mit Mit­glied­sun­ternehmen, Han­delspart­nern, Medi­en und Cre­atorn.

Der Schutz von Orig­i­nal­ität sei dabei nicht nur eine Frage des geisti­gen Eigen­tums. Er sei eine wesentliche Voraus­set­zung für Investi­tio­nen in Inno­va­tion, Qual­ität und nach­haltiges Markenwach­s­tum. “Das Orig­i­nal ste­ht fürIn­no­va­tion, Entwick­lungsar­beit, Qual­ität und Investi­tio­nen. Diesen Wert müssen wir selb­st­be­wusst und zeit­gemäß ver­mit­teln. Ger­ade in einem preisori­en­tierten Markt liegt darin eine wichtige Chance für Marken mit ein­er klaren Hal­tung und einem echt­en Mehrw­ert für die Kon­sumentin­nen und Kon­sumenten”, sagt Andreas Fuh­lisch, Geschäfts­führer des VKE-Kos­metikver­ban­des.

VKE stärkt seine Rolle als Stimme der Prestige Beauty

Auch der Ver­band selb­st richtet sich weit­er­hin kon­se­quent auf die Zukun­ft aus. Mit der Posi­tion­ierung “Con­nect Beau­ty to Grow” ver­folge der VKE das Ziel, seine Sicht­barkeit und Rel­e­vanz bei Mit­gliedern, poten­ziellen Neu­mit­gliedern, Han­del, Poli­tik, Medi­en und Part­nern weit­er auszubauen. Mit Blick auf das 75-jährige Beste­hen im Jahr 2027 solle die Marke VKE nation­al wie inter­na­tion­al noch stärk­er wahrgenom­men wer­den. Gle­ichzeit­ig inten­siviert der Ver­band seine Arbeit in zen­tralen Zukun­fts­feldern wie Social Com­merce, Kün­stlich­er Intel­li­genz, Beau­ty-Tech, neuen Retail-Erleb­nis­sen, Nach­haltigkeit, per­son­al­isiert­er Kun­de­nansprache sowie dem Schutz von Inno­va­tion und Marken­werten.

Mit Blick auf das 75-jährige Beste­hen im Jahr 2027 soll die Marke VKE nation­al wie inter­na­tion­al noch stärk­er wahrgenom­men wer­den. “Die Rah­menbe­din­gun­gen bleiben her­aus­fordernd. Unsere Antwort darauf ist jedoch nicht Zurück­hal­tung, son­dern gemein­sames Gestal­ten. Die Branche ver­fügt über starke Marken, inno­v­a­tive Pro­duk­te und eine große Nähe zu den Men­schen. Wenn wir diese Stärken mit neuen Tech­nolo­gien, überzeu­gen­den Erleb­nis­sen und ein­er klaren Hal­tung verbinden, entste­hen neue Per­spek­tiv­en für nach­haltiges Wach­s­tum”,so Andreas Fuh­lisch.

Ausblick

Der VKE-Kos­metikver­band blicke mit Real­is­mus und Zuver­sicht auf die weit­ere Entwick­lung. Pres­tige Beau­ty bleibe begehrlich, wenn Marken Inno­va­tio­nen ver­ständlich ver­mit­teln, ihren beson­deren Wert sicht­bar macht­en und die neuen Wege zu den Kon­sumentin­nen und Kon­sumenten kon­se­quent nutzten. Gemein­sam mit seinen Mit­glied­sun­ternehmen will der Ver­band die Zukun­ft der Branche aktiv gestal­ten und die Chan­cen von Inno­va­tion, Dig­i­tal­isierung und Orig­i­nal­ität in nach­haltiges Wach­s­tum über­set­zen.

Über den VKE-Kosmetikverband

Der VKE-Kos­metikver­band e.V. (Ver­band der Ver­trieb­s­fir­men Kos­metis­ch­er Erzeug­nisse) ist die Inter­essen­vertre­tung der Her­steller und Dis­trib­u­teure von selek­tiv­er Kos­metik in Deutsch­land. Die Mit­glied­sun­ternehmen ste­hen für hochw­er­tige Par­fums, Hautpflege- und Make-up-Pro­duk­te sowie für Inno­va­tion, Qual­ität und ver­ant­wor­tungsvolles Unternehmer­tum. Als Stimme der Pres­tige-Beau­ty ver­tritt der Ver­band die Inter­essen sein­er Mit­glieder gegenüber Han­del, Poli­tik, Medi­en und Öffentlichkeit. Der VKE set­zt sich für ver­lässliche reg­u­la­torische Rah­menbe­din­gun­gen, fairen Wet­tbe­werb sowie den Schutz von Marke und geistigem Eigen­tum ein. Unter dem Leit­mo­tiv Con­nect Beau­ty to Grow ver­net­zt der VKE-Kos­metikver­band die Akteure der Branche, fördert den Dia­log ent­lang der Wertschöp­fungs­kette und stärkt die Zukun­fts­fähigkeit des selek­tiv­en Kos­metik­mark­tes in Deutsch­land.

 

Foto:  VKE-Kos­metikver­band / Vavo Media