Porsche: Der Typ 991

Der Elfer überschreitet die Millionen-Grenze

Am 27. Novem­ber feierte die achte Gen­er­a­tion des Porsche 911 ihre Welt­premiere in Los Ange­les – 55 Jahre nach dem Debüt des Ur-Elfers. Anlass, um die sieben Vorgänger-Gen­er­a­tio­nen Revue passieren zu lassen. Die Welt­premiere des neuen Porsche 911 startet am Dien­stag, 27. Novem­ber, um 20:00 Uhr (Pacif­ic Stan­dard Time) – Mittwoch, 28. Novem­ber, 05:00 Uhr (MEZ). Eine Live-Über­tra­gung der Welt­premiere stellt der Porsche News­room in englis­ch­er Sprache unter newsTV.porsche.de zur Ver­fü­gung.

Ab 2011 verkör­pert der Typ 991 die bis dahin höch­ste Entwick­lungsstufe. Der Elfer ste­ht so kraftvoll auf den Rädern wie kein 911 zuvor – ein Effekt, der auch auf der bre­it­eren Spur und dem um zehn Zen­time­ter gestreck­ten Rad­stand basiert. Hinzu kommt eine adap­tive Aero­dy­namik, die der Elfer als erster Serien­sport­wa­gen von Porsche vom Hybrid-Super­sportler 918 Spy­der übern­immt.

Das neu gestal­tete Interieur des Typ 991 greift die Architek­tur des Car­rera GT auf. Es vere­int klas­sis­che 911-Ele­mente wie die fünf Rundin­stru­mente – eines davon als hochau­flösender Mul­ti­funk­tions-Bild­schirm – mit mod­ernem Design und verbessert­er Ergonomie. Zugle­ich zieht das neue Porsche Com­mu­ni­ca­tion Man­age­ment (PCM) mit besser­er Kon­nek­tiv­ität, Mul­ti­touch-Mon­i­tor und Echtzeit-Verkehrsin­for­ma­tio­nen ein.

Tech­nisch ist die Marken-Ikone durch­trainiert­er und leis­tungs­fähiger denn je. Die nochmals steifere Leicht­bau-Karosserie in Alu­mini­um-Stahl-Bauweise hil­ft, das Gewicht um bis zu 45 Kilo­gramm zu reduzieren. Der Ein­stiegs-Sech­szylin­der beg­nügte sich mit 3,4 Liter Hubraum, entwick­elte aber den­noch 350 PS. Aus 3,8 Litern schöpften das S‑Modell 400 und der GTS sog­ar 430 PS.

Seit der 2015 vorgestell­ten Neuau­flage des 991 ver­trauen auch die 911 Car­rera-Mod­elle auf die Kraft der zwei Tur­bo­lad­er. In Kom­bi­na­tion mit einem Dreiliter­mo­tor set­zt dies bei den drei Car­rera-Ver­sio­nen Basis, S und GTS jet­zt 370, 420 und 450 PS frei. Erst­mals beschle­u­nigt ein 911 Car­rera in weniger als vier Sekun­den von null auf 100 km/h. Zugle­ich sinken Kraft­stof­fver­brauch und Abgase­mis­sio­nen.

Die Leis­tungsspi­rale erre­icht bei den Tur­bo- und GT-Vari­anten eben­falls neue Sphären, so wie die 700 PS im 911 GT2 RS. Mit 340 km/h ist er der schnell­ste Serien-Elfer der Mod­ellgeschichte. Und der 520 PS starke 911 GT3 RS konzen­tri­ert mit seinem 4,0 Liter großen Hochdrehzahl-Saug­mo­tor das größte Maß an Rennsport-Tech­nolo­gie auf sich, das Porsche bis dahin in einem Straßen­fahrzeug ange­boten hat.

Ein High­light der Mod­ell­palette ist der 911 Tar­ga, der mit einem bre­it­en Bügel anstelle der B‑Säulen die klas­sis­che Idee dieses Konzepts auf­greift und mit ein­er raf­finierten Dachkon­struk­tion verbindet. Weit­ere Akzente set­zen Mod­el­l­vari­anten wie der gewicht­sop­ti­mierte 911 Car­rera T und der extrem leichte, auf 991 Exem­plare begren­zte, 911 R sowie der nur 1370 Kilo­gramm leichte 911 GT3 RS. Hochbegehrt ist auch das Son­der­mod­ell „50 Jahre 911“, von dem exakt 1.963 Exem­plare entste­hen. Einen wichti­gen Platz in der Fir­mengeschichte erhält jen­er irisch-grüne, aufwendig vere­delte Sport­wa­gen, der am 11. Mai 2017 in Zuf­fen­hausen vom Band rollt: der ein­mil­lion­ste Elfer. Das 450 PS starke Schmuck­stück bleibt im Besitz der Porsche AG.

Der 911 der Gen­er­a­tion 991 ist der absolute Best­seller: Von 2011 bis zum 31. Okto­ber 2018 wer­den 217.930 Exem­plare gebaut. Ins­ge­samt pro­duzierte Porsche seit dem Debüt im Jahr 1963 bis­lang 1.049.330 Serien-Elfer.

 

Fotos: Porsche AG