Ritterburgen und Märchenschlösser

Unterwegs auf den „hochgehbergen“ der Schwäbischen Alb

Zwis­chen Bauerngärten und Streuob­st­wiesen, durch son­nige Wein­berge und schat­tige Wälder steigen die Wan­derin­nen und Wan­der­er am Nor­drand des Alb­traufs langsam bergauf. Oben angekom­men, erwartet sie die Burg Hohen­neuf­fen – mit einem weit­en Run­dum­blick über die Schwäbis­che Alb, mit Ein­blick­en in die Geschichte ein­er der größten Fes­tungsan­la­gen Süd­deutsch­lands sowie einem Aus­sicht­srestau­rant und Falkn­er-Vor­führun­gen auf dem Gipfelplateau.

Die wehrhafte Adels­burg aus dem 11. Jahrhun­dert wurde in ihrer lan­gen Geschichte nie ein­genom­men und ab dem 15. Jahrhun­dert zur würt­tem­ber­gis­chen Lan­des­fes­tung aus­ge­baut. Im Jahr 1948 wurde hier bei der „Dreilän­derkon­ferenz“ die Fusion Baden-Würt­tem­bergs beschlossen. Heute ist die markante Ruine ein beliebtes Ziel für alle Wan­der­fans auf den „hochge­hber­gen“, einem Netz von 22 Pre­mi­umwe­gen im und ums Biosphärenge­bi­et Schwäbis­che Alb.

 

Premiumwanderwege über Berg und Tal

Auf Burg Hohen­neuf­fen tre­f­fen sich zwei der zer­ti­fizierten Rundwege: Die Tour „hochge­hfes­tigt“ führt von Nor­den aus dem Kurort Beuren über Vulka­ngestein zur Fes­tung hin­auf, „hochgehkel­tert“ heißt es im Süd­west­en zwis­chen den Wein­ber­gen. „Das Mot­to der hochge­hberge lautet: hochge­hen, um run­terzukom­men“, erläutert Lau­ra Neu­bert von der Geschäftsstelle hochge­hberge in Esslin­gen. Unter­wegs erleben die Wan­dern­den die typ­is­che Land­schaft der Schwäbis­chen Alb mit ihren Fels­for­ma­tio­nen und Wacholder­hei­den, his­torische Kul­turschätze wie Bur­gen, Schlöss­er oder Höhlen. Zudem kön­nen sie die regionale Gas­tronomie genießen und alle Routen mit öffentlichen Verkehrsmit­teln erre­ichen. Unter www.hochgehberge.de sind die Wan­der­wege in inter­ak­tiv­en Karten zu find­en, dazu Broschüren, Adressen und Ver­anstal­tun­gen. Alle Touren sind als Rundwege in bei­de Rich­tun­gen markiert, die Länge vari­iert zwis­chen vier und 14 Kilo­me­tern.

 

Mittelalterliche Ruinen oder prunkvolle Filmkulissen

„Hochge­hen und run­ter­schauen“ ist ein Merk­mal mehrerer Wan­der­wege, die zu his­torischen Höhen­bur­gen führen. So ver­läuft die Tour „hochgehswig­gert“ auf den Spuren des Rit­ters Swig­ger von Gun­delfin­gen aus dem 12. Jahrhun­dert zu zwei Bur­gen: In der Ruine Hohen­gun­delfin­gen laden ein Turm­rest mit fast drei Meter dick­en Wän­den, Grund­mauern und Trep­pen zum Klet­tern ein. Und in der gut erhal­te­nen Bur­gan­lage Der­neck wartet ein Bier­garten im schö­nen Innen­hof. Dage­gen führt den Weg „hochge­hträumt“ zu einem ver­i­ta­blen Märchen­schloss: Das roman­tis­che Schloss Licht­en­stein aus dem 19. Jahrhun­dert hat schon in mehreren Märchen­fil­men als Kulisse mit­ge­spielt, der Schlosshof ist frei zugänglich, bei Führun­gen kön­nen auch die Innen­räume besichtigt wer­den.

 

Quelle: DJD
Foto: DJD/hochgehberge/Angela Ham­mer