Sextropolis

Anita Berber und das wilde Berlin der Zwanzigerjahre (Verlosung)

Ani­ta Berber (1899–1928) war Film­star, Tänz­erin, Mod­eikone und Skan­dal­fig­ur zugle­ich. Sie trug Frack und Monokel, lange vor Mar­lene Diet­rich, sie lebte auf offen­er Bühne ihre Bisex­u­al­ität und ihre Dro­gen­sucht aus, prügelte sich mit Kri­tik­ern, ver­suchte Gäste ihrer Auf­führun­gen zu bestehlen – und geri­et damit immer wieder in Kon­flikt mit den Nor­men der Gesellschaft. Armin Fuhrer beleuchtet für uns diese Pow­er­frau in sein­er Biogra­phie “Sex­trop­o­lis — Ani­ta Berber und das wilde Berlin der Zwanziger­jahre”.

Sie erzählt das drama­tis­che Leben Ani­ta Berbers als Spiegel­bild ein­er wilden und in sich wider­sprüch­lichen Zeit. Nir­gend­wo anders als im Berlin der frühen Zwanziger­jahre wäre ihre kurze, einzi­gar­tige Kar­riere möglich gewe­sen.

Ani­ta Berber war die Tochter des Vio­lin­vir­tu­osen Felix Berber und der Kabaret­tistin und Chan­son­sän­gerin Lucie Berber. 1906 zog sie zu ihrer Groß­mut­ter nach Dres­den, wo sie in gut­bürg­er­lichen Ver­hält­nis­sen aufwuchs und dort bis 1913 die höhere Töchter­schule besuchte. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 zog Berber zu ihrer Mut­ter nach Berlin-Wilmers­dorf, wo sie zusam­men mit ihrer Groß­mut­ter und ihren zwei unver­heirateten Tan­ten lebte. Fuhrer beschreibt ihren Werde­gang, diese Anfänge sehr anschaulich.

 

“Die wildeste Frau der wilden Zwanziger
B.Z.

 

Ab 1915 nahm Berber Schaus­pielun­ter­richt bei Maria Moissi und später auch Tanzun­ter­richt bei Rita Sac­chet­to. Ihre ersten Auftritte mit ihrer Tanzschule lassen sich in das Jahr 1916 datieren. Schon 1917 tren­nte sie sich von ihrer Lehrerin Sac­chet­to, da es zu Dif­feren­zen wegen Berbers Tanzstil gekom­men war. Sie absolvierte for­t­an selb­st­ständig Auftritte in Vari­etés wie dem Apol­lo The­ater, dem Win­ter­garten und der Weißen Maus. Zu ihrem ersten Solotan­z­abend im Apol­lo-The­ater Berlin zeigte sie ihren „Kore­anis­chen Tanz“. Noch vor Ende des Ersten Weltkriegs war sie ein Star auf Berlins Büh­nen. Das ist nur der Ein­stieg in die Betra­ch­tungem Fuhreres über ” die wildeste Frau der wilden Zwanziger” (B.Z. Berlin).

 


Sextropolis

Sex­trop­o­lis
Ani­ta Berber und das wilde Berlin der Zwanziger­jahre
von Armin Fuhrer
Bebra Berlag
Gebun­den, 304 Seit­en, 12 x 19,5 cm, 36 Abbil­dun­gen
ISBN 978–3‑8148–0303‑6
1. Auflage, Sep­tem­ber 2024
Print 24,– € / E‑Book 18,99 €

 

 

 


 

“Die Skan­del­nudel der Zwanziger­jahre”
Der Spiegel

 

Das sehr unter­halt­same Buch führt die Leserin durch das aufre­gende Leben der Berber. Es beschreibt eine wilde, zer­störerirsche Frau, die in ihrer Zeit das Glück sucht und nicht find­et. Die aber durch ihre Exzen­trik und Friv­o­lität die Zeit prägte und dafür noch heute unvergessen ist. Das alles vor allem in — aber nicht nur — Berlin, das Jean Cas­sou 1928 als die “jüng­ste, die sys­tem­a­tisch ver­rück­teste, die am unschuldig­sten per­verse Stadt der Welt” beschreibt. Wir find­en: Unbe­d­ingt lesenswert!

 

Armin Fuhrer

Armin Fuhrer, geboren 1963 in Düs­sel­dorf, besuchte nach dem Studi­um der Geschichte und Poli­tik­wis­senschaft die Axel-Springer-Jour­nal­is­ten­schule und arbeit­ete danach bis 2000 bei der Tageszeitung »Die Welt«. Bis 2015 war er Redak­teur des Nachricht­en­magazins »FOCUS«.

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Foto: Bebra Ver­lag
Mit Mate­r­i­al von
Wikipedia 


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