Sommer, Sonne, Langeweile

Eine Einladung zum bewussten Nichtstun während des Urlaubs

Ferien ohne Pro­gramm? Kaum denkbar! Momente des Leer­laufs machen nervös. Die Angst vor Langeweile ist weit ver­bre­it­et — obwohl doch die Sehn­sucht nach leeren Kalen­dern, länger scheinen­den Tagen und nach “Me-Time” so groß ist. Ein Para­dox­on, das die Welt in Atem hält und an der Regen­er­a­tion hin­dert. Wer wieder mehr Langeweile ins Leben lässt, ent­deckt nicht nur den Som­mer­abend neu, son­dern find­et auch leichter in entspan­nten Schlaf. Die Hotel­marke Pre­mier Inn stützt sich auf Experten­wis­sen und hält ein Plä­doy­er für mehr Mut zur Langeweile, die sich auch auf einem Städtetrip ein­stellen kann – und das ist eine aus­ge­sprochen gute Nachricht.

Die gle­ich­mäßige Geräuschkulisse ein­er Fußgänger­zone, der ungerichtete Blick über den Dom­platz – es gibt sie heutzu­tage nur noch sel­ten: Momente des Leer­laufs, in denen sich eine merk­würdi­ge Trägheit im Kör­p­er aus­bre­it­et. In diesen Augen­blick­en entste­ht Langeweile. Doch sie ist meist uner­wün­scht, gar gefürchtet und wird oft mit dem Griff zum Smart­phone im Keim erstickt. Dabei ist Lang­weile in viel­er­lei Hin­sicht wichtiger denn je — nicht zulet­zt wegen ihrer unter­schätzten Fähigkeit, Men­schen leise, aber behar­rlich in den Schlaf zu lenken. Bei aller Aben­teuer­lust und Ent­deck­ungs­freude lohnt es sich also, der Langeweile in der Ferien­zeit Raum zu geben und die trä­gen Momente zu genießen. Wer Unter­stützung beim Abschal­ten braucht, ist bei Pre­mier Inn richtig. Auf der Web­site der Hotelkette warten nicht nur die lang­weilig­sten Hörgeschicht­en Deutsch­lands auf schlafwillige Hör­er, son­dern auch leicht ver­ständlich­es Hin­ter­grund­wis­sen zur Langeweile und zum Schlaf im All­ge­meinen.

Das Gehirn: Meister der Effizienz

Warum genau ist aber die Langeweile eine Chance und nicht der Feind der pro­duk­tiv­en Gesellschaft oder Zeichen eines unkreativ­en Charak­ters? “Sie ist ein neu­ro­bi­ol­o­gis­ch­er Zwis­chen­raum, in dem das Gehirn prüft, ob Aufmerk­samkeit nötig ist”, erk­lärt Schlaf­ex­per­tin und Psy­chother­a­peutin Dr. Car­olin Marx Dick. “Gibt es ger­ade keine Gefahr und keinen Reiz, ent­fal­tet die Langeweile ihre zarte Stärke: Sie lädt zum Schlafen ein, aber sie zwingt nicht.” Lange waren Forschende unschlüs­sig darüber, weshalb uns Sit­u­a­tio­nen voller Monot­o­nie schläfriger machen als ein voll­gepack­ter Tag. Die Antwort kommt aus einem Bere­ich im Gehirn: dem Nucle­us accum­bens, dem kleinen Orch­ester­graben für Moti­va­tion und Lust.

Dieses Zen­trum der Antriebe spielt offen­bar eine Dop­pel­rolle, da dieser Bere­ich nicht nur Begeis­terung aus­löst, son­dern auch Schlaf — und zwar den tiefen, trä­gen Slow-Wave-Schlaf, der eigentlich in der Nacht verortet ist. Dr. Car­olin Marx-Dick beschreibt den Prozess so: “Wenn die Welt zu wenig bietet, wenn die Reize aus­bleiben oder monot­on wer­den, dann sinkt die Aktiv­ität dieses Beloh­nungszen­trums und das Molekül Adenosin übern­immt: Die Wirkung dieses stillen Botschafters der Müdigkeit ist genau in dieser Hirn­re­gion beson­ders aus­geprägt. Es ist der gle­iche Stoff, den Kof­fein nor­maler­weise block­iert — damit Kör­p­er und Geist wach und aufmerk­sam bleiben.

Echt zum Gähnen: Bewusst anspruchslose Geschichten und monotone Stimmen

Ger­ade in der unge­wohn­ten Umge­bung eines Hotelz­im­mers ist es wichtig, das Moti­va­tion­ssys­tem gewis­ser­maßen zu lang­weilen, um in den Ruhe­modus zu schal­ten. An dieser Stelle set­zt Pre­mier Inn mit drei beina­he hyp­no­tis­chen Hörgeschicht­en an. Wer der mit san­ft-monot­o­n­er Stimme gele­se­nen Muster­verord­nung lauscht, dem fall­en sich­er schnell die Augen zu. “Wo die Liebe hin­schläft” ist dage­gen der Titel der lang­weilig­sten Liebesgeschichte — von Roman­tik eher keine Spur.

Neben dem Effekt der Lang­weile wirken hier auch die gle­ich­mäßi­gen, beruhi­gen­den Töne oder Stim­men — und zwar auf den Parasym­pa­thikus. “Dieser Teil des Ner­ven­sys­tems ist für Entspan­nung und Regen­er­a­tion zuständig und reduziert den Cor­ti­sol­spiegel”, beschreibt Phys­io­ther­a­peut Thomas Aufmkolk. “So ver­langsamt sich der Herz­schlag; Puls, Blut­druck und die all­ge­meine Anspan­nung sinken und die Pro­duk­tion des Schlafhor­mons Mela­tonin wird angeregt.” In diesem Sinne, möge der Som­merurlaub gerne auch seine lang­weili­gen Momente haben!

Über die Sleep Academy Experten:

Dr. Car­olin Marx-Dick ist Lei­t­erin des Zen­trums für gesun­den Schlaf in Dres­den. Die Medi­ziner­in hat­te ihr Erweck­ungser­leb­nis in einem Schlafla­bor, wo Patient:innen zwar eine Diag­nose erhiel­ten, dann aber unbe­han­delt wieder nach Hause geschickt wur­den. Heute set­zt Car­olin Marx-Dick als spezial­isierte Psy­chother­a­peutin genau dort an und ver­hil­ft Men­schen mit Schlaf­störun­gen zu ein­er erhol­samen Nacht — und damit zur mehr Leis­tungs­fähigkeit am Tag. Dabei arbeit­et sie nach dem Konzept der MIND-BODY-SLEEP-DYNAMICS©. Dr. Car­olin Marx-Dick war bere­its drei Mal als Speak­erin zu Gast in der Pre­mier Inn Sleep Acad­e­my.

Thomas Aufmkolk ist staatlich geprüfter Phys­io­ther­a­peut und geschäfts­führen­der Gesellschafter des Insti­tuts für Bewe­gung und Ther­a­pie IBT. Bei der Mobil­i­sa­tion sein­er Patient:innen beweist er neben seinem tiefen Ver­ständ­nis für die men­schliche Anatomie ein fein­füh­liges Händ­chen. Wenn es um Meth­o­d­en geht, um Musku­latur und Ner­ven­sys­tem effizient zu entspan­nen, um bess­er einzuschlafen und für eine umfassende gesund­heitliche Pro­phy­laxe auch erhol­sam durchzuschlafen, ist Thomas Aufmkolk der richtige Ansprech­part­ner. Der phys­io­ther­a­peutis­che All­rounder war bere­its drei Mal als Speak­er zu Gast in der Pre­mier Inn Sleep Acad­e­my.

 

Foto: Pre­mier Inn Deutsch­land