ESA-Astronautin Sophie Adenot testet Sysem EasyMotion‑2 im All
ESA-Astronautin Sophie Adenot führt während ihrer Mission das wissenschaftliche Experiment „EasyMotion‑2“ auf der Internationalen Raumstation (ISS) durch. Damit ist EasyMotionSkin bereits zum zweiten Mal Teil einer Langzeitmission zur ISS. Denn im Weltall führt die fehlende Schwerkraft zu einem schnellen Abbau von Muskelmasse und Muskelkraft, besonders in den Beinen und im Rumpf. Alle Astronauten müssen dagegen ankämpfen. Mit der EMS (Elektrische Muskelstimulation oder Elektromyostimulation) wird elektrische Impulse über Elektroden auf der Haut an die Muskulatur weitergeleitet, um diese von außen zu Kontraktionen anzuregen.
Bewährte Technologie – auf der Erde und im All
EasyMotionSkin kam bereits während der ESA-Mission „Cosmic Kiss“ (2021–2022) erfolgreich mit dem Astronauten Matthias Maurer auf der ISS zum Einsatz. Das System soll Astronautinnen und Astronauten dabei unterstützen, Muskel- und Knochenabbau entgegenzuwirken, die in der Schwerelosigkeit auftreten. Das Experiment der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR wird unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Blottner vom Zentrum für Weltraummedizin und Extreme Umwelten der Charité – Universitätsmedizin Berlin durchgeführt und vom Europäischen Astronautenzentrum (EAC) der ESA unterstützt.
Das Training mit elektrischer Muskelstimulation (EMS) ergänzt das tägliche Trainingsprogramm im All und liefert zugleich Daten für die Weiterentwicklung moderner Trainings‑, Therapie- und Präventionskonzepte auf der Erde – von der Weltraummedizin über Rehabilitation bis hin zur Prävention altersbedingter Veränderungen.
Julia Weis, LEO & Suborbital Utilisation Team Leader bei der ESA: „Es ist bemerkenswert zu sehen, welche bedeutenden Fortschritte die Entwicklungsteams seit der ersten Mission bei der Optimierung des Anzugkonzepts für den Einsatz auf der Raumstation erzielt haben. Ich freue mich sehr, dass wir EasyMotion‑2 nun gemeinsam mit Sophie Adenot weiterführen können.“
Vom Start-up zum Weltraumpionier
In nur wenigen Jahren hat sich EasyMotionSkin von einem visionären Start-up, gegründet von Prof. Dr. Dirk Fritsche, zu einem Unternehmen entwickelt, das als Teil der milon group die EMS-Technologie international mitprägt. Heute steht EasyMotionSkin für eine wissenschaftlich erprobte Technologie, die ihre Leistungsfähigkeit unter den besonderen Bedingungen im Weltraum unter Beweis stellt und zugleich für Training, Prävention und gesundheitliche Anwendungen auf der Erde entwickelt und eingesetzt wird.
Christian Jäger, Unternehmer und Investor: „Von Seefeld bis ins All – unsere Technologie zeigt ihre Stärke dort, wo höchste Anforderungen gelten. EasyMotionSkin soll Menschen dabei unterstützen, effizient zu trainieren, ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu tun. Die Erkenntnisse aus dem Einsatz unter Extrembedingungen können dazu beitragen, die Technologie weiterzuentwickeln und damit auch vielen Menschen auf der Erde zugutekommen.“
Foto: ESA/NASA
