Was Singles tun, wenn sie es ernst meinen

Beim Dat­ing wer­den bes­timmte Ver­hal­tensweisen gern als Anze­ichen inter­pretiert, dass das Gegenüber Inter­esse an ein­er Beziehung hat. Doch die bevölkerungsrepräsen­ta­tive ElitePart­ner-Studie 2024 zeigt jet­zt: So richtig klar ist die Lage nicht. Fragt man Sin­gles in Deutsch­land, welche Dinge sie erst dann tun wür­den, wenn sie es ernst meinen, sind die Antworten nicht ger­ade ein­deutig.

 

Urlaub und Treffen mit Freund:innen sind die klarsten Anzeichen

Sich­er ist, dass nichts sich­er ist: Wie die bevölkerungsrepräsen­ta­tive ElitePart­ner-Studie mit über 2.000 Sin­gles zeigt, gibt es kein ein­deutiges, uni­verselles Sig­nal, dass jemand wirk­lich eine Beziehung möchte. Einiger­maßen sich­er sein kön­nen sich Part­ner­suchende immer­hin, wenn es an die Urlaub­s­pla­nung geht. Jed­er zweite Sin­gle in Deutsch­land würde erst dann eine gemein­same Reise pla­nen, wenn er:sie an ein­er Beziehung inter­essiert ist (49 Prozent). Auch ein Date mit den besten Freund:innen taugt noch halb­wegs als Indika­tor: Für 43 Prozent käme ein Tre­f­fen mit Date-Partner:in und engen Freund:innen erst in Frage, wenn es auf eine Beziehung hin­aus­läuft. Vor allem Frauen wür­den das Tre­f­fen mit den Besties eher erst dann ange­hen, wenn sie es ernst meinen (48 Prozent). Wenn Män­ner jeman­den zum Geburt­stag des besten Kumpels mit­nehmen, ist das dage­gen sel­tener ein Verbindlichkeits-Sig­nal (38 Prozent).

 

Wenn Zärtlichkeit selbstverständlich wird

Wenn nicht mehr jed­er Kuss aufre­gend ist, son­dern Begrüßungs- und Abschied­sküsse selb­stver­ständlich wer­den, ist das immer­hin für 42 Prozent der Sin­gles ein Sig­nal, dass sie dabei sind, sich einzu­lassen. Ähn­lich sieht es bei Zärtlichkeit in der Öffentlichkeit aus: 40 Prozent wür­den erst dann vor anderen Men­schen den Arm um jeman­den leg­en oder Händ­chen hal­ten, wenn sie sich eine Beziehung vorstellen kön­nen. Für eben­so viele kommt zudem Sex erst dann in Frage, wenn sie es ernst meinen (40 Prozent). Neben kör­per­lich­er ist auch emo­tionale Nähe ein möglich­es Anze­ichen von Verbindlichkeit: 41 Prozent der Sin­gles ver­trauen sich erst dann emo­tion­al an und sprechen auch über ern­ste per­sön­liche The­men, wenn sie an ein­er Beziehung inter­essiert sind. Wenn das Gegenüber von gesund­heitlichen Prob­le­men oder schwieri­gen Erleb­nis­sen in der Ver­gan­gen­heit berichtet, ist das also zumin­d­est ein Indiz.

 

Ein Wohnungsschlüssel und ein Fach im Schrank bedeuten noch keine Beziehung

Mein Haus, dein Haus? Inter­es­sant ist, dass das Über­lassen eines eige­nen Woh­nungss­chlüs­sels kein klares Anze­ichen für echt­es Beziehungsin­ter­esse ist (38 Prozent). Und auch ein eigenes Fach im Schrank oder eine eigene Schublade sind nicht immer als Sig­nal gemeint (34 Prozent). Nicht ein­mal eine klare Absprache, nie­mand anderen mehr zu dat­en – also Exk­lu­siv­ität zu vere­in­baren – ist ein ein­deutiges Anze­ichen für Beziehungsin­ter­esse (28 Prozent). Allerd­ings messen Frauen (31 Prozent) ein­er solchen Vere­in­barung mehr Bedeu­tung zu als Män­ner (25 Prozent).

 

Trügerisches Signal: Tägliches Schreiben und gemeinsame Fotos

So oft wie er mir schreibt, das ist doch fast, als wären wir zusam­men!“ – solche Analy­sen kön­nen täuschen. Ger­ade ein­mal 31 Prozent der Sin­gle-Frauen und 32 Prozent der Sin­gle-Män­ner sparen das tägliche Schreiben für Date-Partner:innen auf, mit denen sie wirk­lich eine Beziehung einge­hen möcht­en. Die Schreibfre­quenz kann also allen­falls ein Indiz, aber kein Beweis für ern­stes Inter­esse sein. Wenn jemand gemein­same Self­ies in sozialen Medi­en postet, ist eben­falls Vor­sicht ange­sagt: Nur 23 Prozent wür­den lediglich dann, wenn sie an ein­er Beziehung inter­essiert sind, gemein­same Fotos auf Insta­gram, Face­book und Co veröf­fentlichen.

 

Komplimente und Einladungen? Bitte nicht überinterpretieren!

Auch viele Kom­pli­mente (20 Prozent) und häu­fige Ein­ladun­gen im Café oder Restau­rant (17 Prozent) sind nur sel­ten ein klar­er Indika­tor für Beziehungsin­ter­esse. Allerd­ings unter­schei­den sich Frauen und Män­ner hier klar: Immer­hin jed­er vierte Mann macht erst dann viele Kom­pli­mente, wenn er es ernst meint (25 Prozent), hinge­gen nur 15 Prozent der Frauen. Auch das Übernehmen der Rech­nung ist für Män­ner eher mit Beziehungsin­ter­esse verknüpft (22 Prozent) als für Frauen (12 Prozent).

 

Eine Uneindeutigkeit der Signale führt nicht selten zu Missverständnissen und Enttäuschungen

Der Zeit­punkt, sich in eine Beziehung einzu­lassen, ist indi­vidu­ell sehr ver­schieden“, gibt Diplom-Psy­cholo­gin und ElitePart­ner-Exper­tin Lisa Fis­chbach zu bedenken. „Genau­so indi­vidu­ell ist, wie dies zum Aus­druck gebracht wird. Der Wun­sch nach etwas Verbindlichem ist sel­ten eine Ad-hoc-Entschei­dung, son­dern wächst meist kon­tinuier­lich. Um sich zu ver­lieben und Gefüh­le zuzu­lassen, brauchen viele eine ver­lässliche Basis. Die Ergeb­nisse zeigen aber eine Unein­deutigkeit der Sig­nale – das führt nicht sel­ten zu Missver­ständ­nis­sen, aber auch zu Ent­täuschun­gen. Sin­gles soll­ten mit ihrem Date sprechen, wenn ihre Unsicher­heit hin­der­lich wird oder sog­ar zum Rück­zug führen kön­nte.

 

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Quelle: Elite Part­ner
Foto: Elite Part­ner