Auf geht’s zur 10. Neo.Fashion. in Berlin

Deutschlands vielseitigste Plattform für Modenachwuchs macht sich auf zu neuen Ufern | Über 620 Talente, neun Ausgaben, ein Meilenstein: Die Neo.Fashion. feiert im Juli 2026 ihre 10. Edition

Deutschlands vielseitigste Plattform für Mode-Nachwuchs begeht ihr zehnjähriges Bestehen mit einer Neuausrichtung und einem Standortwechsel: Zur 10. Edition findet die Neo.Fashion. im Rahmen der Berlin Fashion Week vom 2. bis 4. Juli 2026 in einer ehemaligen Industriehalle am „Neuen Ufer 13“ in Berlin-Moabit statt. Seit der Gründung 2017 haben mehr als 620 Absolvent:innen ihre Kollektionen präsentiert; in diesem Jahr werden bis zu 80 Teilnehmende in über zehn Shows erwartet.

Auf dem Programm stehen die Best Graduates Shows und Aspiring Designer Shows; zudem werden der Neo.Fashion. Award und der Digital Fashion Award verliehen. Zugesagt haben bislang zehn Hochschulen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Ukraine. Inhaltlich steht insbesondere das Thema Nachhaltigkeit im Fokus der Arbeiten. Mit der Gründung des gemeinnützigen Neo.Fashion. e.V. im Jahr 2025 wurden zudem die organisatorischen Strukturen professionalisiert und die Grundlage für eine langfristige Nachwuchsförderung gestärkt.

 

„Es geht darum, das Besondere einer Kollektion sichtbar zu machen“, sagt Elke Degenkolb, Art Director der Neo.Fashion und Mitglied im Organisationsteam des Neo.Fashion. e.V. Mit ihrer langjährigen Erfahrung aus der Luxusmode bringt sie ein ausgeprägtes Gespür für Ästhetik und Inszenierung ein. „Jede Kollektion erzählt eine Geschichte – unsere Aufgabe ist es, diese Geschichten wirkungsvoll in Szene zu setzen und zur Sichtbarkeit und Wertschätzung der Modeschaffenden beizutragen.“

 

 

Seit 2017 ist viel passiert

Was 2017 mit einer Vision begann, ist heute eine feste Größe für junge Fashion Designerinnen und -Designer in Deutschland: Die Neo.Fashion. feiert in diesem Jahr ihre 10. Edition. Seit der ersten Graduate Show im Herbst 2017 im Berliner Motorwerk Weißensee haben gut 620 Absolvent:innen aus ganz Deutschland auf der Neo.Fashion. ihre Abschlusskollektionen präsentiert. 2019 wurde die Neo.Fashion. erstmals Teil der offiziellen Berlin Fashion Week und hat sich seitdem im Kalender der internationalen Modewoche etabliert. Mit den Best Graduates Shows, den Aspiring Designer Shows, dem Neo.Fashion. Award sowie dem im vergangenen Jahr erstmals verliehenen Digital Fashion Award ist ein einzigartiges Ökosystem entstanden, das weit über eine reine Präsentationsplattform hinausgeht.

Mit der Gründung des gemeinnützigen Neo.Fashion. e.V. im Jahr 2025 markiert die Initiative einen wichtigen Schritt in Richtung langfristiger und strukturierter Nachwuchsförderung. Ein breit aufgestelltes Organisationsteam bearbeitet in der neuen Aufstellung die unterschiedlichen Bereiche der Neo.Fashion. von der Hochschulkoordination über Kommunikation und Marketing bis hin zur technischen Umsetzung und den Kontakten zur Modeindustrie, zur Textilforschung und zu Start-Ups. Workshops, Wettbewerbe, Mentoring-Programme und internationale Kooperationen gehören künftig zum erweiterten Angebot der Neo.Fashion.

 

„Die Zukunft der Mode entsteht im Zusammenspiel von professioneller Ausbildung, gelebter Praxis und echter Zusammenarbeit“, betont Prof. Horst Fetzer von der HTW Berlin, der die Neo.Fashion. von Beginn an unterstützt und heute mit zum Organisationsteam des Neo.Fashion. e.V. zählt. „Die Neo.Fashion. schafft genau diese Verbindung – zwischen Hochschulen, Talenten und Industrie. Sie ist zu einem unverzichtbaren Teil der deutschen Modeausbildungslandschaft geworden.“

 

 

Neue Location für zehn Modenschauen

Außerdem vollzieht die Neo.Fashion. eine räumliche Neuorientierung: Vom 2. bis 4. Juli 2026 – wie immer zur Berlin Fashion Week – zieht die Veranstaltung diesmal ins „Neues Ufer 13“ in Berlin-Moabit: eine ehemalige Industriehalle, die mit ihrer rohen, urbanen Ästhetik einen authentischen Rahmen für junge, unverbrauchte Modesprache bietet.

 

Wir verstehen das ‚Neues Ufer‘ als eine Metapher: Für uns als Format, das sich seit zehn Jahren immer wieder neu erfindet. Und für die Talente, die hier ihre Kollektionen zeigen und deren Ziel ein neues Ufer ist“, so Jens Zander, Geschäftsführer der Agentur S49 für Markeninszenierung, Gründer der Neo.Fashion und Leiter des neuen Neo.Fashion. e.V. In diesem Team konzentriert sich Zander auf die Produktion und strategische Weiterentwicklung der Plattform.

 

Vorgesehen sind wieder über zehn professionelle Modenschauen, in denen ausgewählte Absolvent:innen aus nahezu allen deutschen Modehochschulen ihre Kollektionen präsentieren. Pro Schau zeigen jeweils sechs bis acht Nachwuchsdesigner:innen ihre Arbeiten. Insgesamt treten im Juli bis zu 80 Teilnehmende vor ein breites öffentliches Publikum – weit über die Fachwelt hinaus. In diesem Ansatz unterscheidet sich die Neo.Fashion. von anderen Formaten. Ihre Teilnahme bereits fest zugesagt haben zehn Hochschulen, und zwar Pforzheim, Niederrhein, AMD Düsseldorf, Reutlingen, Hannover, Bielefeld, HTW Berlin, Macromedia, Burg Halle sowie Hamburg. International sind die Kunstuniversität Linz (Österreich), die FHNW Basel (Schweiz), Fashion Art Toronto (Kanada) sowie die KNUTD Kyjiw (Ukraine).

Ein Thema zieht sich durch nahezu alle auf der Neo.Fashion. präsentierten Kollektionen: Nachhaltigkeit. Was vor zehn Jahren noch Nischenthema war, ist heute essenzieller Bestandteil und Motor der kreativen Arbeit junger Designer:innen. Von der Materialwahl über Produktionsprozesse bis hin zu zirkulären Designansätzen – die Neo.Fashion.-Absolventinnen und -Absolventen denken Mode von Grund auf neu und setzen Standards für eine verantwortungsvolle Zukunft der Branche. Die Neo.Fashion. fördert diesen Wandel aktiv und schafft Raum für innovative, nachhaltige Ansätze.

 

„Die Förderung junger Talente stellt eine gemeinsame Verantwortung dar – von Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft. Diese Überzeugung trägt die Neo.Fashion. seit der ersten Stunde und wird unser Handeln auch in Zukunft bestimmen“, betont Ansgar Werrelmann, Mode- und Werbefotograf mit über 30-jähriger Erfahrung und Mitglied im Organisationsteam des Neo.Fashion. e.V.

 

 

Von der Herzensangelegenheit zur festen Größe der Branche

Gegründet wurde die Neo.Fashion. von Jens Zander. Im Sommer 2016 entwickelte er mit seinem Team und einer Studentin der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) die Idee, eine professionelle Plattform für Absolventinnen und Absolventen des Mode-Studiums zu schaffen. „Als Umsetzer von Ideen in Veranstaltungen habe ich nicht lange gezögert, mit der Neo.Fashion. etwas zu schaffen, was den Modetalenten eine Bühne gab, die sie so bislang nicht hatten“, erklärt Zander rückblickend. Die Art-Direction der ersten Ausgaben lag bei Anke Schlöder von der HTW, die das Format gemeinsam mit Zander und Prof. Horst Fetzer entwickelte und gründete. Bereits die erste Veranstaltung 2017 zog über 1.000 Gäste und mehr als 40 Pressevertreter an.

 

„Nachwuchsförderung braucht Sichtbarkeit, politische Unterstützung und starke Netzwerke“, betont Petra Diroll, Leiterin Politik und Kommunikation beim Gesamtverband textil+mode und Mitglied im Organisationsteam des Neo.Fashion. e.V. „Die Neo.Fashion. leistet genau das: Sie macht Talente sichtbar, vernetzt sie mit der Wirtschaft und schafft eine Brücke zwischen Ausbildung und Berufseinstieg – für die gesamte Branche.“

 

 

Nachwuchsförderung als Investition in die Zukunft

Die gesamte deutsche Modewirtschaft – einschließlich Handel, Start-ups und FashionTech – erwirtschaftet nach Berechnungen von Oxford Economics im Auftrag des Fashion Council Germany (FCG) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) einen BIP-Beitrag von rund 70 Milliarden Euro und sichert rund eine Million Arbeitsplätze. Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie erwirtschaftet davon jährlich rund 32 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigt über 120.000 Menschen in rund 1.400 Unternehmen. Der gesamte deutsche Bekleidungsmarkt verzeichnete 2025 einen Umsatz von rund 67,7 Milliarden Euro. Um diese Position zu halten und auszubauen, braucht es kontinuierliche Nachwuchsförderung. Plattformen wie die Neo.Fashion. spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie bilden die Schnittstelle zwischen Ausbildung und Berufseinstieg und ermöglichen es jungen Designer:innen, sich mit der Industrie zu vernetzen und erste Sichtbarkeit zu erlangen.

 

Erfolgsgeschichten und internationale Partnerschaften

Die Bedeutung der Neo.Fashion. als Sprungbrett für junge Designer:innen zeigt sich in zahlreichen Erfolgsgeschichten: Viele Absolventinnen und Absolventen, die ihre erste Kollektion auf der Neo.Fashion. präsentierten, sind dort heute mit eigenen Labels vertreten und haben sich als feste Größen im Kalender der Berlin Fashion Week etabliert.

Besonders hervorzuheben ist die seit 2022 bestehende Partnerschaft mit der Ukrainian Fashion Week, die ukrainischen Designtalenten trotz der schwierigen Situation in ihrer Heimat eine internationale Bühne bietet. Strategische Partner wie der Fashion Council Germany (FCG) und der Gesamtverband textil+mode unterstützen die Neo.Fashion. dabei, die Reichweite zu vergrößern und jungen Talenten Türen in die Industrie zu öffnen.

 

„Junge Talente brauchen mehr als Können: klare Kommunikation, verlässliche Strukturen und starke Netzwerke“, ergänzt Klaus-Peter Rieser, der seine langjährige Erfahrung aus der Unternehmenskommunikation ins Neo.Fashion.-Team einbringt. „Mit der Vereinsgründung schaffen wir genau diese professionelle Basis – damit kreative Ideen auch wirklich nachhaltige Wirkung entfalten können.“

 

 

Neo.Fashion. – das Ökosystem

Best Graduates Show: Die Hauptshow der Neo.Fashion. während der Berlin Fashion Week, bei der die besten Abschlusskollektionen von Modedesign-Studierenden aus ganz Deutschland in professionellen Laufsteg-Shows präsentiert werden. Neo.Fashion. Award: Auszeichnung für herausragende Nachwuchstalente, die sich durch besondere Kreativität, Innovation oder nachhaltige Ansätze in ihren Kollektionen auszeichnen und damit Impulse für die Zukunft der Modebranche setzen. Aspiring Designer Shows: Plattform für junge Designerinnen und Designer, die bereits erste Schritte in die Selbstständigkeit gemacht haben und ihre eigenen Labels aufbauen – sie erhalten die Möglichkeit, ihre aktuellen Kollektionen einem breiten Fachpublikum vorzustellen. Digital Fashion Award: Die Einführung im Jahr 2025 setzt Zeichen für eine Mode, die den digitalen Raum nicht mehr nur als Werkzeug, sondern als eigenständigen Gestaltungsort begreift. Für die Neo.Fashion. markiert er einen zentralen Schritt in der Weiterentwicklung des Formats und eröffnet ein neues Kapitel in der Förderung digitaler Nachwuchstalente.

 

Neo.Fashion. – das neue Organisationsteam

Hier ein Blick auf das Orga-Team hinter der Neo.Fashion:

  • Elke Degenkolb – Art Direction der Neo.Fashion. seit 2021. Die Geschäftsführerin von Studio 5 Berlin bringt über 20 Jahre Erfahrung in der Luxus-Modebranche mit, unter anderem durch Zusammenarbeit mit Marken wie Jil Sander, Prada, Strenesse, Bogner und Wolford.
  • Petra Diroll – Leiterin Politik und Kommunikation beim Gesamtverband textil+mode. Die ehemalige ARD-Journalistin und Pressesprecherin des Bundespräsidenten sowie des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist seit 2018 beim Gesamtverband.
  • Prof. Horst Fetzer – Professor für Modedesign an der HTW Berlin mit den Schwerpunkten Mode und Funktion, Kollektionsstrategie sowie innovative Produktentwicklung. Fetzer ist Prodekan der School of Culture and Design und war von Beginn an wichtiger Partner und Unterstützer der Neo.Fashion.
  • Sophie Fuhlbrügge – ist Bekleidungstechnikerin und Modedesignerin (BA/MA, HTW Berlin), wo sie auch als Lehrende tätig ist. Als ehemalige Graduate Show-Teilnehmerin ist sie der Neo.Fashion. eng verbunden und verantwortet im Team Pressearbeit, Gästemanagement und interne Kommunikation.
  • Klaus-Peter Rieser – Kommunikationsexperte mit langjähriger Erfahrung in der chemischen Industrie. Er begleitet die Neo.Fashion. in Fragen der professionellen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
  • Daniel Triebke – ist seit über 20 Jahren selbstständiger Unternehmer und Geschäftsführer der Agentur Markburg. Er verantwortet die strategische Entwicklung von Marken für Start-ups, Mittelstand und DAX-Konzerne. Zudem engagiert er sich als Gründerberater an der Europa-Universität Viadrina und ist Mitgründer und Mitentwickler der Neo.Fashion.
  • Ansgar Werrelmann – ist Mode- und Werbefotograf mit über 30 Jahren internationaler Erfahrung und arbeitete in Europa, den USA und Südafrika. Er ist zudem als Hochschuldozent tätig. Für Neo.Fashion übernimmt er Aufgaben in der Kommunikation sowie in der strategischen Ausrichtung.
  • Jens Zander – Gründer und Leiter des Neo.Fashion. e.V. Zander ist Geschäftsführer der Agentur S49 für Markeninszenierung und rief 2016 die Neo.Fashion. ins Leben.

 

Neo.Fashion. – auf einen Blick

Die Neo.Fashion. ist Deutschlands größte Plattform und Netzwerk für junge Fashion-Designerinnen und -Designer. Seit 2017 bietet sie Absolventen und Absolventinnen von Mode- und Designhochschulen sowie aufstrebenden Nachwuchslabels eine professionelle Bühne zur Präsentation ihrer Kollektionen. Als fester Bestandteil der Berlin Fashion Week präsentiert die Neo.Fashion. die besten Graduierten aus ganz Deutschland in Fashion Shows, Showrooms und digitalen Formaten. Mit der Gründung des gemeinnützigen Neo.Fashion. e.V. im Jahr 2025 wurde die Initiative dauerhaft als Verein etabliert und fördert Talente nun ganzjährig durch Wettbewerbe, Workshops, Mentoring-Programme und internationale Kooperationen. Die Neo.Fashion. steht für Diversität, Innovation und Nachhaltigkeit in der Mode und schafft ein unterstützendes Umfeld, in dem interdisziplinärer Austausch und die Verbindung von Kreativität mit Wirtschaft im Mittelpunkt stehen. Strategische Partner sind unter anderem der Fashion Council Germany und der Gesamtverband textil+mode. Weitere Info

 

Alle Fotos: Günther Dorn / geniesserinnen.de, Neo.Fashion 2024