Netzwerken gegen gesellschaftliche Ungleichheiten, starke Thesen und starke Frauen

Das war der Female Future Force Day 2024 von Edition F

Wir kön­nen dankbar sein, dass Frauen vor uns Dinge erkämpft haben. Die fall­en nicht vom Him­mel!” — Bun­de­saußen­min­is­terin Annale­na Baer­bock begeis­terte mit klaren State­ments für female empow­er­ment aber auch für mehr Mut für den Kampf ein­er freien Gesellschaft die Besucherin­nen und Besuch­er beim Female Future Force Day am 12.10.2024 in Berlin.

Nach ihrem Talk mit Funke-Ver­legerin Julia Beck­er (Foto) gab es Stand­ing Ova­tions für die bei­den. Ins­ge­samt rund 70 Speak­erin­nen und Speak­er, darunter auch die Vizepräsi­dentin des Europäis­chen Par­la­ments Kata­ri­na Bar­ley, Ärztin, Jour­nal­istin und Autorin Gil­da Sahe­bi, Mod­er­a­torin und Autorin Sarah Kut­tner, Sozi­olo­gin Prof. Dr. h.c. Jut­ta All­mendinger sowie die Mod­er­a­torin Janin Ull­mann.

Mit mehr als 1.000 Gästen war die Ver­anstal­tung ausverkauft. Begleit­et wurde der Tag vom Start der Peti­tion “Demokratie stärken, Gle­ich­berech­ti­gung fördern! Brück­en in eine gerechtere Zukun­ft bauen!” von Edi­tion F mit Forderun­gen an die Bun­desregierung.

 

Starke Frauen wer­den diese Welt auch in Zukun­ft verän­dern.
Funke-Ver­legerin Julia Beck­er

 

Lasst uns gemein­sam Brück­en bauen, wo uns Gräben tren­nen”, eröffnete Bar­bara Brehm, Geschäfts­führerin Funke Lifestyle, zu der auch der FFF Day gehört, die Kon­ferenz. “Bridge the Gap” war das 2024er Mot­to der Ver­anstal­tung. Hier eine Auswahl der Pan­els und Aus­sagen in der Über­sicht:

Diese The­men über die wir heute reden, sind schon so so lange auf dem Tisch und wir haben keine Zeit mehr”, sagte die Sozi­olo­gin Prof. Dr. h.c. Jut­ta All­mendinger im Eröff­nungspan­el “Bridge the Care Gap — Sorgear­beit fair-teilen”. “Egal was man macht, es ist falsch. Wenn wir zwölf Monate Pause machen für die Kinder, heißt es, wir seien zu wenig ambi­tion­iert. Wenn wir zwei Monate Pause machen, gel­ten wir als Raben­müt­ter”, so All­mendinger.

 

Wir [Frauen] kön­nen eine andere Art von Poli­tik machen!
Außen­min­is­terin Annale­na Baer­bock

 

Außen­min­is­terin Annale­na Baer­bock und Funke-Ver­legerin Julia Beck­er sprachen über fem­i­nis­tis­che Außen­poli­tik und Frauen in Führungspo­si­tio­nen. “Wir [Frauen] kön­nen eine andere Art von Poli­tik machen”, sagte Baer­bock. Die Poli­tik sei weltweit durch rechte Kräfte her­aus­ge­fordert, die nicht wollen, dass Frauen Macht haben, so Baer­bock über Gemein­samkeit­en von Frauen in der Poli­tik und im Jour­nal­is­mus.

Die Außen­min­is­terin erzählte eben­falls von ihren Erfahrun­gen im Poli­tik­be­trieb als junge Mut­ter. Bei ihrem Antritts­be­such in Brüs­sel sei sie von anderen Außen­min­is­terin­nen gefragt wor­den, was eigentlich los sei in Deutsch­land: Sie seien ver­wun­dert gewe­sen über die Frage, ‘Kön­nen Sie den Job über­haupt machen mit zwei kleinen Kindern? Die Außen­min­is­terin von Bel­gien, die auch kurzzeit­ig Pre­mier­min­is­terin war, habe ihr gesagt: Sie habe vier Kinder und sei noch nie danach gefragt wor­den, ob sie es schaffe. “Wir müssen uns doch nicht über unsere Geburten­rate wun­dern”, sagte Baer­bock, wenn Frauen sug­geriert werde, es gin­ge nicht, einen Spitzen­job und Kinder zu haben.

Es gibt unendlich viel mehr Dinge, die man noch verän­dern muss. Aber immer­hin ist diese Bewe­gung nicht mehr aufzuhal­ten”, sagte Julia Beck­er. “Starke Frauen wer­den diese Welt auch in Zukun­ft verän­dern.

Beim Pan­el “Bridge the Gap: Wie wir Brück­en schla­gen” disku­tierten unter anderem Kata­ri­na Bar­ley, Vizepräsi­dentin des Europäis­chen Par­la­ments, und Jour­nal­istin und Autorin Gil­da Sahe­bi über das Auseinan­der­driften der Gesellschaft. Sie the­ma­tisierten poli­tis­che Gräben, soziale Unter­schiede und die Rolle von Ost und West. “Unser stärk­stes Gefühl, das wir Men­schen haben, ist die Angst. Und daran wird [von recht­en Parteien] appel­liert, weil es eben viel, viel leichter ist, an Angst zu appel­lieren, als an das Zuge­hörigkeits­ge­fühl”, so Bar­ley.

Um die Rolle des Sports im Kampf gegen Diskri­m­inierung ging es im Pan­el “Bridge the Sport Gap: Mehr als nur Spiel”, auf dem unter anderem die ehe­ma­lige Fußball-Bun­de­strainer­in Stef­fi Jones und die zweifache Olympiasiegerin im Bah­n­rad­fahren Kristi­na Vogel disku­tierten. “Zusam­men kön­nen wir auch etwas verän­dern. Es ist immer ein Prozess, das wird auch nie wegge­hen, weil es ein­fach men­schlich ist”, sagte Jones. Auf dem Pan­el saß eben­falls Fit­ness-Influ­encerin Jan­i­na Nagel.

Die voll­ständi­ge Über­sicht aller Pan­els find­et Ihr unter fffday.com

 

Foto: Funke / FFF Day 2024