Djamila Rowe: Der Preis meiner Prominenz ist die Einsamkeit

Seit 24 Jahren ste­ht die Dschun­gelköni­gin in der Öffentlichkeit. Im Inter­view mit 4based spricht die 58-Jährige über Dat­ing-Apps, gescheit­erte Ken­nen­lern­ver­suche, junge Fans und die Schat­ten­seit­en der Bekan­ntheit.

Beru­flich läuft es für Djami­la Rowe derzeit bess­er denn je. Neue TV-Pro­jek­te, Drehar­beit­en, Pod­cast-Anfra­gen und eine stetig wach­sende Com­mu­ni­ty auf Social Media sor­gen dafür, dass die Dschun­gelköni­gin auch 24 Jahre nach ihren ersten Schlagzeilen noch immer gefragt ist. Allein auf Insta­gram fol­gen ihr inzwis­chen rund 120.000 Men­schen. Viele davon sind über­raschen­der­weise deut­lich jünger als sie selb­st. Doch während ihre Kar­riere weit­er Fahrt aufn­immt, bleibt ein Wun­sch bis­lang uner­füllt: die große Liebe.

Ein Moment emotionaler Schwäche

Im Inter­view mit 4based spricht die 58-Jährige ungewöhn­lich offen über die Her­aus­forderun­gen ihres Pri­vatlebens und erk­lärt, warum sie Dat­ing-Apps inzwis­chen den Rück­en gekehrt hat. „Ich habe mich tat­säch­lich für genau vier Tage auf ein­er Dat­ing-Plat­tform angemeldet. In einem Moment emo­tionaler Schwäche“, erzählt Rowe. „So schnell, wie ich auf der Plat­tform war, bin ich auch wieder ver­schwun­den. Diese Apps kosten Zeit, Energie und machen schlechte Laune.

Beson­ders schwierig sei für sie, dass ein nor­males Ken­nen­ler­nen auf­grund ihrer Bekan­ntheit kaum noch möglich sei. „Dann googeln sie dich vorher und denken, alles über dich zu wis­sen. Du denkst, es wird ein pri­vates Ken­nen­ler­nen, aber plöt­zlich fühlt es sich an wie ein Inter­view oder ein Ver­hör. Man fragt sich irgend­wann, ob das Inter­esse wirk­lich dir als Men­sch gilt oder nur der Per­son aus der Öffentlichkeit.

Die Real­i­ty-TV-Ikone, die 2023 als Nachrück­erin ins Dschun­gel­camp zog und über­raschend als Siegerin her­auskam, blickt inzwis­chen auf mehr als zwei Jahrzehnte im Ram­p­en­licht zurück. Der Dschun­gelsieg habe ihr Leben nach­haltig verän­dert. Viele Men­schen hät­ten damals erst­mals die echte Djami­la ken­nen­gel­ernt. „Nach dem Dschun­gel hat­ten die Leute plöt­zlich ein ganz anderes Bild von mir. Das ist für mich bis heute eines der schön­sten Geschenke über­haupt.

Der Preis für meine Bekanntheit wird Einsamkeit im Alter sein

Trotz aller pos­i­tiv­en Erfahrun­gen hat die Bekan­ntheit auch ihren Preis. „Jede Medaille hat zwei Seit­en“, sagt Rowe. „Ich sage oft zu mir selb­st: Der Preis, den ich für meine Bekan­ntheit zahle, wird wahrschein­lich die Ein­samkeit im Alter sein.“ Ein Satz, der zeigt, dass hin­ter der glam­ourösen Fas­sade auch eine nach­den­kliche Frau steckt, die sich manch­mal genau das wün­scht, was viele andere Men­schen als selb­stver­ständlich anse­hen: ein ehrlich­es Ken­nen­ler­nen ohne Vorurteile und ohne Google-Suche.

Von ihrem Alter lässt sich Djami­la Rowe dabei nicht aus­brem­sen. Im Gegen­teil. Die 58-Jährige erlebt aktuell eine ihrer erfol­gre­ich­sten Phasen. Beson­ders bemerkenswert: Ein großer Teil ihrer Fans ist deut­lich jünger als sie selb­st. „Viele denken, meine Com­mu­ni­ty beste­ht nur aus Men­schen mein­er Gen­er­a­tion. Dabei habe ich unglaublich viele jün­gere Fans. Das über­rascht viele, zeigt aber auch, dass Alter heute längst nicht mehr so wichtig ist, wie viele glauben.

Auch deshalb hat sich Rowe entsch­ieden, auf 4based aktiv zu wer­den. Dort möchte sie ihren Fans noch per­sön­lichere Ein­blicke geben und den direk­ten Aus­tausch inten­sivieren. „Eine Pro­mi-Frau in meinem Alter, die diesen Weg geht, gab es so bish­er kaum. Ich glaube, ich fülle damit eine Lücke, die es bish­er auf solchen Plat­tfor­men noch nicht gab.

Abseits von Kam­eras, Blit­zlicht und Social Media beschreibt sich die Berliner­in über­raschend boden­ständig. Ihre Freizeit ver­bringt sie am lieb­sten mit ihrer 16-jähri­gen Tochter, ihren bei­den Hun­den, in der Natur oder beim Kochen. „Ich bin wahrschein­lich viel lang­weiliger, als die meis­ten denken“, sagt sie lachend. „Für mich begin­nt eine Date-Night heute um 18 Uhr. Wenn jemand erst um 20 Uhr essen gehen möchte, bekomme ich schon inner­lich Panik.“ Ver­bit­tert wirkt Djami­la Rowe trotz ihrer Erfahrun­gen nicht. Vielmehr konzen­tri­ert sie sich auf die Dinge, die ihr wichtig sind: Gesund­heit, Fam­i­lie, ihre Pro­jek­te und die Men­schen, die sie seit Jahren begleit­en. Und wer weiß – vielle­icht wartet die große Liebe ja doch noch irgend­wo. Nur eben nicht in ein­er Dat­ing-App.

Über 4based

4based ist eine Cre­ator-zen­tri­erte Plat­tform und Analy­se­in­stanz für Trends an der Schnittstelle von Erotik, Con­tent Cre­ation und dig­i­taler Kul­tur. Im Fokus ste­hen echte Stim­men, selb­st­bes­timmte Per­spek­tiv­en und aktuelle Entwick­lun­gen inner­halb der Cre­ator Econ­o­my. Jami­la Rowe find­et hier auch.

 

Text und For: Djami­la Rowe/4based