Likes, Herzchen, heimliche DMs

BestFans Creatorin Jana erklärt, wann digitaler Flirt zur Beziehungsfrage wird

Ein Like hier, ein Flam­men-Emo­ji da und plöt­zlich lan­det eine Nachricht im Post­fach: Social Media haben das Flirten so ein­fach gemacht wie noch nie. Doch ab wann wird aus harm­los­er Neugi­er ein Ver­trauens­bruch? Genau darüber ger­at­en viele Paare spätestens seit dem Boom von sozialen Medi­en aneinan­der. Während ein freizügiger Account für die einen über­haupt kein The­ma ist, fühlt sich für andere schon die heim­liche Reak­tion auf eine Sto­ry wie ein klein­er Seit­en­sprung an. Best­Fans Cre­atorin Jana ken­nt die andere Seite solch­er Nachricht­en ziem­lich gut.

Beson­ders auf­fäl­lig: Unter den Män­nern, die Kon­takt zu ihr suchen, sind offen­bar etliche längst liiert. „Ich habe selb­st genü­gend Fol­low­er und kann da lei­der mitre­den, wie viele vergebene, zum Teil sog­ar ver­heiratete Män­ner sich in meine DMs ver­laufen“, erzählt sie. Die Con­tent Cre­atorin weiß genau, wie es Paaren gelingt, zwis­chen harm­losen Klicks und echt­en Gren­züber­schre­itun­gen zu unter­schei­den.

Zwischen Like und Flirt

Wer auf Social Media ein­er anderen Per­son fol­gt, die sich vielle­icht freizügig oder sog­ar ero­tisch zeigt, betrügt den Lieb­sten damit nicht automa­tisch. Trotz­dem kann selb­st ein Like Ärg­er aus­lösen, wenn der Part­ner oder die Part­ner­in solche Gesten als Flirt empfind­et. „Wenn jemand vergeben oder sog­ar ver­heiratet ist, haben Likes, Reak­tio­nen auf meine Sto­ry oder auch nur eine kurze Nachricht einen faden Beigeschmack“, erk­lärt Jana. Dabei macht die Häu­figkeit einen Unter­schied. Ein einzelnes Herz unter einem Foto kann beiläu­fig sein. Taucht der­selbe Name jedoch ständig unter freizügi­gen Bildern auf, fol­gen regelmäßig Emo­jis und schließlich pri­vate Nachricht­en, verän­dert sich die Sit­u­a­tion. Wer schreibt, hofft schließlich häu­fig auf eine Reak­tion. Hil­fre­ich ist deshalb ein ein­fach­er Per­spek­tivwech­sel: Würde sich der Kon­takt zu ein­er anderen Per­son via Social Media auch dann noch harm­los anfühlen, wenn der eigene Part­ner davon wüsste?

Wenn das Handy plötzlich tabu ist

Wo Flirten aufhört und Fremdge­hen anfängt, definiert jedes Paar anders für sich. Für die einen sind ero­tis­che Accounts, Likes und Sto­ry Reac­tions keine große Sache, für andere ist da bere­its Schluss mit lustig. Noch nie war es so leicht, mit ein­er anderen Per­son ins Gespräch zu kom­men. „Früher brauchte es Gele­gen­heit, Mut und zumin­d­est ein paar gesproch­ene Worte. Heute reicht ein kurz­er Moment am Handy“, erk­lärt Jana. Nach einem Stre­it schnell Bestä­ti­gung suchen, ein biss­chen Aufmerk­samkeit von ein­er frem­den Per­son genießen oder aus Langeweile auf eine Sto­ry reagieren: Die Hürde ist extrem niedrig.

Wirk­lich heikel wird es oft erst, wenn plöt­zlich Heim­lichkeit ins Spiel kommt. Chats wer­den ent­fer­nt, Benachrich­ti­gun­gen aus­geschal­tet und das Tele­fon ver­schwindet auf­fäl­lig schnell aus dem Blick­feld des anderen. „Wenn Nachricht­en gelöscht wer­den oder jemand nervös wird, sobald der Part­ner das Handy in die Hand nimmt, zeigt das meis­tens, dass eine Gren­ze zumin­d­est gefühlt über­schrit­ten wurde“, ver­rät Jana. Oft ist deshalb nicht der einzelne Klick das Prob­lem, son­dern das Gefühl, etwas vor dem Part­ner ver­ber­gen zu müssen.

Klare Grenzen, weniger Drama

Das größte Prob­lem sind häu­fig nicht unter­schiedliche Vorstel­lun­gen von Treue, son­dern unaus­ge­sproch­ene Erwartun­gen. Ein­er hält das Herz unter einem Biki­ni-Foto für bedeu­tungs­los, der andere empfind­et genau dieses Emo­ji als ver­let­zend. Deshalb lohnt es sich, über dig­i­tale Treue genau­so konkret zu sprechen wie über einen echt­en Flirt. Welche Likes und Accounts sind für bei­de okay? Ab wann wird eine Nachricht zum Flirt?

Ero­tis­che Inhalte müssen in ein­er Beziehung nicht automa­tisch tabu sein. Wichtig ist vielmehr, dass bei­de wis­sen, wo für den anderen die Gren­ze liegt. Auch Eifer­sucht ein­fach als über­trieben abzu­tun, hil­ft da wenig. Wenn ein Ver­hal­ten Gefüh­le ver­let­zt, gehört das offen ange­sprochen. „Social Media haben das Flirten erle­ichtert, Treue jedoch nicht unbe­d­ingt“, fasst Jana zusam­men. Am Ende entschei­det deshalb kein all­ge­mein­er Inter­net-Knigge darüber, was Fremdge­hen ist. Entschei­dend sind die Regeln inner­halb der eige­nen Beziehung.

Über Jana und BestFans

Jana ist eine deutsche Con­tent Cre­atorin, die unter dem Nutzer­na­men @janaexklusiv exk­lu­sive Inhalte in Form von Fotos und Videos für ihre Fol­low­er auf der Plat­tform Best­Fans bere­it­stellt. Neben ihrer Lei­den­schaft für knappe, freizügige Out­fits liebt Jana Tat­toos und die Fotografie. So ist sie für die Insze­nierung und Umset­zung ihrer Post­ings auf diversen Plat­tfor­men, wie Tik­Tok, Insta­gram, Only­Fans oder Best­Fans, selb­st ver­ant­wortlich.

Best­Fans ist eine in Ham­burg ansäs­sige Plat­tform für Con­tent Cre­ator und ihre Fans, die 2019 gegrün­det wurde. Die darauf vertrete­nen Inhalte stam­men aus den unter­schiedlich­sten Bere­ichen, wie Lifestyle, Fash­ion, Erwach­se­ne­nun­ter­hal­tung und Sport sowie Per­sön­lichkeit­en des öffentlichen Lebens.

 

Foto: Jana Exk­lu­siv / Pri­vat