Die wertvollsten Steine der Welt kommen nach München

Aquamaringruppe „King of Kashmir“ | 22. bis 25. Oktober 2026

Im Rah­men der Munich Show – Min­er­alien­t­age München wer­den vom 22. bis 25. Okto­ber 2026 auf dem Münch­n­er Messegelände vier der wertvoll­sten jemals gefun­de­nen Edel­stein­min­er­alien zu sehen sein. Es ist das erste Mal, das sie gemein­sam in ein­er Ausstel­lung gezeigt wer­den.

King of Kashmir

High­light der Son­der­schau „Pio­neers & Leg­ends“ auf der Munich Show ist die umgerech­net über eine Mil­lion Karat schwere Aqua­mar­ingruppe „King of Kash­mir“. Das Gemo­log­i­cal Insti­tute of Amer­i­ca (GIA) zählt das 2019 im Shi­gar Val­ley in Pak­istan ent­deck­te Objekt zu den bedeu­tend­sten Min­er­alien­fun­den der Neuzeit. Doch nicht nur auf­grund sein­er Größe ist der Stein außergewöhn­lich. Vor allem die Per­fek­tion der Kristalle und ihre natür­liche Anord­nung auf dem Mut­tergestein machen ihn zu einem einzi­gar­ti­gen Zeug­nis der gewalti­gen geol­o­gis­chen Kräfte im Inneren unser­er Erde. Der „King of Kash­mir“ ist eine Lei­h­gabe des Hous­ton Muse­um of Nat­ur­al Sci­ence, wo er nur für kurze Zeit zu sehen war, bevor er auf­grund von Ren­ovierungsar­beit­en ein­ge­lagert wurde.

Dragon, Rabbit Ears und Alma Queen

Mit dem soge­nan­nten „Drag­on“ ist auch das wertvoll­ste kristalline Gold der Welt Teil der Münch­n­er Ausstel­lung. Das auf natür­liche Weise in Form eines Drachens gewach­sene Gold zählt zu den leg­endärsten Fun­den aus der berühmten Col­orado Quartz Mine in Kali­fornien. Neben diesen bei­den Schätzen wer­den mit den „Rab­bit Ears“, einem per­fekt gewach­se­nen und äußerst sel­te­nen rot-blauen Tur­ma­lin, sowie der „Alma Queen“, einem von vie­len Fach­leuten als “Mona Lisa” der Min­erale beze­ich­neten, tiefroten und nahezu makel­losen Rhodochrositkristall, zwei weit­ere leg­endäre Naturschätze zu sehen sein. Die Ausstel­lung auf Europas größter Messe für Min­er­alien, Edel­steine und Schmuck ehrt in diesem Jahr die Pio­niere des Min­er­alien­mark­tes und zeigt deren bedeu­tend­ste Funde.

Im Unter­schied zu Dia­man­ten, von denen regelmäßig spek­takuläre Exem­plare gefun­den und ver­steigert wer­den, sind die in München aus­gestell­ten Steine echte Natur­wun­der. „Die Wahrschein­lichkeit, dass solch außergewöhn­liche Kristalle über­haupt entste­hen kön­nen, dann über Jahrtausende geol­o­gis­ch­er Aktiv­ität erhal­ten bleiben und wir sie schließlich auch noch find­en und bergen kön­nen, ist unendlich ger­ing. Vier dieser Jahrhun­dert­funde in ein­er Ausstel­lung zu sehen ist leg­endär“, meint Alen Hart, ehe­ma­liger Kura­tor für Min­er­alo­gie des Nat­ur­al His­to­ry Muse­ums Lon­don. Ihre außergewöhn­liche Sel­tenheit liegt dabei nicht allein in ihrer min­er­al­o­gis­chen Zusam­menset­zung. Vor allem die speziellen geol­o­gis­chen Bedin­gun­gen, unter denen einzelne Kristalle über Mil­lio­nen Jahre zu solch­er Per­fek­tion in Farbe und Form her­anwach­sen kön­nen, herrschen nur an sehr weni­gen Orten der Welt. Das macht sie für Wis­senschaftler und Samm­ler so wertvoll.

Für Christoph Keil­mann, Geschäfts­führer der Munich Show, ist die Ausstel­lung etwas ganz Beson­deres: „Die Gele­gen­heit, ein Zusam­men­tr­e­f­fen solch­er Exponate organ­isieren zu kön­nen, bietet sich ein­mal im Leben. Dass wir der Com­mu­ni­ty, dem Münch­n­er Pub­likum und allen Besuch­ern der Messe diese Schätze zusam­men zeigen kön­nen, ist phänom­e­nal und mein großer Dank gilt allen, die dazu beige­tra­gen haben.“ Die Munich Show find­et seit über 60 Jahren statt und hat in der Ver­gan­gen­heit bere­its außergewön­liche Exponate, wie den ersten T‑Rex in Europa, gezeigt.

Zu sehen ist die Son­der­schau vom 22. bis 25. Okto­ber 2026 auf dem Münch­n­er Messegelände, der Zugang erfol­gt über den Ein­gang West. Am Don­ner­stag und Fre­itag sind Fachbe­suchertage, am Woch­enende ist die Messe für das all­ge­meine Pub­likum geöffnet.

 

Foto: Munich Show – Min­er­alien­t­age München / James Eliott