Festival Young Euro Classic: Eine musikalische Weltkarte

27. Saison | Bis 16. August 2026 in Berlin

Seit Fre­itag dem 28. Juli 2026 läuft das Young Euro Clas­sic, das wichtig­ste inter­na­tionale Ju­gendorchesterfestival, mit einem fan­tastis­chen Eröff­nungswoch­enende im Konz­erthaus Berlin. Mit dem Bun­desju­gen­dorch­ester spiel­ten die besten Nach­wuchsmusiker:innen aus Deutsch­land, dirigiert vom jun­gen Star-Diri­gen­ten Aurel Daw­id­iuk und mit dem eben­so jun­gen Solis­ten Gior­gi Gigashvili am Klavier. Im Anschluss lud das Fes­ti­val zum Pub­likums­fest rund um die Fre­itreppe des Konz­erthaus­es mit Live-Musik und Freigetränken zum aus­ge­lasse­nen Ausklang des Eröff­nungsabends ein.

Am Sam­stag fol­gte das Youth Sym­pho­ny Orches­tra of Ukraine mit Oksana Lyniv am Pult und Illia Ovcharenko als Solist. Ein sowohl mu­sikalisch als auch poli­tisch wichtiges Zeichen. Das Fes­ti­val im Fes­ti­val FUTURE NOW Musi­cal Diaries bot am Auf­tak­t­woch­enende zwei Konz­erte mit Ensem­bles aus Viet­nam und Tad­schik­istan.

Zum 27. Mal ist das Konz­erthaus Berlin für knapp drei Wochen ein Ort, an dem die Neugi­er auf das, was aus der klas­sis­chen Musik weltweit gewor­den ist, Ant­worten bekommt. Die Zukun­ft ist mobil, hybrid, mehrsprachig und kul­turell durch­lässig. Junge Musiker:innen aus der ganzen Welt begeg­nen sich hier mit ein­er Of­fenheit und Lei­den­schaft, die jedes Jahr aufs Neue beein­druckt. Mit 14 großen Or­chestern, zwei Jazz-For­ma­tio­nen, einem Chor und fünf Ensem­bles entste­ht eine beson­dere Atmo­sphäre: Hier wird Musik nicht nur auf großar­tigem Niveau gemacht, son­dern als offenes Gespräch zwis­chen Gen­er­a­tio­nen, Kon­ti­nen­ten und Tra­di­tio­nen prak­tiziert. Die Neugi­er, Energie und Freude beein­druck­en mich immer wieder.“ so Cel­list Alban Ger­hardt, der gemein­sam mit Math­ias Hinke 2024 die kün­st­lerische Leitung von Young Euro Clas­sic über­nom­men hat.

Math­ias Hinke ergänzt: „Die Vielfalt set­zt sich in unseren Son­der­for­mat­en fort. Beim Fes­ti­val im Fes­ti­val FUTURE NOW öff­nen wir den Klan­graum mit Kam­merensem­bles, die Tra­di­tionelles mit Zeit­genös­sis­chem über Kul­turen und Gen­res hin­aus verbin­den. Mit YEC im Kiez tra­gen wir das Fes­ti­val bewusst von der Konz­ert­bühne hin­aus in die Stadt, auch zu Men­schen, die vielle­icht son­st nicht den Weg zu uns find­en wür­den. Und beim NEXT GENERATION Kindertag stellen wir das Sel­ber­ma­chen in den Mit­telpunkt, damit schon die Jüng­sten erleben kön­nen, wie viel Freude im gemein­samen Musizieren steckt.

Vertraute Highlights, aufregende Neuheiten, ausgezeichnete Werke 

Neben bekan­nten Gästen wie dem Bun­desju­gen­dorch­ester (31.07.) und dem ukrai­nischen Jugen­dorch­ester (01.08.), darf sich das Pub­likum auf weit­ere Klangkör­p­er wie das Euro­pean Union Youth Orches­tra (03.08.), das Jovem Orques­tra Por­tugue­sa (07.08.) oder auch die Nationale Jugend­phil­har­monie der Türkei (08.08.) freuen. Eben­so kom­men die Zuschauer:innen in den Genuss von Fes­ti­val-Debü­tan­ten und sel­te­nen Gästen. Zu den erst­ma­lig bei Young Euro Clas­sic spie­len­den Orch­estern zählen das Orchestre Nation­al des Jeunes du Lux­em­bourg (02.08.), das Orch­ester des Zhe­jiang Con­ser­va­to­ry of Music (05.08., Foto), das Youth Sym­pho­ny Orches­tra of Turk­menistan (09.08.) und das Sloven­ian Youth Orches­tra (13.08.). Mit dem Eston­ian Nation­al Opera Boys’ Choir gestal­tet erst­mals ein Chor einen Abend in voller Kon­zertlänge (15.08.) und zum Fes­ti­val­ab­schluss tritt das AYSO – Accad­e­mia Youth Sym­pho­ny Orches­tra aus Ital­ien (16.08.) auf. Nach ein­er zeitweili­gen Abwe­sen­heit präsen­tieren das Nation­al Youth Orches­tra of the USA (04.08.), das Ulster Youth Orches­tra (12.08.) sowie die Musiker:innen der Ange­li­ka Prokopp Som­mer­akademie der Wiener Phil­har­moniker (14.08.) erneut ihr hochk­las­siges Kön­nen.

An aus­gewählten Aben­den geben Alban Ger­hardt, Fred­erik Hanssen und Anne Kuss­maul im Wern­er-Otto-Saal jew­eils um 18 Uhr Ein­führun­gen in das Konzertpro­gramm des Abends.

Im Rah­men des Abschlusskonz­erts am 16.08. wird der Europäis­che Kompositions­preis vergeben. Eine Pub­likum­sjury zeich­net die beste der ins­ge­samt 15 Ur- bzw. Deutschen Erstauf­führun­gen des Fes­ti­val­pro­gramms aus. Der Regierende Bürger­meister von Berlin stiftet den mit 5.000 Euro dotierten Preis.

Renommierte Namen, aufstrebende Talente 

Werke für Klavier und Orch­ester prä­gen 2026 das Pro­gramm bei Young Euro Clas­sic. Ver­sierte Solist:innen ver­schieden­er Gen­er­a­tio­nen wie Kir­ill Ger­stein, Gior­gi Gigashvili, Illia Ovcharenko oder Joseph Moog spie­len hier mit den jun­gen Orches­tern. Weit­ere Starsolist:innen sind die 23-jährige Geigerin Maria Dueñas und die Sopranistin Rebec­ca Mur­phy. Anneleen Lenaerts, Solo-Har­fenistin der Wiener Phil­har­moniker, und Lau­ri Por­ras, Mul­ti-Instru­men­tal­ist und Solo-E-Bassist, brin­gen zudem sel­ten zu hörende Solo-Instru­mente ins Pro­gramm.

Auch am Dirigier­pult engagieren sich exzel­lente Namen in der Arbeit mit der jun­gen Gen­er­a­tion. Mit Kari­na Canel­lakis, Elim Chan, Živa Ploj Peršuh, Tere­sa Satal­i­no und Oksana Lyniv sind fünf Diri­gentin­nen vertreten.

Besondere Begegnungen im Kiez und auf der Bühne

Beson­dere und uner­wartete Begeg­nun­gen auf der großen Bühne gibt es beim latein­amerikanisch-pol­nis­chen Abend mit dem Orches­tra of the Amer­i­c­as und Pen­derec­ki Youth Orches­tra (10.08.) sowie mit dem The Jakob Manz – Karthik Mani Project (11.08.), das auf Ini­tia­tive von Young Euro Clas­sic südindis­che Musik und zeitgenössi­schen Jazz miteinan­der ins musikalis­che Gespräch bringt. Inter­na­tionaler Jazz ste­ht eben­falls im Pro­gramm des Jong Metro­pole Sym­phon­ic Jazz Orches­tra (06.08.).

Das Out­reach-For­mat YEC im Kiez ste­ht für das, was Young Euro Clas­sic im Kern aus­macht: Musik als Raum der Begeg­nung zu ver­ste­hen, der für möglichst viele offen sein soll. Kam­merensem­bles der teil­nehmenden Orch­ester spie­len in der Stadt an Orten, die sel­ten Bühne für klas­sis­che Musik bieten: Eine Kam­merbe­set­zung des Euro­pean Union Youth Orches­tra spielt am 03.08. im Kul­turkaufhaus Duss­mann (11 Uhr). Eben­falls am 03.08. spielt ein eigens für Young Euro Clas­sic gegrün­detes Ensem­ble aus Musiker:innen des Bun­desju­gen­dorch­esters und des Nation­al Youth Orches­tra of the USA – ein­mal im Ausstel­lung­shaus C/O Berlin, ansäs­sig im Ameri­ka Haus in der Hard­en­bergstraße (16 Uhr), und ein­mal im Dachgarten Klunk­erkranich in Neukölln (19 Uhr). Dort spielt am 04.08. auch ein Bläserensem­ble des Orch­esters des Zhe­jiang Con­ser­va­to­ry of Music, das eben­falls am 05.08. um 14 Uhr auf der Frei­treppe des Konz­erthaus­es auftritt. Am 06.08. lassen Musiker:innen des Jovem Orques­tra Por­tugue­sa auf der Dachter­rasse des Klunk­erkranich YEC im Kiez som­merlich ausklin­gen.

Bere­its zum vierten Mal zeigt Young Euro Clas­sic mit seinem Fes­ti­val im Fes­ti­val — „FUTURE NOW Musi­cal Diaries“ auf welche Weise in ver­schiede­nen kul­turellen Re­gionen der Welt an deren musikalis­ch­er Zukun­ft gear­beit­et wird. In diesem Jahr prä­sentieren sich Ensem­bles aus Argen­tinien, Marokko, Viet­nam, Tad­schik­istan und das FUTURE NOW-Ensem­ble &ñịoن, in dem inter­na­tionale Musiker:innen und Perfor­mer:innen tra­di­tionelle mit zeit­genös­sis­chen inter­na­tionalen Musik­tra­di­tio­nen ver­binden. Die Konz­erte find­en an den Fes­ti­val­woch­enen­den jew­eils um 16:30 Uhr vor den Abend­konz­erten im Wern­er-Otto-Saal des Konz­erthaus Berlin statt.

NEXT GENERATION Kindertag 

Das Pro­gramm des diesjähri­gen Kindertags am Son­ntag, 09.08.2026, spricht Expe­rimentierfreude und Aben­teuer­lust an. Suli Puschban & die Kapelle der guten Hoff­nung brin­gen die Bühne für Kinder ab fünf Jahren zum Beben. „Mäuse auf dem Mond“ ist eine musikalis­che Wel­traum­reise des Sängers und Perkus­sion­is­ten Ravi Srini­vasan für Kinder ab 3 Jahren. Mit dem Musik­stu­dio Block­box kön­nen neugierige Kinder ab 5 Jahren erleben, wie es wäre, in ein­er Band zu spie­len. Und das Klin­gende Muse­um bietet Work­shops an, in denen Kinder ab 3 Jahren ver­schiedene Musikin­strumente aus­pro­bieren kön­nen. Mit zwei Open-Air-Auftrit­ten ergänzen die Vokalhelden – gegrün­det auf Ini­tia­tive der Berlin­er Phil­har­moniker – den Kindertag und laden alle Inter­essierten und Passant:innen zum Mitsin­gen ein.

Nichts geht ohne Partner

Ohne den Rück­halt und das Ver­trauen der wichti­gen und langjähri­gen Partner:innen ist das Young Euro Clas­sic nicht durch­führbar. Der Ver­anstal­ter dankt u.a. dem Bund, dem Haupt­stadtkul­tur­fonds, dem Land Berlin, der KfW sowie den Volks­banken und Raif­feisen­banken und der GVL, dem Konz­erthaus Berlin, der Fir­ma Ströer, der Audioman­u­fak­tur Burmester, den zahlre­ichen Unterstüt­zer:innen, Spender:innen und dem großar­ti­gen Young Euro Clas­sic-Pub­likum. Der Ver­anstal­ter dankt dem Europäis­chen Par­la­ment, der Europäis­chen Kom­mis­sion und dem Regieren­den Bürg­er­meis­ter für die Über­nahme der Schirmherrschaften für Young Euro Clas­sic.

 


Young Euro Clas­sic · Fes­ti­val der besten Jugen­dorch­ester der Welt
31. Juli bis 16. August 2026 im Konz­erthaus Berlin

Alle Abend­konz­erte begin­nen um 19 Uhr,
alle Konz­erte von „FUTURE NOW“ um 16:30 Uhr.
Zu aus­gewählten Abend­konz­erten find­en Konz­erte­in­führun­gen ab 18 Uhr im Wern­er-Otto-Saal statt.

Das aus­führliche Fes­ti­val­pro­gramm abruf­bar unter: www.young-euro-classic.de

Preiskat­e­gorien 39 € / 27 € / 16 € (plus Vorverkauf­s­ge­bühr).

Berechtigte Per­so­n­en erhal­ten für alle Preiskat­e­gorien 30 % Teil­habe- und Bil­dungser­mäßi­gung.
Details auf der Web­seite im Ser­vice­bere­ich.

Tick­ets gibt es über die Young Euro Clas­sic-Web­seite,
die Tick­et-Hot­line  (+49 / (0)30 / 8410 8909, erre­ich­bar Montag–Sonntag: 10–18 Uhr)
und an allen bekan­nten Vorverkauf­sstellen.

Fes­ti­val im Fes­ti­val „FUTURE NOW“: alle Karten 18 €
Fes­ti­val Pass für alle fünf „FUTURE NOW“-Konzerte: 70 €
Fes­ti­val Pass für eine Auswahl von drei „FUTURE NOW“-Konzerten: 45 €
Karten für den „NEXT GENERATION Kindertag“: 8 € für Kinder, 10 € für Erwach­sene


 

Foto: Mute­sou­venir / Kai Bienert