Wildfluss, Thermenbach und Gletscherseen

Bayern zeigt seine erfrischende Seite | Fünf sommerliche Ausflugsziele, abenteuerlich und außergewöhnlich

Karibis­ches Türk­iswass­er, rauschen­der Wild­fluss, weißer Sand­berg — klingt nach Fer­n­reise, liegt aber mit­ten in Ost­bay­ern. Zwis­chen Oberp­falz und Nieder­bay­ern warten Land­schaften, die mit Vielfalt und Über­raschungsmo­menten punk­ten. Wohin die Reise gehen kann, zeigen fünf aus­gewählte Tipps — von Bade­strän­den über Ther­mal­badein­seln bis zu Relik­ten der let­zten Eiszeit.

Strandurlaub im Binnenland: das Oberpfälzer Seenland

Wer von Biki­ni, Segel­boot und Liegewiese träumt, muss dafür nicht ans Meer. Das Oberpfälz­er Seen­land bringt es auf eine Wasser­fläche so groß wie der Tegernsee — verteilt auf zahlre­iche Bucht­en, Strände und Freizei­tan­la­gen. Anziehungspunkt ist der Stein­berg­er See mit seinen feinen Sand­strän­den: Von der größten Holzkugel der Welt öffnet sich der Blick über das Wass­er, bevor es über die Riesen­rutsche zurück ans Ufer geht. Fam­i­lien schätzen den türk­is­blauen Klausensee, während Murn­er See und Brück­elsee mit einem bre­it­en Ange­bot für Badegäste, Tauch­er, Wasser­sportler und Camper punk­ten. Ruh­e­suchende und Angler ziehen den natur­na­hen Ham­mersee und den Eix­en­dor­fer See vor. Mit Stand Up Pad­dling, Sur­fen und Wasser­s­ki ist die Region auch für Fam­i­lien mit älteren Kindern ein lohnen­des Ziel. www.oberpfaelzer-seenland.de

Karibikflair im Bayerischen Jura: der Monte Kaolino

Weißer Sand, Dünen­land­schaft, warmes Wass­er — Karibikge­fühl mit­ten in der Oberp­falz. Der Monte Kaoli­no bei Hirschau ist Anlauf­stelle für Son­nenan­beter eben­so wie für Adren­a­lin­suchende: 150 Meter erhebt sich der Quarzberg, bequem per Lift erre­ich­bar für Ski­fahrer, Sand­board-Freaks und Zipflbob-Fans. Wer es ras­ant mag, wählt den Monte Coast­er: In nur zwei Minuten geht es hin­auf, danach fol­gt eine 800 Meter lange Abfahrt mit 350-Grad-Panora­makreisel, mehreren Jumps, Wellen und sechs 180-Grad-Kur­ven. Abküh­lung und Entspan­nung bietet anschließend das Dünen­bad mit Pools, Rutschen und Erleb­nis­beck­en. www.montekaolino.eu

Relikte der Eiszeit: Großer Arber und Gletscherseen

Auf 1.456 Metern eröffnet sich vom Großen Arber, dem höch­sten Berg des Bay­erischen Waldes, ein 360-Grad-Panora­ma über eine Land­schaft, die vor 10.000 Jahren von gewalti­gen Gletsch­ern geformt wurde. Zeu­gen dieser Zeit sind der Große und der Kleine Arbersee, einge­bet­tet zwis­chen bewalde­ten Hän­gen und stel­len­weise von dichtem Urwald mit eiszeitlichen Pflanzen und sel­te­nen Tier­arten umgeben. Sehenswert sind dort die Schwim­menden Inseln, die unter Naturschutz ste­hen. Am Großen Arbersee ragt die 400 Meter hohe, bewach­sene Arbersee­wand empor — wer möchte, dreht auf dem Großen Arbersee eine Runde mit dem Tret­boot. Per Seil­bahn erre­icht man bequem den Gipfel, auf dem Gipfelkreuz, Titan­ic-Felsen­platz und der Blick auf den Kleinen Arbersee zu den Höhep­unk­ten zählen, ergänzt um Arberkapelle, Richard-Wag­n­er-Felsen und urige Berghäuser. www.arber.de

Wildwasser mit Charakter: die Schwarze Perle im Ilzer Land

Kraftvoll, ungestüm und von dun­kler Farbe: Die Ilz zählt zu den let­zten echt­en Wild­flus­sland­schaften Bay­erns. Auf ihrem Weg durch den Bay­erischen Wald zur Donau hat die “Schwarze Per­le” ein enges, urtüm­lich­es Tal geschaf­fen, Leben­sraum für zahlre­iche Pflanzen und Tiere. Schwertlilien, Lun­genkraut, Fin­ger­hut und Glock­en­blu­men set­zen leuch­t­ende Akzente in den steilen Leit­en und schmalen Auen, während Singvögel, klopfende Spechte und der markante Ruf des scheuen Eisvo­gels für einen ganz eige­nen Klangtep­pich sor­gen. Der Ilz­tal­wan­der­weg führt von Per­lesreut bis in den Pas­sauer Stadt­teil Hals. Ein beson­deres Erleb­nis dabei ist der 115 Meter lange Trifft­tun­nel, einst müh­sam für die Holztrifft in den Fels getrieben. Am Ilzs­tausee bei Salzweg lässt sich zudem her­vor­ra­gend Stand-Up-Pad­deln. Am Drei­flüsseeck in Pas­sau mün­det die Ilz schließlich gemein­sam mit dem Inn in die Donau. Für den Weg flus­saufwärts emp­fiehlt sich die Ilz­tal­bahn, die zwis­chen Pas­sau und Freyung über weite Streck­en direkt am Flus­slauf ent­langführt. www.ilztal.de

Thermalbadeinseln im Garten der Sinne in der Rottal Terme Bad Birnbach

Son­nen­strahlen auf der Haut spüren, im Wass­er treiben lassen und mit geschlosse­nen Augen im wohltuen­den Licht versinken — so fühlt sich schw­erelose Entspan­nung an. Genau dieses Gefühl lässt sich in der Rot­tal Terme Bad Birn­bach das ganze Jahr über erleben: Auf 2.400 Quadrat­metern Heil­wasser­fläche verteilen sich 30 unter­schiedliche Ther­mal­wasser­beck­en zu einem Refugium, das Kör­p­er, Geist und Seele gle­icher­maßen zum Strahlen bringt. Der Garten der Sinne lässt Insel-Atmo­sphäre unter freiem Him­mel aufkom­men. Die Ther­mal­wasser­beck­en und der dor­tige Teich sor­gen selb­st an schwülen Som­merta­gen für ein angenehmes Kli­ma. Bei über 1.000 Liegen auf dem weitläu­fi­gen Are­al find­et sich für jeden Ruhebe­darf der passende Platz. Durch den Garten der Sinne schlän­gelt sich zudem der 105 Meter lange Ther­men­bach mit unter­schiedlich­er Strö­mung — ide­al, um sich ein­fach treiben zu lassen. www.badbirnbach.de

Alle bekommt Ihr beim Touris­musver­band Ost­bay­ern unter www.ostbayern-tourismus.de

 

Foto:  Zweck­ver­band Oberpfälz­er Seen­land / Mario Bern­hardt