Wie das Badezimmer zur Wohlfühloase wurde

125 Jahre Hansgrohe | Duschen und Baden über 125 Jahre angenehmer, genussvoller und sparsamer

Stellen wir uns kurz vor: Es ist 1901. Das Bad, wie wir es ken­nen, existiert im deutschen All­t­ag kaum. Wer sich wäscht, tut das in der Küche — an der Waschschüs­sel, ein­mal pro Woche, mit Wass­er, das müh­sam auf dem Herd erhitzt wurde. Fließen­des Warmwass­er? Ein Priv­i­leg der Reichen. Was das Bad im Lauf der Jahrzehnte zu ein­er Well­ness-Oase gemacht hat, ist nicht nur eine Geschichte des tech­nis­chen Fortschritts — es ist die Geschichte ein­er Gesellschaft, die gel­ernt hat, dass Wass­er nicht nur der Kör­per­hy­giene dient. Und mit­ten­drin: ein ehe­mals kleines, heute glob­ales Unternehmen aus dem Schwarzwald, das in diesem Jahr 125 Jahre alt wird — die Hans­gro­he Group.

  • Ein­mal pro Woche, lauwarmes Wass­er aus der Waschschüs­sel — so sah “Kör­perpflege” 1901 aus. Heute ist das Bad die Well­ness-Oase im eige­nen zuhause
  • Ein 82-Jähriger tüftelt 1953 an ein­er Duschstange — und erfind­et damit einen Kom­fort­stan­dard, der heute in jed­er Dusche steckt
  • Zur sel­ben Zeit, als VW das 3‑Liter-Auto entwick­elt, entste­ht die erste Hand­brause der Welt mit nur 3 Litern Wasserver­brauch pro Minute
  • Die Rain­dance-Regen­dusche: Was heute wie selb­stver­ständlich­es Duscher­leb­nis wirkt, war ein­mal eine mutige Idee — und löste einen weltweit­en Trend aus

 

Ein Handwerker mit Weitblick

Alles begin­nt 1901, als der junge Hans Gro­he in Schiltach eine kleine Met­all­waren­werk­statt grün­det. Er hat ein feines Gespür dafür, wohin die Reise geht. Städte wach­sen, Wasser­leitun­gen entste­hen, Hygiene wird zur gesellschaftlichen Frage. Hans Gro­he spezial­isiert sich auf Brausen und Abläufe — und macht das eigene Badez­im­mer damit für eine bre­ite Bevölkerung möglich.

Dass er über all die Jahrzehnte nicht aufhört weit­erzu­denken, beweist er 1953 ein­drucksvoll: Selb­st mit 82 Jahren erfind­et Hans Gro­he noch eine Inno­va­tion von zeit­los­er Bedeu­tung — die höhen­ver­stell­bare Duschstange. Erst­mals lässt sich die Hand­brause in jed­er beliebi­gen Höhe fix­ieren, für Groß und Klein, für jede Leben­sphase, für per­sön­lichen Kom­fort und freie Hände beim Duschen. Was damals wie eine kleine Idee wirk­te, ist heute aus kein­er Dusche der Welt mehr wegzu­denken.

Farbe ergänzt Funktionalität

Das Bad der Nachkriegs­jahrzehnte war funk­tion­al — und nicht beson­ders schön. Weiße Kacheln, weiße San­itärob­jek­te, weiße Langeweile. Farbe? Wozu? 1970 ist das Schiltach­er Unternehmen eines der ersten im San­itär­bere­ich, das pro­fes­sionelle Indus­triedesign­er ins Boot holt. Das Ergeb­nis: Brausen in Orange, Rot, Blau, Gelb, Braun. — Orange? Im Badez­im­mer? Das war nicht selb­stver­ständlich. Das war eine Ansage. Der Gedanke, das Bad als Aus­druck der eige­nen Per­sön­lichkeit zu begreifen, war bis dahin kaum jeman­dem gekom­men.

Weniger ist mehr – auch beim Wasser

Wer in den 1980ern duschte, dachte sel­ten über den Wasserver­brauch nach. Der Hahn lief, bis man fer­tig war. Doch in Schiltach ist man viel weit­er: Schon 1987 wird eine der ersten wassers­paren­den Hand­brausen der Branche vorgestellt. Der Gedanke, Kom­fort und Ressourcenscho­nung zu verbinden, wird zum Prinzip. Inspiri­ert vom damals viel disku­tierten 3‑Liter-Auto von VW kommt 2003 die erste Hand­brause der Welt mit einem serien­mäßi­gen Wasser­durch­fluss von nur 3 Litern pro Minute auf den Markt. Genussvoll Duschen? Ja, aber nicht auf Kosten der Umwelt.

Duschvergnügen XXL – die Geburtsstunde der Regendusche

Anfang der 2000er Jahre begin­nt alles mit einem Exper­i­ment: Ein Mit­glied der Grün­der­fam­i­lie stellt sich im firmeneige­nen Strahlla­bor unter eine ungewöhn­lich große Brause — und ist sofort begeis­tert. Klaus Gro­he, der Vater, bleibt skep­tisch: “Die Kun­den kaufen lieber Hand­brausen.” Doch dann kommt die zün­dende Idee: Warum nicht bei­des kom­binieren? In Zusam­me­nar­beit mit einem Design­stu­dio entste­ht eine XXL-Brause, die das Duschen neu definiert – bre­it­flächig, san­ft, über­raschend anders. Was 2003 als Nis­chen­pro­dukt gilt, löst einen weltweit­en Trend aus und gilt bis heute als Inbe­griff der Pro­duk­tkat­e­gorie Regen­dusche. Sie gehört für viele so selb­stver­ständlich zum Bad wie die Kaf­feemas­chine in der Küche.

125 Jahre – und kein Ende der Ideen

Was bleibt nach 125 Jahren? Eine Erken­nt­nis vor allem: Das Badez­im­mer ist längst kein Zweck­raum mehr. Es ist der Ort, an dem der Tag begin­nt und endet, an dem man sich sam­melt, entspan­nt, regener­iert. Und ein kleines Unternehmen aus dem Schwarzwald hat diesen Wan­del nicht nur begleit­et – es hat ihn mit­geschrieben. Mit Tausenden von Schutzrecht­en, mit Mut zu Farbe und Form und mit der Überzeu­gung, dass weniger Wass­er nicht weniger Genuss bedeuten muss.

Über die Hansgrohe Group — Taktgeber des Wassers. Seit 1901.

Die Hans­gro­he Group mit Sitz in Schiltach/Baden-Würt­tem­berg zählt mit ihren Marken AXOR und hans­gro­he zu den führen­den Unternehmen der Bad- und Küchen­branche in den Bere­ichen Inno­va­tion, Design und Qual­ität. Das 1901 im Schwarzwald gegrün­dete Unternehmen entwick­elt und fer­tigt Arma­turen, Brausen und Duschsys­teme, die Wass­er Form und Funk­tion ver­lei­hen. In Kom­bi­na­tion mit San­itärk­eramik und Bad­mö­beln entste­hen ganzheitliche Badlö­sun­gen aus ein­er Hand. Einzi­gar­tige Erfind­un­gen wie die erste Hand­brause mit unter­schiedlichen Strahlarten, die erste ausziehbare Küchen­ar­matur oder die erste Duschstange prä­gen die 125-jährige Unternehmensgeschichte. Über 15.000 aktive Schutzrechte unter­stre­ichen den Inno­va­tion­sanspruch der Hans­gro­he Group. Das Unternehmen ste­ht für lan­glebige Qual­ität­spro­duk­te sowie für Ver­ant­wor­tung gegenüber Men­sch und Umwelt. Nach­haltigkeit ist fest im unternehmerischen Han­deln ver­ankert — von der ressourcenscho­nen­den Her­stel­lung bis zu inno­v­a­tiv­en Tech­nolo­gien, die einen wirk­samen Beitrag zum Schutz der Ressource Wass­er sowie zur Begren­zung und Anpas­sung an den Kli­mawan­del leis­ten. Im Rah­men der Ini­tia­tive “ECO 2030” stat­tet die Unternehmensgruppe bis 2030 alle wasser­führen­den Pro­duk­te auss­chließlich mit Wasserspartech­nolo­gien aus. Mit 35 Gesellschaften, 23 Verkaufs­büros und Ver­trieb in über 145 Län­dern ist die Hans­gro­he Group weltweit präsent. Seit 1974 wur­den ihre Marken und Pro­duk­te mit mehr als 800 Design­preisen aus­geze­ich­net. Hans­gro­he Pro­duk­te find­en sich auf renom­mierten Kreuz­fahrtschif­f­en, in inter­na­tionalen 5‑Sterne- und Bou­tique-Hotels, in exk­lu­siv­en Spas, lux­u­riösen Pri­vat­bädern sowie in zahlre­ichen öffentlichen und pri­vat­en Baupro­jek­ten weltweit. Hohe Qual­itäts­stan­dards gewährleis­tet das Unternehmen durch acht eigene Pro­duk­tion­s­stan­dorte — vier in Deutsch­land sowie je einen in Frankre­ich, Ser­bi­en, den USA und Chi­na. Im Geschäft­s­jahr 2025 erzielte die Hans­gro­he Group einen Umsatz von 1,375 Mil­liar­den Euro und beschäftigt weltweit rund 5.600 Mitar­bei­t­ende, davon 60 Prozent in Deutsch­land.

 

Foto: Hans­gro­he