Deutscher Filmpreis: Zehn Lolas für ZDF-Koproduktion “In die Sonne schauen”

Zwei Auszeichnungen für ZDF/ARTE-Koproduktion “Gelbe Briefe”

Als Bester Spielfilm mit der Lola in Gold wurde die ZDF-Kopro­duk­tion “In die Sonne schauen” von Regis­seurin Mascha Schilin­s­ki am Fre­itagabend, 29. Mai 2026, beim Deutschen Film­preis aus­geze­ich­net. Mit ins­ge­samt zehn Lolas erhielt “In die Sonne schauen” aus der ZDF-Redak­tion Das kleine Fernsehspiel die meis­ten Trophäen beim Deutschen Film­preis 2026.

Die ZDF/ARTE-Kopro­duk­tion “Gelbe Briefe” von İlker Çatak wurde als Bester Spielfilm mit der Lola in Sil­ber sowie der Lola für die Beste Film­musik geehrt.

ZDF-Pro­gram­mdi­rek­torin Dr. Nadine Bilke: “Wir grat­ulieren allen Preisträgerin­nen und Preisträgern sehr her­zlich zu dieser ver­di­en­ten Ausze­ich­nung. Dass ‘In die Sonne schauen’ und ‘Gelbe Briefe’ beim Deutschen Film­preis geehrt wur­den, erfüllt uns mit großer Freude und bestätigt unseren Anspruch, Geschicht­en mit emo­tionaler Kraft und gesellschaftlich­er Rel­e­vanz zu erzählen. Diese in Deutsch­land ent­stande­nen Filme ste­hen exem­plar­isch für die kreative Leis­tungs­fähigkeit des Pro­duk­tion­s­stan­dorts, und sie unter­stre­ichen die Bedeu­tung des ZDF als ver­lässlichen Part­ner der deutschen Film­branche.

 

Zehn Lolas für “In die Sonne schauen”

Das Gen­er­a­tio­nen-Dra­ma “In die Sonne schauen” wurde aus­geze­ich­net als Bester Spielfilm sowie in den Kat­e­gorien Beste Regie (Mascha Schilin­s­ki), Bestes Drehbuch (Mascha Schilin­s­ki, Louise Peter), Beste weib­liche Neben­rolle (Lena Urzen­dowsky), Beste Kamera/Bildgestaltung (Fabi­an Gam­per), Bester Schnitt (Eve­lyn Rack), Beste Tongestal­tung (Clau­dio Demel, Bil­lie Mind, Kai Tebbel, Sebas­t­ian Heyser und Jür­gen Schulz), Bestes Szenen­bild (Cosi­ma Vel­len­z­er und Maike Kiefer), Bestes Kostüm­bild (Sab­ri­na Krämer) und Bestes Masken­bild (Anne-Marie Walther und Iri­na Schwarz).

“In die Sonne schauen” wurde in Sach­sen-Anhalt gedreht und erzählt eine Geschichte aus dieser Region, eine Geschichte von vier Frauen aus unter­schiedlichen Epochen, deren Leben auf unheim­liche Weise miteinan­der ver­woben sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kind­heit oder Jugend auf dem­sel­ben Vier­seit­en­hof in der Alt­mark, doch während sie ihre eigene Gegen­wart durch­streifen, offen­baren sich ihnen Spuren der Ver­gan­gen­heit – unaus­ge­sproch­ene Äng­ste, ver­drängte Trau­ma­ta, ver­schüt­tete Geheimnisse.

Der Film ist eine Pro­duk­tion von Stu­dio Zen­tral (Maren Schmitt, Lucas Schmidt, Lasse Scharp­en) in Kopro­duk­tion mit dem ZDF/Das Kleine Fernsehspiel, gefördert von Der Beauf­tragte der Bun­desregierung für Kul­tur und Medi­en, der Mit­teldeutschen Medi­en­förderung (MDM) und Deutsch­er Film­förder­fonds. Die Redak­tion im ZDF haben Burkhard Althoff und Melv­ina Kotios.

 

Zwei Lolas für “Gelbe Briefe”

Der Polit­thriller “Gelbe Briefe” von İlker Çatak erhielt die Lola in Sil­ber in der Kat­e­gorie Bester Spielfilm, außer­dem geehrt wurde Mar­vin Miller mit dem Deutschen Film­preis in der Kat­e­gorie Beste Film­musik. Nach einem Vor­fall bei der Pre­miere ihres neuen The­ater­stücks gerät das Kün­stlere­hep­aar Derya (Özgü Namal) und Aziz (Tan­su Biçer) aus Ankara ins Visi­er des Staates und ver­liert Arbeit und Woh­nung. Nach und nach ver­größert sich die Dis­tanz zwis­chen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwis­chen ihren Wertvorstel­lun­gen und der gemein­samen Zukun­ft als Fam­i­lie entschei­den müssen.

Die ZDF/ARTE-Kopro­duk­tion “Gelbe Briefe” von İlker Çatak wurde von if… Pro­duc­tions, Haut et Court und Liman Film pro­duziert (Pro­duzent: Ingo Fliess, Kopro­duzen­ten: Car­ole Scot­ta, Car­o­line Ben­jo, Eliott Khay­at, Enis Köste­pen, Nadir Öper­li). Die Redak­tion haben Alexan­dra Staib (ZDF), Bar­bara Häbe (ARTE) und Mar­tin Ger­hard (ZDF/ARTE). Der Deutsche Film­preis wird seit 2005 von den Mit­gliedern der Deutschen Fil­makademie gewählt.

 

 

Foto: Szene aus “In die Sonne schauen” Copy­right ZDF/Fabian Gamper/Studio Zen­tral