For Women in Science 2025

“Die Welt braucht Wis­senschaft — und die Wis­senschaft braucht Frauen.” Mit dieser Kern­botschaft haben L’Oréal, die Deutsche UNESCO-Kom­mis­sion und das Deutsche Hum­boldt-Net­zw­erk am 18.09.2025 zum 19. Mal vier her­aus­ra­gende Nach­wuchs­forscherin­nen mit dem “For Women in Science”-Förderpreis (FWIS) aus­geze­ich­net. Mehr als 200 Gäste aus Kul­tur, Wis­senschaft, Poli­tik, Wirtschaft und Gesellschaft fol­gten der Ein­ladung in das NRW-Forum in Düs­sel­dorf. Durch den Abend führte TV-Mod­er­a­torin Ara­bel­la Kies­bauer.

“For Women in Sci­ence” ist Teil eines renom­mierten glob­alen Pro­gramms, das 1998 von der L’Oréal Stiftung und der UNESCO ins Leben gerufen wurde und seit 2007 auch in Deutsch­land etabliert ist. Weltweit sind bere­its mehr als 4.400 Wis­senschaft­lerin­nen mit dem Preis aus­geze­ich­net wor­den, unter ihnen auch sieben spätere Nobel­preisträgerin­nen —  wie z.B. Katal­in Karikó (COVID-Impf­stoffe) oder Emmanuelle Char­p­en­tier, (CRISPR “Genscheren”-Technologie). Im Juni 2025 wurde die Quan­ten­physik­erin Prof. Dr. Clau­dia Felser als dritte Deutsche mit dem weltweit­en FWIS-Preis aus­geze­ich­net.

 

Die Preisträgerinnen 2025 im Überblick

Den mit jew­eils 25.000 Euro dotierten Förder­preis, der in Deutsch­land bere­its an über 50 Nach­wuchs-Wis­senschaft­lerin­nen ver­liehen wurde, erhiel­ten in diesem Jahr:

  • Dr. Rana Hus­sein Ali (Insti­tut für Bio­chemie, Goethe-Uni­ver­sität Frank­furt am Main)
  • Dr. Line Mura­di (Organ­isch-Chemis­ches Insti­tut, Uni­ver­sität Mün­ster)
  • Dr. Casey Paquo­la (Insti­tut für Neu­rowis­senschaften und Medi­zin, Forschungszen­trum Jülich)
  • Dr. Jingyuan Xu (Insti­tut für Mikrostruk­turtech­nolo­gie, Karl­sruhe Insti­tute of Tech­nol­o­gy [KIT]).

 

Exzellenz und Chancengleichheit in der Wissenschaft stärken

Im europäis­chen Ver­gle­ich ist der Frauenan­teil in der Wis­senschaft hierzu­lande weit­er ein­er der niedrig­sten und liegt, laut Zahlen des Sta­tis­tis­chen Bun­de­samtes, bei unter 30 Prozent. An diesem Ver­hält­nis der Geschlechter hat sich im ver­gan­genen Jahrzehnt zwar viel verbessert, die Sit­u­a­tion kann den­noch ein­deutig nicht so bleiben. Das “For Women in Science”-Programm set­zt genau hier an, indem es Nach­wuchs­forscherin­nen in der Wis­senschaft an ein­er Schlüs­sel­stelle der Kar­riere unter­stützt, ihre Sicht­barkeit erhöht und auf fortbeste­hende struk­turelle Ungle­ich­heit­en hin­weist. Durch finanzielle Förderung und inter­na­tionales Net­zw­erk erhal­ten die Preisträgerin­nen die Möglichkeit, ihre Forschung voranzutreiben und zugle­ich zu Vor­bildern für die näch­ste Gen­er­a­tion von Wis­senschaft­lerin­nen zu wer­den.

Jean-Christophe Letel­li­er, CEO L’Oréal DACH, kom­men­tiert: “Seit unser­er Grün­dung im Jahr 1909 ist die Wis­senschaft im Kern unseres Unternehmens ver­ankert. Wir freuen uns sehr, dass wir auch 2025 wieder vier exzel­lente Nach­wuchs-Forscherin­nen ausze­ich­nen kön­nen, und das nun zum ersten Mal an unserem Heimat­stan­dort Düs­sel­dorf. Auch unsere diesjähri­gen Preisträgerin­nen tra­gen auf beein­druck­ende Weise zur natur­wis­senschaftlichen Forschung bei — und inspiri­eren dabei gle­ichzeit­ig nach­fol­gende Gen­er­a­tio­nen. Wir sind fest davon überzeugt: Es braucht starke weib­liche Vor­bilder für einen nach­halti­gen Wan­del.

L’Oréal investiert als weltweit führen­des Kos­metikun­ternehmen jährlich rund 1 Mil­liarde Euro in die Forschung und beschäftigt in seinen Laboren weltweit rund 4.000 Mitarbeiter:innen, davon 64 Prozent Frauen.

“Frauen wer­den weltweit benachteiligt, auch in den Arbeits­feldern der UNESCO, in Bil­dung, Wis­senschaft, Kul­tur und Kom­mu­nika­tion” ergänzt Prof. Dr. Maria Böh­mer, Präsi­dentin der Deutschen UNESCO-Kom­mis­sion. “Die UNESCO arbeit­et inten­siv an ihrer Gle­ich­stel­lung, an Chan­cen­gerechtigkeit und am Abbau von Hür­den. Ger­ade in Deutsch­land führt die Fam­i­lien­grün­dung zu oft zum Abbruch vielver­sprechen­der Kar­ri­eren in der Forschung. Die vier diesjähri­gen Preisträgerin­nen von ‘For Women in Sci­ence’ haben viel gemein­sam: Sie sind zum Beispiel alle nach Deutsch­land für die Forschung gekom­men und sie sind Müt­ter. Wir unter­stützen sie dabei, dass sie ihr exzel­lentes wis­senschaftlich­es Poten­zial erfüllen.

Prof. Dr. Elke Bogn­er, Vor­sitzende des Deutschen Hum­boldt-Net­zw­erk, fügt an: “Chan­cen­gle­ich­heit und Diver­sität in der Wis­senschaft sind uner­lässlich für wis­senschaftlichen Fortschritt. ‘For Women in Sci­ence’ set­zt ein wichtiges Zeichen gegen die Unter­repräsen­ta­tion von Frauen in der Forschung und trägt dazu bei, struk­turelle Hür­den abzubauen. Das Deutsche Hum­boldt-Net­zw­erk ist der akademis­che Part­ner und nimmt in dieser Funk­tion die Auswahl der exzel­len­ten Nach­wuch­swis­senschaft­lerin­nen vor, die auch dieses Jahr wieder durch her­vor­ra­gende Forschung glänzen. Das Deutsche Hum­boldt-Net­zw­erk unter­stützt diese Mis­sion mit voller Überzeu­gung, denn nur eine vielfältige Wis­senschaft­s­land­schaft kann unsere glob­alen Her­aus­forderun­gen erfol­gre­ich meis­tern.

“Auch wenn sich in den ver­gan­genen Jahrzehn­ten viel verbessert hat: Wis­senschaft­lerin­nen kämpfen nach wie vor oft um die Sicht­barkeit, die sie ver­di­enen. Von Herzen gerne unter­stütze ich daher als Schirmher­rin das UNESCO, L’Oréal Förder­pro­gramm ‘For Women in Sci­ence’ ”, schließt Dorothee Bär, Bun­desmin­is­terin für Forschung, Tech­nolo­gie und Raum­fahrt. “Es richtet den Schein­wer­fer auf Top-Wis­senschaft­lerin­nen von heute und gibt jun­gen Frauen Rück­en­wind, um selb­st­be­wusst zu zeigen, was in ihnen steckt. Nur so find­en wir die Top-Wis­senschaft­lerin­nen von mor­gen. Ger­ade in den MINT-Fäch­ern brauchen wir drin­gend jedes Tal­ent, um unser Land als führende Forschungs- und Inno­va­tion­sna­tion wieder nach vorn zu brin­gen und “made in Ger­many” neuen Glanz zu ver­lei­hen. Oder um es auf eine kurze Formel zu brin­gen: Mehr Frauen heißt gle­ichzeit­ig mehr Inno­va­tion.

 

Über L’Oréal

Seit mehr als 115 Jahren ist L’Oréal ein weltweit führende Anbi­eter von Schön­heit­spro­duk­ten. Mit mehr als 90.000 Mitarbeiter:innen, ein­er aus­ge­wo­ge­nen geografis­chen Präsenz und Verkäufen über alle Ver­trieb­skanäle (E‑Commerce, Massen­markt, Kaufhäuser, Apotheken, Par­füme­rien, Friseur­sa­lons, Marken- und Reiseeinzel­han­del) hin­weg, hat die Gruppe im Jahr 2023 einen Umsatz von 41,18 Mil­liar­den Euro erwirtschaftet. Mit 20 Forschungszen­tren in 11 Län­dern weltweit und einem engagierten Forschungs- und Inno­va­tion­steam von über 4.000 Wissenschaftler:innen und 6.400 dig­i­tal­en Tal­en­ten arbeit­et L’Oréal daran, die Zukun­ft der Schön­heit aktiv mitzugestal­ten. In Deutsch­land ist L’Oréal Kos­metik­mark­t­führer. Die Gruppe ist hierzu­lande an vier Stan­dorten vertreten, darunter mit ein­er Fab­rik in Karl­sruhe. In Deutsch­land, Öster­re­ich und der Schweiz beschäftigt L’Oréal rund 3.000 Mitarbeiter:innen.

 

Über die Deutsche UNESCO-Kommission

Die UNESCO ist die UN-Organ­i­sa­tion für Bil­dung, Wis­senschaft und Kul­tur mit 194 Mit­glied­staat­en und Sitz in Paris. Die UNESCO set­zt sich nicht nur für die Bewahrung von beson­ders wertvollem Kul­turerbe ein, son­dern sie ist die glob­ale führende Organ­i­sa­tion bei der Förderung chan­cen­gerechter und hochw­er­tiger Bil­dung, von Presse­frei­heit und der Erforschung der plan­etaren Ressourcen. Seit Jahrzehn­ten engagiert sich die UNESCO als über­greifende Pri­or­ität für Chan­cen­gerechtigkeit und Gle­ich­stel­lung, da struk­turelle Benachteili­gun­gen für Frauen bere­its beim Zugang zu frühkindlich­er Bil­dung begin­nen.

Die Deutsche UNESCO-Kom­mis­sion ist für Deutsch­land die Schnittstelle zwis­chen Regierung, Zivilge­sellschaft und UNESCO in allen Arbeits­bere­ichen der UNESCO. Sie stellt sich­er, dass UNESCO-Völk­er­recht und UNESCO-Pro­gramme hierzu­lande best­mögliche Wirkung ent­fal­ten, und trägt dazu bei, dass die Inter­essen der Bun­desre­pub­lik erfol­gre­ich in der UNESCO einge­bracht wer­den.

 

Über das Deutsche Humboldt-Netzwerk

Das Deutsche Hum­boldt-Net­zw­erk ist ein Forum für alle Hum­bold­tianer­in­nen und Hum­bold­tian­er in Deutsch­land. Kennze­ich­nend ist die Beteili­gung an inter­na­tionaler Spitzen­forschung und vielfältige kul­turelle Erfahrun­gen, die wir nach Deutsch­land brin­gen. Dies hat unser Leben nach­haltig bee­in­flusst und schafft ein Gefühl geistiger Nähe das die Hum­boldt­fam­i­lie prägt.

 

Foto: Get­ty Images for L’Oréal / Andreas Rentz