Wohnen mit großer Geste

Der Stiltrend Opulenz setzt auf Fülle, Farbe und Charakter

(DJD). Nicht immer muss es vornehme Zurück­hal­tung sein. Wer sich eine aus­drucksstarke und unver­wech­sel­bare Ein­rich­tung für die eige­nen vier Wände wün­scht, kön­nte mit dem Inte­ri­or-Trend Opu­lenz richtig liegen. Mehr ist mehr, so lautet dabei kurz und knapp das Mot­to. Statt auf Min­i­mal­is­mus und Zurück­hal­tung set­zt dieser Stil auf kräftige Farbtöne, glänzende Ober­flächen und eine üppige Ein­rich­tung.

 

Mut zur Wirkung

Opu­lenz erfordert Mut zur Farbe und Mut zu großen Gesten. Wer Wände in diesem Stil gestal­ten möchte, kann mit dun­klen Far­ben, mit Muster­tape­ten, Holzvertäfelun­gen und Stuck­leis­ten arbeit­en. „Bei Opu­lenz denke ich an die Kun­strich­tung Art déco, die für die Ele­ganz der Form, für Kost­barkeit­en der Mate­ri­alien und die Stärke von Far­ben ste­ht“, sagt die bei Bril­lux tätige Innenar­chitek­tin Sven­ja Möller. Typ­isch sind für sie große Bilder­rah­men und Spiegel, Met­all- und Mess­ingtöne, samtige Stoffe sowie hochflorige Tep­piche. „Dabei darf es richtig knallen und vielle­icht auch mal für den ersten Moment zu viel sein“, betont sie und ergänzt: „Eine opu­lente Ein­rich­tung ist natür­lich immer ein State­ment.“ Auf diese Weise erzählt das Zuhause eine indi­vidu­elle Geschichte. Erb­stücke und antike Möbel aus Fam­i­lienbe­sitz tra­gen dazu eben­so bei wie beson­dere Fund­stücke von Flohmärk­ten.

 

Von der Wandfarbe bis zur Beleuchtung

Passende Wand­far­ben für diesen Stil sind vor allem dun­kle Töne wie Dunkel­grün, Aqua­marin, Petrol und erdi­ge Töne. Eine einzelne Akzent­wand reicht dafür meist nicht aus. Stattdessen soll­ten Wände, Deck­en und vielle­icht auch der Boden in ein­er Farbton­fam­i­lie aufeinan­der abges­timmt wer­den. Starke Wand­far­ben lassen sich auch mit grafis­chen Muster­tape­ten kom­binieren. Maler­fach­be­triebe kön­nen zu den Möglichkeit­en berat­en und die Gestal­tung umset­zen. Auf Anbi­eter­seit­en wie www.brillux.de/zuhause find­et man Ansprech­part­ner vor Ort sowie viele weit­ere Inspi­ra­tio­nen. Für einen aus­drucksstarken Auftritt sor­gen auch deko­ra­tive Wand­pro­file, mit denen sich ele­gante Kas­set­ten­struk­turen gestal­ten lassen. So kön­nen Wand­flächen gezielt insze­niert und Ele­mente wie Wan­dleucht­en oder Gemälde wirkungsvoll her­vorge­hoben wer­den. Im Inneren kön­nen die Flächen zudem mit ein­er Relief­tapete weit­er akzen­tu­iert wer­den. Opu­lenz sollte schließlich auch die Beleuch­tung ausstrahlen, so die Innenar­chitek­tin: „Da darf es gerne richtig groß wer­den, zum Beispiel mit einem Kro­n­leuchter, Leucht­en aus Kristall, Leucht­en aus ver­schiede­nen Met­alltö­nen, die untere­inan­der kom­biniert wer­den dür­fen.“ Wichtig ist es, die Räume nicht nur zu füllen, son­dern sie zu kom­ponieren. Denn nur dann entste­ht jene Dichte, die Opu­lenz nicht laut, son­dern har­monisch wirken lässt.

 

Foto: DJD/Brillux/Jannik Hammes