Trag Gutes weiter — Reparaturservice mit Herz

Tchibo testet Textil-Reparaturservice mit den Partnern Repair Rebels und Bridge&Tunnel

Tchi­bo startet ab sofort das Pilot­pro­jekt “Trag Gutes Weit­er” für einen dig­i­tal­en Tex­til-Reparaturs­er­vice. Das Ham­burg­er Unternehmen erweit­ert damit sein Ange­bot rund um eine all­t­agstaugliche Cir­cu­lar Econ­o­my. KundIn­nen kön­nen aus­gewählte Tchi­bo Klei­dungsstücke kün­ftig online zur pro­fes­sionellen Reparatur anmelden und dann unkom­pliziert ein­schick­en.

Der Pilot läuft zunächst über sechs Monate (und nur in Deutsch­land). Gemein­sam mit zwei spezial­isierten Part­nern verbindet Tchi­bo dabei Kun­den­zu­gang, dig­i­tale Abwick­lung und handw­erk­liche Reparatur. Das Düs­sel­dor­fer Start­up Repair Rebels übern­immt die Organ­i­sa­tion und Steuerung des gesamten Prozess­es, die Upcy­cling Man­u­fak­tur Bridge&Tunnel führt die Repara­turen aus.

Mit dem neuen Ange­bot reagiert Tchi­bo auf ein wach­sendes Bedürf­nis viel­er Men­schen: Klei­dung länger zu nutzen, statt sie vorschnell auszu­sortieren. Ger­ade bei Lieblingsstück­en ist der Wun­sch groß, sie weit­erzu­tra­gen, beson­ders wenn die Reparatur ein­fach und trans­par­ent ist. Genau hier set­zt das Pilot­pro­jekt an.

Reparatur ist für Tchi­bo grund­sät­zlich kein neues The­ma, son­dern Teil unseres Ver­ständ­niss­es von Cir­cu­lar Econ­o­my. Völ­lig neu ist für uns allerd­ings die Anwen­dung im Tex­til­bere­ich — eine Erfahrung, durch die wir mit diesem Part­ner-Pro­jekt unseren Ansatz kon­se­quent weit­er­en­twick­eln.”, so Kristi­na Kölling, Head of Envi­ron­ment & Cir­cu­lar­i­ty bei Tchi­bo.

 

Drei Partner, eine Idee: Trag Gutes Weiter

Beson­ders macht das Pro­jekt die Zusam­me­nar­beit von Tchi­bo mit zwei Part­nern, die Reparatur aus ganz unter­schiedlichen Per­spek­tiv­en neu denken. Repair Rebels ist ein 2022 von Dr. Moni­ka Hauck in Düs­sel­dorf gegrün­detes Start­up für dig­i­tale Tex­til-Repara­turen. Über die Plat­tform kön­nen Klei­dung, Schuhe und Taschen unkom­pliziert zur pro­fes­sionellen Reparatur eingeschickt wer­den. Ziel ist es, Repara­turen all­t­agstauglich zu machen, lokale Handw­erks­be­triebe zu stärken und Ressourcen länger im Kreis­lauf zu hal­ten. Mit seinem Net­zw­erk qual­i­fiziert­er Part­ner­be­triebe zählt Repair Rebels zu den Pio­nieren der dig­i­tal­en Reparat­urab­wick­lung in Deutsch­land.

Seit der Grün­dung von Repair Rebels ver­fol­gen wir die Vision, Reparatur wieder zu einem selb­stver­ständlichen Teil des Mod­ekon­sums zu machen — ein­fach, zugänglich und zeit­gemäß. Klei­dung ist mehr als Stoff — sie trägt Erin­nerun­gen, Geschicht­en und Wert. Reparatur bedeutet, diesen Wert zu erhal­ten und Ressourcen länger im Kreis­lauf zu hal­ten.” erk­lärt Dr. Moni­ka Hauck, Repair Rebels.

 

Bridge&Tunnel ist eine vielfach aus­geze­ich­nete Upcy­cling Man­u­fak­tur aus Ham­burg-Wil­helms­burg, die 2016 von Han­na Char­lotte Erhorn und Con­stanze Klotz gegrün­det wurde. Die Man­u­fak­tur pro­duziert hochw­er­tige Taschen, Acces­soires und Inte­ri­or-Pro­duk­te aus geretteten Tex­tilien wie Den­im, Samt oder Leinen für die eigene Brand sowie aus vie­len weit­eren Mate­ri­alien für Unternehmen­skun­den. Dabei verbindet Bridge&Tunnel ökol­o­gis­che und soziale Nach­haltigkeit: Das Team beste­ht aus Frauen mit Flucht- oder Migra­tions­bi­ografie, die über ihren Job Teil­habe und Wertschätzung erfahren.

“Hin­ter jed­er Reparatur ste­ht ein Men­sch. Genau das wollen wir gemein­sam mit Tchi­bo und Repair Rebels sicht­bar machen: hochw­er­tige tex­tile Arbeit, lokale Wertschöp­fung und neue Chan­cen durch Cir­cu­lar Econ­o­my.” so Dr. Con­stanze Klotz von Bridge&Tunnel.

 

Lieblingsstücke reparieren, einfach und schnell

Der Reparaturs­er­vice ist bewusst niedrigschwellig angelegt. KundIn­nen melden ihren Bedarf online an, wählen dort aus, welch­es Klei­dungsstück repari­ert wer­den soll, und erhal­ten ihr Ver­sand­la­bel per Mail. Anschließend schick­en sie ihre (beispiel­sweise) geris­sene Ski­jacke oder ihre zu kürzende Hose ein. Nach der pro­fes­sionellen Reparatur wird das Klei­dungsstück an sie zurück­ge­sendet. Die Bear­beitungszeit beträgt rund 14 Tage. Zum Start kön­nen ver­schiedene Pro­duk­tkat­e­gorien repari­ert wer­den, darunter Hosen, Jack­en, Röcke, Klei­der, Ruck­säcke sowie Ski- und Kinder­bek­lei­dung.

Die Preiss­pan­nen sind trans­par­ent: Bei Hosen liegen sie je nach Reparat­u­rart zwis­chen 14,99 und 29,99 Euro, bei Ruck­säck­en zwis­chen 22,99 und 26,99 Euro. Kleine ein­fache Repara­turen wie das Annähen eines Knopfs sind bewusst nicht Teil des Ange­bots. Dafür stellt Tchi­bo im Onli­neshop (auch jet­zt schon) DIY-Anleitun­gen mit Video von Bridge&Tunnel bere­it.

Circular Economy wird konkret im Alltag

Cir­cu­lar Econ­o­my bleibt für viele Men­schen abstrakt — bis sie im All­t­ag prak­tisch wird. Genau das ist die Idee hin­ter dem Pilot­pro­jekt: Ressourcen scho­nen, die Nutzungs­dauer von Pro­duk­ten ver­längern und den KundIn­nen einen Ser­vice bieten, der zu ihrem Leben passt.

Dass das The­ma auch reg­u­la­torisch und wirtschaftlich an Bedeu­tung gewin­nt, zeigt zudem die aktuelle Debat­te um das Recht auf Reparatur und die erweit­erte Her­stellerver­ant­wor­tung für Tex­tilien (EPR). Tchi­bo sieht entsprechende Entwick­lun­gen als Chance, denn Reparatur ist bere­its seit Jahren Teil der eige­nen Cir­cu­lar-Econ­o­my-Strate­gie — etwa bei Kaf­feemaschi­nen (Tchi­bo Refur­bished) und Ersatzteilen für Möbel. Der neue Tex­til­reparatur-Ser­vice erweit­ert diesen Ansatz nun um einen zusät­zlichen, kun­den­na­hen Baustein.

So funktioniert das Angebot

  • Mehr erfahren unter: tchibo.de/Reparatur Ser­vice oder direk­tOn­line-Anmel­dung der Reparatur über Tchibo.Repair-Rebels
  • Auswahl der passenden Reparaturleis­tung
  • Ver­sand in der Regel per DHL
  • Pro­fes­sionelle Reparatur mit Fotodoku­men­ta­tion
  • Rück­ver­sand des Artikels an die KundIn­nen

Bei den ersten 100 Bestel­lun­gen übern­immt Tchi­bo die Ver­sand­kosten. Danach tra­gen KundIn­nen das Por­to für Hin- und Rück­ver­sand selb­st.

 

Foto: Tchi­bo GmbH