Studie 2025 zum Internationalen Frauentag

Jede dritte Frau in Deutsch­land hat schon ein­mal darüber nachgedacht, selb­st ein Unternehmen zu grün­den oder zu führen. Haup­tantrieb dabei ist, die eige­nen Träume zu ver­wirk­lichen, nicht für andere zu arbeit­en und die Flex­i­bil­ität im Beruf­sleben zu verbessern. Das ist das Ergeb­nis der diesjähri­gen Wome­nomics-Studie von Mas­ter­card, die vor dem Inter­na­tionalen Frauen­tag am 8. März erscheint.

Der deutsche Unternehmerin­nen­nach­wuchs ste­ht in den Startlöch­ern: Die Frauen der Gen­er­a­tion Z, also die nach 1995 Gebore­nen, beze­ich­nen sich selb­st am ehesten als Unternehmerin­nen (30 %), gefol­gt von den Mil­len­ni­als (21 %), der Gen X (13 %) und den Baby­boomern (11 %). Die jun­gen deutschen Frauen sind damit unternehmenslustiger als der europäis­che Durch­schnitt, denn mit Blick auf ganz Europa gehen hier die deut­lich älteren, bis 1980 gebore­nen Vertreterin­nen der Gen X (30 %) und der Mil­len­ni­als (31 %) voran.

Die Branchen, in denen Frauen am ehesten grün­den wollen, sind der Online-Han­del (14 %), Kinder­be­treu­ung (12 %), Lebens­mit­tel und Getränke (10 %) und Kos­metik (10 %). Nur 3 % der Frauen pla­nen hinge­gen, ein Unternehmen im IT-Bere­ich zu grün­den.

 

Hürden für Gründerinnen:
zu wenig Wissen, zu wenig Kapital, zu hohes Risiko

Die Frage, ob sie sich gut in grundle­gen­den Finan­zan­gele­gen­heit­en wie Sparen oder Altersvor­sorge ausken­nt, beant­wortet nur jede siebte Frau mit ja (14 %). Auch wenn es bei den Män­nern immer­hin jed­er fün­fte (22 %) ist, liegt Deutsch­land hier sig­nifikant unter dem europäis­chen Durch­schnitt (30 % bei Män­nern und 21 % bei Frauen).

Dieses eher geringe Selb­stver­trauen bei Finanz- und Wirtschaft­s­the­men wirkt sich auch auf den Mut zur Grün­dung aus. Die größten Hin­dernisse, die Frauen davon abhal­ten, ein eigenes Unternehmen zu grün­den, sind die Sorge zu scheit­ern (37 %), fehlende finanzielle Mit­tel (35 %) und man­gel­nde Erfahrung (30 %). Auch nach ein­er Grün­dung gab ein Drit­tel der Frauen an, dass die größte Her­aus­forderung darin bestand, eine Finanzierung zu find­en. Drei von zehn Frauen beklagten, dass sie kein Peer-Net­zw­erk ander­er Unternehmerin­nen hat­ten, und ähn­lich viele sagten, dass sie nicht wussten, wo sie bei der Erstel­lung des ini­tialen Busi­ness­plans anfan­gen soll­ten.

Deutsch­land braucht mehr Unternehmergeist. Mut und gute Ideen von Grün­derin­nen und Grün­dern treiben unsere Wirtschaft an. Die neue Bun­desregierung hat nun die Chance, ein Umfeld zu schaf­fen, in dem Entre­pre­neure auch wirk­lich erfol­gre­ich sein kön­nen. Mas­ter­card set­zt sich für den Auf­bau ein­er inte­gra­tiv­en dig­i­tal­en Wirtschaft ein, in der kleine Unternehmen mit den Lösun­gen und der Unter­stützung aus­ges­tat­tet wer­den, die sie für Wach­s­tum und Erfolg benöti­gen”, sagt Dr. Peter Robe­jsek, Geschäfts­führer von Mas­ter­card in Deutsch­land.

 

Keine Einzelgängerinnen:
Das gibt Gründerinnen Sicherheit

Bei der Grün­dung eines Unternehmens würde Frauen ein Geschäftspart­ner oder eine Geschäftspart­ner­in am ehesten dabei helfen, Hin­dernisse zu über­winden und sich selb­st­be­wusster zu fühlen. 24 % der Befragten waren dieser Mei­n­ung, bei der Gen­er­a­tion Z liegt der Anteil sog­ar bei 30 %. Auch Train­ings für die Erstel­lung eines Busi­ness­plans (21 %) und bess­er ver­füg­bare und zugängliche Zuschüsse für kleine Unternehmen (20 %) wären willkom­men.

 

Finanzbildung über soziale Medien effektiver als an Schulen

Früh übt sich: Würde das Unternehmer­tum an Schulen und Uni­ver­sitäten als Kar­ri­eremöglichkeit aufgezeigt, dann wäre das förder­lich für die Grün­dung eines eige­nen Unternehmens. Das sagten 12 % der Frauen und 18 % der befragten Män­ner in Deutsch­land. Jede fün­fte Frau war der Mei­n­ung, dass eine bessere Aus­bil­dung in grundle­gen­den unternehmerischen Fähigkeit­en hil­fre­ich wäre. Gute Noten erhal­ten soziale Medi­en, wenn es darum geht, Finanzwis­sen zu ver­mit­teln — den dig­i­tal­en Kanälen gelinge das bess­er als Schulen oder Bil­dung­sein­rich­tun­gen, so die Befragten (79 % für soziale Medi­en, 73 % für Schulen/Bildungseinrichtungen).

 

Die zuversichtlichsten Unternehmerinnen Europas kommen aus Deutschland

Deutsche Unternehmerin­nen fall­en mit einem beson­ders pos­i­tiv­en Blick auf die Entwick­lung ihres Geschäfts auf — sie nehmen hier eine Aus­nahmestel­lung in Europa ein. 71 % von ihnen rech­nen in den näch­sten fünf Jahren mit einem Wach­s­tum ihres Jahre­sum­satzes. Die Hälfte (49 %) erwartet sog­ar ein Wach­s­tum von bis zu 20 % und liegt damit deut­lich über dem europäis­chen Durch­schnitt für Frauen von 32 % . Nur jede zehnte geht von einem Umsatzrück­gang aus.

 

Mastercards Engagement für Gründerinnen und den Unternehmerinnennachwuchs

Weltweit ist Mas­ter­card Vor­re­it­er zahlre­ich­er Ini­tia­tiv­en zur Unter­stützung von Unternehmer:innen. Seit 2020 hat Mas­ter­card über 50 Mil­lio­nen Klei­n­un­ternehmen, darunter 37 Mil­lio­nen Unternehmerin­nen, mit Unter­stützung und Lösun­gen ver­sorgt, die ihnen beim Wach­s­tum ihrer Unternehmen helfen kön­nen.

Zum Beispiel fördert Mas­ter­card mit dem Strive EU Inno­va­tions­fond das Wach­s­tum und die Resilienz inno­v­a­tiv­er klein­er Unternehmen in der EU. Zu den zulet­zt aus­geze­ich­neten Start-ups gehört tilt aus Berlin, das Banken in der EU dabei unter­stützt, wirk­same Kli­mas­trate­gien für Kred­it­port­fo­lios für kleine Unternehmen zu entwick­eln: tilt betreibt eine Plat­tform, die Date­n­analy­sen und inter­ak­tive Anleitun­gen für Kli­mas­trate­gien ermöglicht. Darüber hin­aus berät das Start-up bei Kred­iten für kleine Unternehmen, die vom Kli­mawan­del betrof­fen sind.

Dank des Mas­ter­card Strive EU-Pro­gramms kann tilt für 18 Monate seine gesamte Energie darauf konzen­tri­eren, aus einem Forschung­spro­jekt von Theia Finance Labs eine mark­treife kom­merzielle Lösung für kleine Unternehmen zu machen. Wir freuen uns sehr, mit dem Experten­net­zw­erk von Mas­ter­card Strive zusam­men­zuar­beit­en, um unsere Mark­te­in­führungsstrate­gie zu opti­mieren”, so Anne Schö­nauer, Mit­be­grün­derin von tilt.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen über die Ini­tia­tiv­en von Mas­ter­card zur Unter­stützung von Klei­n­un­ternehmen gibt es unter strivecommunity.org/country/eu

 

Girls4Tech: Mint für Mädchen

Und Mas­ter­card set­zt noch früher an: Das mehrfach aus­geze­ich­nete Bil­dung­spro­gramm Girls4Tech richtet sich an Mäd­chen im Alter von 8 bis 16 Jahren. Seit 2014 begeis­tert das Pro­gramm junge Mäd­chen für die MINT-Diszi­plinen Math­e­matik, Infor­matik, Natur­wis­senschaften und Tech­nik und fördert ihre Fähigkeit­en in diesen Bere­ichen. Zulet­zt nah­men 30 Schü­lerin­nen in Hanau an einem Work­shop statt — der diesjährige deutsche Girls4Tech Work­shop find­et am Girls’ Day, dem Mäd­chen-Zukun­ft­stag am 3. April 2025, statt. Mehr Infor­ma­tio­nen zu Girls4Tech find­et Ihr unter girls4tech.com

 

Über die Studie

Die Studie wurde von Mas­ter­card in Auf­trag gegeben und von der unab­hängi­gen Forschungsagen­tur Opini­um durchge­führt. Zwis­chen 16. Dezem­ber 2024 und 3. Jan­u­ar 2025 wurde eine quan­ti­ta­tive Online-Umfrage in 41 Län­dern in Nor­dameri­ka, Lateinameri­ka, Asien-Paz­i­fik, Europa, dem Nahen Osten und Afri­ka durchge­führt. Sie umfasste 42.500 Befragte, darunter 4.300 Unternehmer:innen/Gründer:innen. In Europa wur­den 21.000 Per­so­n­en befragt, davon 2.000 in Deutsch­land.

 

Grafik: Mas­ter­card Deutsch­land