Michaela May: Zwischen Ärger und Glück

Die erfolgreiche Schauspielerin übt Kritik an seichten Frauenrollen

Seit Jahrzehn­ten ist sie von deutschen Bild­schir­men nicht wegzu­denken und auch mit 72 Jahren ist Michaela May noch gut im Geschäft. Den­noch regt sich die gebür­tige Münch­ner­in über die TV-Land­schaft mitunter auf.

Das Frauen­bild im deutschen Fernse­hen ist unterirdisch“, sagte sie kür­zlich im Inter­view mit dem „SZ Mag­a­zin“. Zu seicht sind die Rollen oft, zu wenig inter­es­sant. „Wir Frauen, die aus der 68er-Gen­er­a­tion kom­men, die alle Tabus gebrochen haben, die ein anderes Frauen­bild darstellen als noch unsere Müt­ter und Großmüt­ter – da gibt es andere Stoffe zu erzählen“, führte die Schaus­pielerin auch bei „3nach9“ noch ein­mal aus.

Wirk­lich starken Stoff erzählte allerd­ings neulich der Film „Ich will mein Glück zurück“ (ARD-Mediathek) mit May in der Haup­trol­le. Darauf ist sie stolz – auch wenn der kitschige Titel die Darstel­lerin schon wieder ärg­ert. Doch der Film erzählt wun­der­bar ungeschönt das Ende ein­er Ehe nach gemein­samen 50 Jahren.

Michaela May selb­st ist jedoch seit 2006 glück­lich ver­heiratet mit dem Regis­seur Bernd Schade­wald (73). Ihr Ehege­heim­nis? „Dafür gibt es kein Paten­trezept“ so May im Inter­view mit dem „Süd­kuri­er“. „Was aber hil­ft: Man sollte sich unbe­d­ingt seine Eigen­ständigkeit bewahren, etwa seinen Inter­essen und Hob­bys nachge­hen und sich diese nicht nehmen lassen. Man darf die Flügel der Liebe nicht stutzen.“ Klingt per­fekt!

 

Foto: highgloss.de