20 Jahre Andraschko: Jubiläums-Espresso von der Finca San Sebastián

Limitierte Anniversary Edition aus Antigua, Guatemala – mit einer der ersten Farmentdeckungen der Rösterei

Die Andraschko Kaf­fee­man­u­fak­tur feiert ihr 20-jähriges Beste­hen und bringt zum Jubiläum eine lim­i­tierte Anniver­sary Edi­tion her­aus: den Sin­gle Ori­gin Espres­so Fin­ca San Sebastián aus Antigua, Guatemala. Unter dem Mot­to „20 Years. Still Hot.“ würdigt die Rösterei aus Berlin und Wien eine Farm, mit der sie seit den 1990er-Jahren ver­bun­den ist.

Der gewasch­ene Kaf­fee aus den Vari­etäten Bour­bon und Catur­ra wächst auf 1.500 bis 1.800 Metern Höhe, ist mit 86 von 100 Punk­ten bew­ertet und zeigt in der Tasse Noten von Schoko­lade, Karamell, Zitrus und roten Beeren. Andraschko ist der Kaf­fee der gehobe­nen Berlin­er Gas­tronomie: Aus­geschenkt wird er unter anderem im Restau­rant Tim Raue, im Rutz, in der Paris Bar, in den Restau­rants von Duc Ngo und in Clärchens Ball­haus.

20 Jahre Andraschko – warum Finca San Sebastián

Für ihren Jubiläum­skaf­fee woll­ten Elis­a­beth und Willy Andraschko bewusst keinen Kaf­fee auswählen, der ein­fach nur sel­ten oder beson­ders spek­takulär ist, son­dern einen Kaf­fee, der etwas mit der eige­nen Geschichte der Rösterei zu tun hat.

Die Fin­ca San Sebastián in Antigua, Guatemala, begleit­et Andraschko seit den 1990er-Jahren. Ent­deckt haben die bei­den die Farm auf ein­er ihrer ersten großen Ursprungsreisen durch Mit­te­lameri­ka. Mit dabei waren damals unter anderem Wolf­gang Dehn­er von List & Beisler und Ste­fan Spren­gel. Die Reise wurde zum Wen­depunkt: Zum ersten Mal erlebten sie unmit­tel­bar vor Ort, was heute selb­stver­ständlich klingt – dass die Qual­ität in der Tasse lange vor der Rösterei begin­nt.

Auf San Sebastián begeg­neten sie ein­er Form des Kaf­feean­baus, die sie beein­druck­te. Es ging nicht allein darum, außergewöhn­lichen Kaf­fee zu pro­duzieren. Die Farm wurde als Ganzes gedacht: Boden, Pflanzen, Auf­bere­itung, Men­schen und der langfristige Umgang mit den natür­lichen Ressourcen gehörten zusam­men. Was sie dort ken­nen­lern­ten, würde man heute als Best Farm­ing Prac­tices beze­ich­nen.

Diese Hal­tung ist über die Jahrzehnte geblieben – und sie hat sich weit­er­en­twick­elt. San Sebastián zählt für Andraschko bis heute zu den inno­v­a­tivsten Fin­cas über­haupt. Neue Meth­o­d­en wer­den aus­pro­biert und beste­hende immer wieder verbessert. Soziale Ver­ant­wor­tung, Umwelt, Land­wirtschaft und Kaf­fee­qual­ität wer­den nicht getren­nt voneinan­der betra­chtet.

Dazu kommt ein außergewöhn­lich­er Ort. Antigua liegt zwis­chen Vulka­nen. Vulka­nis­che Böden, Höhen­lage und das beson­dere Mikrokli­ma schaf­fen Bedin­gun­gen, unter denen Kaf­fee langsam reifen und einen sehr eigen­ständi­gen Charak­ter entwick­eln kann.

Der wichtig­ste Grund für die Wahl ist jedoch ein ander­er: „San Sebastián ste­ht für etwas, das auch unsere eigene Arbeit geprägt hat: Tra­di­tion bedeutet nicht, etwas unverän­dert zu lassen. Sie bedeutet, auf Wis­sen aufzubauen und daran weit­erzuar­beit­en.“ — Willy Andraschko

Vor mehr als dreißig Jahren führte die Suche nach gutem Kaf­fee die Andraschkos zum ersten Mal dor­thin. Seit­dem haben sich Ern­ten verän­dert, Wis­sen ist dazugekom­men und Kaf­fee hat sich weit­er­en­twick­elt. Die Idee dahin­ter ist geblieben. Deshalb kon­nte der Kaf­fee zum 20-jähri­gen Jubiläum der Rösterei eigentlich kein ander­er sein. Fin­ca San Sebastián. Antigua, Guatemala. Eine der ersten Far­ment­deck­un­gen von Andraschko – und eine Verbindung, die bis heute geblieben ist.

Die Menschen hinter Andraschko

Hin­ter der Andraschko Kaf­fee­man­u­fak­tur ste­hen Elis­a­beth und Willy Andraschko. Als Willy Andraschko Ende der 1970er-Jahre aus Wien nach West-Berlin kam, führte ihn sein Weg ins ger­ade eröffnete Café Ein­stein. Nach über zwanzig Jahren dort wid­me­ten sich die bei­den ganz dem Kaf­feerösten – mit der Überzeu­gung, dass Qual­ität lange vor der Rösterei begin­nt.

Schon in den 1990er-Jahren führten sie ihre Ursprungsreisen zu den Far­men, deren Kaf­fees sie bis heute begleit­en. Heute ist Andraschko in Berlin und Wien vertreten.

 

Foto: Andraschko Kaf­fee