Acht Tipps, die zeigen, worauf es bei der Ernährung wirklich ankommt
Hier haben wir für Euch acht Tipps, die zeigen, worauf es bei der Ernährung wirklich ankommt.
1. Regelmäßig essen, statt Mahlzeiten ausfallen zu lassen
Auch wenn der Hunger fehlt: Mahlzeiten sollten nicht einfach ausgelassen werden. Empfehlenswert sind drei feste, kleinere Mahlzeiten am Tag, jeweils mit einer guten Portion Eiweiß. Wer merkt, dass selbst das zu viel ist, kann auf vier bis fünf kleinere Mahlzeiten umsteigen. Häufigere, dafür kleinere Portionen werden unter der Therapie oft besser vertragen als der Versuch, drei große Mahlzeiten zu bewältigen.
2. Auf stark verarbeitete Lebensmittel und Zucker verzichten
Fertigprodukte, Chips, Kekse, gezuckerte Frühstückscerealien und Fertigsaucen enthalten oft zu viel Fett, Zucker und Salz und liefern gleichzeitig wenig Nährstoffe. Süße Zwischenmahlzeiten sind zudem echte Kalorienbomben, ohne richtig satt zu werden. Wer auf derartige Snacks möglichst verzichtet, hält den Blutzuckerspiegel stabiler und vermeidet unnötige Verdauungsbelastung.
3. Eiweiß bei jeder Mahlzeit mitdenken
Ausreichend Eiweiß zu essen, unterstützt nicht nur die Sättigung, sondern hilft auch, Muskelmasse während der Gewichtsabnahme zu erhalten. Als Richtwert gilt für viele Menschen unter medikamentöser Therapie eine Zufuhr von etwa einem bis 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Gute Quellen sind Fisch, Eier, Geflügel, fettarme Milchprodukte sowie pflanzliche Alternativen wie Bohnen, Erbsen, Linsen und Vollkornprodukte. Rotes und stark verarbeitetes Fleisch sollten dagegen nur in Maßen auf dem Speiseplan stehen.
4. Ballaststoffreich essen, aber vorsichtig herantasten
Gemüse, Vollkornprodukte und zuckerarmes Obst unterstützen die Verdauung und wirken meist lange sättigend. Zu Beginn der Therapie oder bei empfindlichem Magen-Darm-Trakt lohnt sich jedoch eine schrittweise Steigerung, etwa bei besonders ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Haferflocken oder Hülsenfrüchten, um Blähungen zu vermeiden.
5. Auf hochwertige Fette setzen, statt Fett komplett zu streichen
Nicht jedes Fett ist gleich: Ungesättigte Fette aus Raps- und Olivenöl, Nüssen, Samen, Avocado oder fettreichem Fisch wie Lachs sorgen für eine langanhaltende Sättigung und unterstützen den Fettstoffwechsel – im Unterschied zu frittierten oder stark verarbeiteten Fetten. Als grobe Orientierung sollten Fette insgesamt nicht mehr als rund 30 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen, wobei die Qualität der Fette wichtiger ist als die reine Menge.
6. Langsam essen und gut kauen – die Zeit gibt den Takt vor
Da die Magenentleerung unter der Therapie verlangsamt ist, braucht der Körper länger, um Sättigung zu signalisieren. Faustregel: für eine kleinere Mahlzeit rund 20 Minuten Zeit einplanen, für eine größere Mahlzeit eine halbe Stunde. Wer langsam isst, gut kaut und aufhört zu essen, bevor er sich richtig satt fühlt, reduziert das Risiko für Völlegefühl und Übelkeit erheblich.
7. Fettige und frittierte Speisen meiden – der häufigste Übelkeits-Auslöser
Fett verlangsamt zusätzlich die Magenentleerung. Da die Therapie genau diesen Effekt gezielt nutzt, um das Sättigungsgefühl zu unterstützen, können sehr fettreiche Speisen diese Wirkung übermäßig verstärken. Kommen beide Effekte zusammen, entstehen häufig Übelkeit, Blähungen und Unwohlsein. Zu den größten Auslösern zählen Frittiertes, Fast Food, Pommes, paniertes Fleisch, cremige Saucen und sehr fettreiche Käsesorten. Als grobe Orientierung gilt: Einzelne Mahlzeiten mit viel Fett werden meist unter der Therapie deutlich schlechter vertragen.
8. Alkohol und kohlensäurehaltige Getränke reduzieren
Alkohol reizt die Magenschleimhaut zusätzlich und kann bestehende Nebenwirkungen verstärken. Auch kohlensäurehaltige und zuckerreiche Getränke sollten eher gemieden werden, da sie Blähungen und Völlegefühl fördern können. Zum Durstlöschen eignen sich am besten stilles Wasser oder ungesüßte Tees – über den Tag verteilt, nicht erst bei aufkommendem Durstgefühl.
Auch mit der besten Ernährungsstrategie lassen sich Nebenwirkungen nicht immer ganz vermeiden – vor allem in den ersten Wochen und bei einer Dosissteigerung sind Magen-Darm-Beschwerden häufig, werden aber im Verlauf bei vielen Menschen wieder schwächer. Die wichtigsten Sofortmaßnahmen im Überblick:
- Bei Übelkeit auf leicht verträgliche Lebensmittel setzen: Zwieback, Toast, Reis, Kartoffeln, Brühe, Banane, Apfelmus oder Melone sind im Normalfall gut verträglich. Ein Spaziergang nach dem Essen kann zusätzlich das Wohlbefinden fördern.
- Bei Durchfall und Erbrechen aktiv Flüssigkeit ausgleichen: 1,5 bis 2 Liter stilles Wasser oder ungesüßter Tee pro Tag werden empfohlen, bei starkem Flüssigkeitsverlust helfen Elektrolytlösungen aus der Apotheke. Bei anhaltenden Beschwerden früh ärztlichen Rat einholen.
- Blutzucker im Blick behalten: Bei gleichzeitiger Insulin- oder Sulfonylharnstofftherapie steigt das Risiko einer Unterzuckerung. Warnzeichen wie Zittern, Schwitzen oder Herzklopfen sollten nicht als Kreislaufproblem abgetan, sondern dokumentiert, ärztlich besprochen und behandelt werden.
- Mit einem klugen Einkaufszettel vorbeugen: Leicht verträgliche Grundnahrungsmittel, milde Eiweißquellen wie gekochte Eier oder Magerquark sowie kleine Packungsgrößen helfen, in einer empfindlichen Phase nicht zu schwerem oder stark verarbeitetem Essen zu greifen.
- Bauchschmerzen können als häufige Nebenwirkung auftreten – starke oder anhaltende Schmerzen müssen jedoch medizinisch abgeklärt werden. Das gilt besonders, wenn sie in den Rücken ausstrahlen oder mit Fieber, starkem Erbrechen oder deutlicher Verschlechterung des Allgemeinzustands einhergehen.
„Abnehmspritzen sind wirksame Medikamente – aber wie jedes Medikament können sie Nebenwirkungen mit sich bringen. Die gute Nachricht: Fast alle dieser Nebenwirkungen sind vorübergehend und lassen sich gezielt managen”, ordnet Dr. Luisa Werner, Ernährungsmedizinerin aus Ulm, ein. Mehr Infos über Adipositas findet Ihr auf der Website MeinWegmitAdipositas.de
Über Adipositas
Adipositas ist eine chronische Krankheit. Die Behandlung von Adipositas ist vielschichtig und muss auf die jeweilige Lebensphase und die individuellen Gesundheitsziele abgestimmt werden. Eine ärztliche Beratung zu wirksamen, auch medikamentösen Therapieoptionen bildet oft den Einstieg in eine strukturierte Versorgung und kann sowohl vor Ort in der Praxis als auch per Telemedizin stattfinden. Unter meinwegmitadipositas.de etwa können sich Betroffene über Adipositas informieren. Darüber hinaus erleichtert die Website den Weg zum Arzt – etwa über die Vermittlung einer Videosprechstunde oder die Suche nach einer Praxis in der Nähe. Der erste Schritt hin zu einer umfassenden Therapie ist oft herausfordernd, aber entscheidend.
Über Lilly
Lilly Eli Lilly and Company (kurz Lilly) ist ein international tätiges, US-amerikanisches Pharma- und Medizinunternehmen mit Hauptsitz in Indianapolis, Indiana. Weltweit beschäftigt Lilly über 50.000 Mitarbeitende, davon über 12.000 im Bereich Forschung und Entwicklung. Zu den Schwerpunkten von Lilly gehören Mittel gegen Diabetes und Adipositas.
