Zwischen Festspielhaus und Fichtelgebirge: Fünf mustvisits in Bayreuth

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? Ein Som­merurlaub im eige­nen Land offen­bart oft ungeah­nte High­lights. Als per­fek­tes Ziel für eine kurze Auszeit präsen­tiert sich die Fest­spiel­stadt Bayreuth im Herzen Ober­frankens. Die Stadt verbindet ein abwech­slungsre­ich­es Kul­tur­pro­gramm mit ein­er vielfälti­gen Infra­struk­tur für Out­door-Begeis­terte: Vom entspan­nten Rad­weg bis hin zu erleb­nis­re­ichen Wan­derp­faden im mys­tis­chen Fichtel­ge­birge, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wer lieber städtis­ches Flair genießt, darf sich auf eine Vielzahl ein­laden­der Plätze und Sehenswürdigkeit­en freuen, die zu som­mer­lichen Ent­deck­ungs­touren ver­führen.

Das Richard Wagner Museum — Wenn die „Walküre“ auf „Siegfried“ trifft

Richard-Wag­n­er-Muse­um, Bild: Bayreuth Mar­ket­ing Touris­mus GmbH / Har­bach

 

Kein Bayreuth ohne Wag­n­er: Wer die ober­fränkische Stadt zum ersten Mal besucht, kommt an einem Besuch des Richard Wag­n­er Muse­ums kaum vor­bei. In seinem ehe­ma­li­gen Wohn­haus, die Vil­la Wah­n­fried, gele­gen, bietet das sorgsam kuratierte Muse­um tiefe Ein­blicke in das Leben und Schaf­fen des Kom­pon­is­ten. Im angren­zen­den Neubau find­en BesucherIn­nen zudem eine Ausstel­lung, die die großen Opern­werke Wag­n­ers in den Vorder­grund rück­en – mit Audio-Sta­tio­nen, Orig­i­nal-Kostü­men und Büh­nen­bildern.

 

Eremitage, Altes Schloss und Orangerie — Lustwandeln wie die Adeligen im 18. Jahrhundert

Eremitage, Bild: Bayreuth Mar­ket­ing & Touris­mus GmbH / Meike Kratzer

 

Ober­halb der Stadt lockt die Eremitage als grüne Oase zu entspan­nten Stun­den im Freien. Das ehe­ma­lige Jag­dare­al der dama­li­gen Mark­grafen, wurde von Mark­gräfin Wil­helmine in einen großzügi­gen Park mit Wasser­spie­len, Blu­mengärten und schat­ten­spenden­den Alleen umgestal­tet. Früher den Adeli­gen vor­be­hal­ten, erfreuen sich BayreutherIn­nen und BesucherIn­nen heute dem kleinen Paradies. Gekrönt wird die Eremitage mit dem Alten Schloss, ein­er kleinen Grotte sowie der Orangerie und ihrem Son­nen­tem­pel. Let­zter­er zieht dank tausender blauer und gold­en­er Glassteine im Son­nen­licht alle Blicke auf sich. Für alle Serien­fans der Net­flix-Serie „Die Kaiserin“: Teile der Pro­duk­tion wur­den hier gedreht.

 

Fränkische Schweiz und Fichtelgebirge – Die natürliche Schönheit Oberfrankens erleben

Rudolf­stein, Bild: TZ Fichtel­ge­birge e.V. / F. Trykows­ki

 

Während das Fichtel­ge­birge mit seinen markan­ten Gran­it­fels-For­ma­tio­nen, dicht­en Wäldern und anspruchsvollen Sin­gle-Trails ein wahres Paradies für Moun­tain­bik­er und ambi­tion­ierte Wan­der­er bietet, fasziniert die benach­barte durch ihre san­ftere, aber nicht min­der spek­takuläre Kulisse. Hier schlän­geln sich idyl­lis­che Rad­wege ent­lang ruhiger Flusstäler, während Wan­der­er auf geschwun­genen Pfaden vor­bei an majestätis­chen Bur­gen und bizarren Ste­in­for­men geführt wer­den. Bei­de Regio­nen set­zen auf ein her­vor­ra­gend aus­ge­bautes Wegenetz, das sowohl sportliche Her­aus­forderun­gen als auch entspan­nte Touren für Fam­i­lien ermöglicht.

 

UNESCO Weltkulturerbe Markgräfliches Opernhaus und Opernhausmuseum — Barocke Opulenz

Opern­haus Bayreuth, Bild: Loic Lagarde

 

Barock­er Schatz: Das Mark­gräfliche Opern­haus zählt zu den bedeu­tend­sten und bester­hal­te­nen Bauw­erken aus der Barockzeit. Das ganz aus Holz erbaute Opern­haus, mit bemal­ten Lein­wän­den, reich­haltigem Stuck und detail­ge­treuen Schnitzereien, gilt in dieser Form als weltweit einzi­gar­tig. Die UNESCO nahm das Mark­gräfliche Opern­haus 2012 in ihre Liste der Wel­terbestät­ten auf und würdigte damit dieses Meis­ter­w­erk der Fest-und Musikkul­tur des barock­en Europas. Noch heute wird das The­ater als Spiel­stätte für klas­sis­che Konz­erte genutzt. Gäste erwartet in den Sälen eine unver­gle­ich­liche Akustik – unverän­dert, wie vor 275 Jahren. Seit 2023 tauchen sie im Wel­terbe-Infor­ma­tion­szen­trum und Opern­haus­mu­se­um tiefer in diese Zeit ein.

 

150 Jahre Bayreuther Festspiele am Grünen Hügel und in der Stadt — Festspielzauber das ganze Jahr

Richard-Wag­n­er-Fest­spiel­haus, Bild: Bayreuth Mar­ket­ing & Touris­mus GmbH / Kratzer

 

Alle Jahre wieder –und das bere­its zum 150. Mal: In diesem Jahr feiern die welt­bekan­nten Bayreuther Fest­spiele ihr 150. Jubiläum. Seit jeher lock­en diese beson­deren Wochen im Jahr tausende Opern-Fans aus aller Welt in die Stadt. In diesem Jahr ste­hen, neben dem klas­sis­chen Opernzyk­lus Ring des Nibelun­gen auch noch Rien­zi, Der fliegende Hol­län­derund Par­si­fal auf dem Spielplan. Für alle, die den Opern­klän­gen nicht lauschen wollen, bietet Bayreuth in diesem Jubiläum­s­jahr im Rah­men des Jahre­spro­gramms Fes­ti­val 150 ein bre­ites Ange­botsspek­trum aus Musik, Kul­tur und Kun­st, das den Kün­stler Wag­n­er und sein Ver­mächt­nis auf mod­erne Weise inter­pretiert und ehrt.

 

Titelfo­to: Bayreuth-Mar­ket­ing-Touris­mus-GmbH / Har­bach