Peru: Wenn Erlebnisse zum Luxus werden

Stadt oder Natur: Beides beeindruckend

In Peru zeigt sich der neue Luxus vor allem in Erleb­nis­sen, die es ermöglichen, das Reiseziel aus näch­ster Nähe ken­nen­zuler­nen: Vom Mark­tbe­such in Lima in Begleitung eines Kochs über eine Wan­derung durch den Nebel­wald der Region Ama­zonas bis hin zu Begeg­nun­gen mit ein­heimis­chen Fam­i­lien auf den Inseln des Tit­i­ca­casees.

Was lässt eine Reise lange in Erin­nerung bleiben? Ein beson­deres Hotel, exzel­len­ter Ser­vice und gutes Essen gehören sicher­lich dazu. Doch zunehmend sind es indi­vidu­elle Erleb­nisse und die Möglichkeit, einen Ort nicht nur zu besuchen, son­dern wirk­lich ken­nen­zuler­nen, die das Beson­dere aus­machen. In Peru führt diese Art des Reisens von der Gas­tronomie-Metro­pole Lima über die Nebel­wälder der Region Ama­zonas und die Inseln des Tit­i­ca­casees bis in den Regen­wald von Lore­to – mit viel Zeit für Natur, Kul­tur, Kuli­narik und per­sön­liche Begeg­nun­gen.

Lima

In Lima taucht man am besten dort ins Land ein, wo auch viele sein­er Gerichte ihren Anfang nehmen: auf dem Markt. Zwis­chen far­ben­fro­hen Obst­stän­den, Bergen von Limet­ten, Chilis in unter­schiedlich­sten Far­ben und Frücht­en aus allen Regio­nen des Lan­des eröffnet sich die kuli­nar­ische Vielfalt Perus. In Begleitung eines Kochs wird aus dem Einkauf eine per­sön­liche Ein­führung in die peru­anis­che Küche. Welche Kartof­fel eignet sich für welch­es Gericht? Was unter­schei­det Ají Amar­il­lo von Roco­to? Und welche Früchte stam­men aus dem Ama­zonas­ge­bi­et? Gemein­sam wer­den Zutat­en aus­gewählt und pro­biert, bevor sie bei einem pri­vat­en Kochkurs ver­ar­beit­et wer­den. So wird der Mark­tbe­such zu ein­er kuli­nar­ischen Reise durch das Land, bei der es nicht nur um Ceviche und Causa geht, son­dern auch um Herkun­ft, Tra­di­tio­nen und die Geschicht­en hin­ter den Zutat­en.

Amazonas

Von Perus Haupt­stadt führt die Reise in den Nor­den, in die Region Ama­zonas. Am Mor­gen hän­gen noch Wolken zwis­chen den grü­nen Berghän­gen, während sich ein schmaler Weg durch den Nebel­wald zieht. Mit jedem Schritt wird das Rauschen lauter, bis schließlich zwis­chen den Bergen der Goc­ta-Wasser­fall sicht­bar wird. Mit ein­er Fall­höhe von über 700 Metern ist er eine der ein­drucksvoll­sten Naturkulis­sen im Nor­den Perus.

Kleine Bou­tique-Lodges sind Aus­gangspunkt für Wan­derun­gen, Vogel­beobach­tun­gen und Aus­flüge. Nicht weit ent­fer­nt erhebt sich auf rund 3.000 Metern Höhe Kuélap, das ein­drucksvolle archäol­o­gis­che Erbe der Chachapoya-Kul­tur. Ger­ade die Verbindung aus Natur und Geschichte macht den Reiz der Region aus. Statt Sehenswürdigkeit­en ein­fach abzuhak­en, bleibt Muße für die kleinen Momente: Orchideen am Weges­rand, Kolib­ris im Garten der Lodge und lange Abende mit Blick auf die Berge im Nebel.

Titicacasee

Noch ein­mal verän­dert sich der Rhyth­mus auf Taquile im Tit­i­ca­casee. Die Insel liegt auf rund 3.950 Metern Höhe, und schon die Ankun­ft entschle­u­nigt. Autos gibt es nicht, Wege wer­den zu Fuß zurück­gelegt und hin­ter den ter­rassierten Hän­gen öffnet sich immer wieder der Blick auf das tief­blaue Wass­er und die Berge am Hor­i­zont. Auf Taquile begeg­nen Reisende ein­er Gemein­schaft, in der jahrhun­dertealte Tra­di­tio­nen bis heute zum All­t­ag gehören. Die Insel und ihre Tex­tilkun­st gehören zum imma­teriellen Kul­turerbe der UNESCO. Män­ner strick­en die charak­ter­is­tis­chen Chul­los, Frauen weben Gür­tel und andere Tex­tilien, deren Far­ben und Muster von Herkun­ft und Gemein­schaft erzählen. Bei Begeg­nun­gen mit ein­heimis­chen Fam­i­lien ler­nen Reisende diese Tra­di­tio­nen ken­nen, teilen Mahlzeit­en aus regionalen Zutat­en und erhal­ten Ein­blicke in den All­t­ag auf der Insel.

Tief im peru­anis­chen Ama­zonas­ge­bi­et in Lore­to warten Begeg­nun­gen der tierischen Art. Vom Deck eines Flusskreuz­fahrtschiffes schweift der Blick über die weite Wasser­land­schaft, bis sich plöt­zlich etwas an der Ober­fläche bewegt: Mit etwas Glück taucht ein rosa Fluss­delfin auf und ver­schwindet wenige Sekun­den später wieder im dun­klen Wass­er.

Kreuzfahrten

Mehrtägige Kreuz­fahrten führen von Iqui­tos in Rich­tung des Nation­al­reser­vats Pacaya Samiria und verbinden die Abgeschieden­heit des Ama­zonas mit Kom­fort und per­sön­lichem Ser­vice. In kleinen Booten geht es in Seit­e­n­arme und über­flutete Wälder, begleit­et von Natur­führern und auf der Suche nach Affen, Fault­ieren, Vögeln und Fluss­delfinen. Je nach Route ermöglichen Besuche in Gemein­den am Fluss Ein­blicke in das Leben in ein­er Region, in der das Wass­er Verkehr­sweg, Lebens­grund­lage und Mit­telpunkt des All­t­ags zugle­ich ist. Zurück an Bord set­zt sich die Ent­deck­ungsreise kuli­nar­isch fort: Regionale Früchte, Fisch und Kräuter find­en Ein­gang in Menüs, die die Land­schaft vor den Fen­stern auf den Teller brin­gen.

Ob beim gemein­samen Kochen in Lima, auf ein­er Wan­derung durch den Nebel­wald der Region Ama­zonas, bei Begeg­nun­gen mit ein­er Fam­i­lie auf Taquile oder auf ein­er Reise durch den Ama­zonas: Diese Erleb­nisse ste­hen für eine neue Art, Luxus zu ver­ste­hen. Der neue Luxus bedeutet Zugang zu einzi­gar­ti­gen Erleb­nis­sen, Zeit, diese bewusst zu genießen, und die Möglichkeit, eine echte Verbindung zu einem Ort und seinen Men­schen aufzubauen. Es sind genau dieser per­sön­liche Zugang, authen­tis­che Begeg­nun­gen und außergewöhn­liche Natur­erleb­nisse, die noch lange nach der Reise in Erin­nerung bleiben. Weit­ere Infor­ma­tio­nen find­et Ihr unter www.peru.travel/de

 

Foto: Fer­nan­do López / PROMPERÚ