Yoga und Kultur im Blütenmeer

Villa Taranto erweitert Programm 2026

Yogas­tun­den unter freiem Him­mel sowie Konz­erte und lit­er­arische Lesun­gen: Mit der Sai­son 2026 erweit­ert die Vil­la Taran­to ihr Ange­bot erst­mals um regelmäßige Ver­anstal­tungs­for­mate inmit­ten ihrer welt­berühmten Gar­te­nan­lage am Lago Mag­giore.

Die Gärten der Vil­la Taran­to zählen zu den bedeu­tend­sten Gar­te­nan­la­gen Europas und gehen auf die Vision des schot­tis­chen Kapitäns Neil McEacharn zurück, der hier ein botanis­ches Gesamtkunst­werk von inter­na­tionaler Ausstrahlung schuf. Bis heute verbinden die Gärten wis­senschaftliche Samm­lung, land­schaftliche Gestal­tung und sinnliche Natur­erfahrung.

Neu 2026: Dehnen, Atmen und Lauschen

Ein Spazier­gang zwis­chen Gewäch­sen aus aller Welt ist bere­its ein Erleb­nis für sich. In der neuen Sai­son öff­nen die Gärten darüber hin­aus Raum für weit­ere inten­sive Erfahrun­gen. Wo ließe sich Yoga bess­er prak­tizieren als hier, im Schat­ten alter Bäume, umgeben von far­bge­walti­gen Blüten, deren Duft die Sinne betört? Den ganzen Som­mer hin­durch kön­nen Besuch­er der weitläu­fi­gen Parkan­lage an Yoga-Stun­den teil­nehmen und sich von Profis anleit­en lassen.

Die Yogafor­mate richt­en sich an Ein­steiger wie Geübte und verbinden Bewe­gung, Atem und Acht­samkeit. Dynamis­che Sequen­zen, gehal­tene Posi­tio­nen (Asanas) und Atemtech­niken (Pranaya­ma) fol­gen dem natür­lichen Rhyth­mus des Kör­pers. Inhaltlich vere­inen die Ein­heit­en ver­schiedene Tra­di­tio­nen – von Hatha und Iyen­gar bis hin zu Ele­menten des Kun­dali­ni Yoga – und wer­den teil­weise durch Yoga Nidra ergänzt, das für tiefe Regen­er­a­tion sorgt. Ein For­mat stellt bewusst die intu­itive Kör­per­wahrnehmung in den Mit­telpunkt und lädt dazu ein, Bewe­gung aus dem unmit­tel­baren Empfind­en her­aus entste­hen zu lassen.

Der Sound zur Sonnenfinsternis

Ein beson­deres High­light ist ein „Sound Bath“ zur Son­nen­fin­ster­n­is am 12. August. Eine erfahrene Klangther­a­peutin erzeugt einen Klan­graum aus tibetis­chen Schalen, Gong und Zim­beln, der die Wahrnehmung schärft und die beson­dere Atmo­sphäre dieses sel­te­nen Natur­ereigniss­es erfahrbar macht.

Ergänzt wird das Som­mer­pro­gramm der Vil­la Taran­to durch Konz­erte und lit­er­arische Lesun­gen. Ein Jaz­z­abend wid­met sich dem Werk der Melody Gar­dot und inter­pretiert deren Stücke in einem offe­nen, atmo­sphärischen Klan­gansatz neu. Einen lit­er­arischen Schw­er­punkt bilden Lesun­gen aus der „Göt­tlichen Komödie“ von Dante Alighieri, präsen­tiert von der Soci­età Dante Alighieri. Aus­gewählte Pas­sagen aus Paradies und Infer­no ent­fal­ten in der Kulisse der Gärten ihre Wirkung und treten in einen ein­drucksvollen Dia­log mit der Natur.

Blütenkalender 2026: Ein Garten im ständigen Wandel

Von Früh­jahr bis Herb­st zeigt sich die Vil­la Taran­to als Land­schafts­bild im steti­gen Wan­del. Bere­its im April prä­gen Aza­leen – darunter die Sorten „Knap Hill“ und „Mol­lis“ – sowie Mag­no­lien und Osman­thus das Erschei­n­ungs­bild. Gle­ichzeit­ig ver­wan­delt sich das his­torische Labyrinth in ein far­ben­re­ich­es Tulpen­meer mit über 14.000 Pflanzen, die jährlich neu arrang­iert wer­den und so immer neue Per­spek­tiv­en eröff­nen.

Zwis­chen Mitte April und Mitte Mai fol­gt eine beson­ders arten­re­iche Phase: Zierge­hölze wie Cer­cis, Davidia involu­cra­ta, Paulow­n­ia, Enkianthus und Cor­nus set­zen Akzente, während in der Tal­sohle und im angren­zen­den Wald die spek­takuläre Rhodo­den­dren­blüte ihren Höhep­unkt erre­icht. Im Mai ent­fal­tet sich eine der inten­sivsten Blüh­phasen der Sai­son. Kalmia lat­i­fo­lia, Gar­de­nien und erste Rosen prä­gen das Bild, begleit­et von den Hort­en­sien der umfan­gre­ichen Samm­lung. Gegen Monat­sende erweit­ern Styrax japon­i­ca, Stew­artia und Cor­nus kousa das flo­rale Spek­trum, während blühende Wiesen zusät­zliche Far­bakzente set­zen.

Die Som­mer­monate ste­hen im Zeichen üppiger Blüten­fülle: Hibiskus, Lager­stroemia und Ole­an­der bes­tim­men das Bild, ergänzt durch Seerosen und Nelum­bo nucifera im Lotus­beck­en. Saisonale Beete und Stau­denpflanzun­gen zeigen eine große Vielfalt – von Petu­nien und Bego­nien bis zu Echi­nacea und Rud­beck­ia. Im Labyrinth erre­ichen die Dahlien ihre volle Pracht und sor­gen bis in den Spät­som­mer hinein für ein sich wan­del­ndes Farb­spiel. Mit dem Spät­som­mer und Herb­st verän­dert sich die Atmo­sphäre erneut: Während einige Som­merblüher nachk­lin­gen, set­zen ab Okto­ber Camel­lia sasan­qua und die Teep­flanze Camel­lia sinen­sis markante Akzente und begleit­en den Garten in den Ausklang der Sai­son.

Der Nachhaltigkeit verpflichtet

Die Pflege der Gärten fol­gt kon­se­quent ökol­o­gis­chen Grund­sätzen. Seit über fün­fzehn Jahren verzichtet die Vil­la Taran­to voll­ständig auf chemisch-syn­thetis­che Pflanzen­schutzmit­tel und set­zt statt dessen auf natür­liche Meth­o­d­en. So wer­den Bio­di­ver­sität und das Gle­ichgewicht des Ökosys­tems gezielt gefördert –ganz im Sinne der ursprünglichen Idee eines Gartens in Har­monie mit der Natur. Den Ver­anstal­tungskalen­der der Vil­la Taran­to für die Sai­son 2026 find­et Ihr hier.

 

Foto: Vil­la Taran­to